Schweiz

Wo Schweizer den Sparhebel ansetzen würden

Aktualisiert am 14.07.2011 120 Kommentare

Die Mehrheit der Stimmbürger möchte im Asylwesen sparen. Das zeigt das diesjährige Finanzmonitoring. Doch auch viele andere Ausgaben des Bundes sind den Schweizern zu hoch.

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Keine Steuererhöhung, der Schweizer Stimmbürger will sparen.

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Konkret wollen 53 Prozent der Befragten, dass im Asylwesen weniger Geld ausgegeben wird. Das zeigt das diesjährige Finanzmonitoring des Wirtschaftsdachverbandes Economiesuisse. Sparen wollen die Schweizer auch bei der Armee, der Entwicklungshilfe, in der öffentlichen Verwaltung und im diplomatischen Dienst. Höhere Ausgaben befürworten die Interviewten einzig im Bereich Bildung, wie die Umfrage zeigt.

Diese wurde im Auftrag von Economiesuisse von gfs.bern durchgeführt. Schweizweit wurden 1000 Personen befragt. Die Interviews fanden vom 26. April bis zum 25. Mai 2011 statt.

Weiter zeigt das Finanzmonitoring, dass die Befragten keine Steuererhöhungen wollen. 86 Prozent sprechen sich gegen neue Staatsausgaben aus, sofern für diese die Steuern erhöht werden müssten. Fast alle Befragten (90 Prozent) sind zudem dafür, dass die vor acht Jahren eingeführte Schuldenbremse beibehalten wird.

Überschuss für Schuldenabbau nutzen

Erzielt der Staat ein Plus, wollen etwas weniger als zwei Drittel der Stimmbürger (59 Prozent) damit die Schulden weiter abbauen. Knapp ein Drittel (29 Prozent) möchte damit die Steuern senken.

Insgesamt gehe aus der Befragung hervor, dass die Schweizer eine zurückhaltende Finanz- und Steuerpolitik befürworteten, schreibt Economiesuisse. Der Staat solle seine Aufgaben mit den bestehenden Einnahmen möglichst optimal erfüllen.

Das Finanzmonitoring wird jährlich erstellt. Es zeigt Aussagen auf über die Ansichten der Stimmberechtigten zu Fragen in der Finanz- und Steuerpolitik. Aus Sicht von Economiesuisse soll die Befragung als Richtschnur für die Politik dienen. Sie wurde zum vierten Mal publiziert. (bru/sda)

Erstellt: 14.07.2011, 10:50 Uhr

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120 Kommentare

Eron Thiersen

14.07.2011, 11:01 Uhr
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Aussagen der Stimmberechtigen? Ich hege ernsthafte Zweifel an der Umfrage von Economiesuisse. Keine der Aussagen von Economiesuisse, ich wiederhole keine ist nicht ohne strategischem Hintergrund. Die Befragung scheint mir suspekt und verfolgt wohl nur wieder die isolierten Interessen eines nicht mehr glaubwürdigen Wirtschaftsverbandes mit Mitgliederschwund. Antworten


Sutter Emil

14.07.2011, 11:21 Uhr
Melden 106 Empfehlung

Nur komisch, dass dieser Wirtschaftsverband den Bauernstand nicht in die Befragung einbezogen hat. Nur wenige Steuerzahler, ausser die Bauern, sind damit einverstanden, dass ein einzelner Berufszweig mit über Fr. 6 Milliarden jährlich! am Leben erhalten wird. Oder anderst formuliert: 82%, des jährlichen Einkommens eines Landwirtes besteht aus Subventionen und Direktzahlungen. Wollen wir Schweizer Antworten



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