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Wo die Schweiz am günstigsten ist

Von Olivia Kühni. Aktualisiert am 24.05.2011 62 Kommentare

Eine Studie der Credit Suisse zeigt: Das Land hat einen neuen Spitzenreiter im Rennen um tiefe Lebenshaltungskosten.

1/9 Das höchste frei verfügbare Einkommen im Land haben neu die Urner: Postauto auf der Strecke Altdorf–Isenthal.
Bild: Keystone

   

Frei verfügbares Einkommen (RDI-Indikator)

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Im Regionenranking der Credit Suisse, das nach 2006 und 2008 zum dritten Mal erscheint, hat sich der Kanton Uri erstmals an die Spitze gesetzt. Er katapultierte sich von Rang 11 auf Rang 1 aller Schweizer Kantone.

Die Analysten haben für ihren Vergleich für jede Gemeinde der Schweiz aus den jeweiligen Durchschnittseinkommen und Ausgaben das frei verfügbare Einkommen (RDI) errechnet. Auf der Ausgabenseite berücksichtigen sie die Zwangsabgaben (Steuern, Sozialabgaben, Krankenversicherung) sowie die Fixkosten (Wohnen, Gebühren für Wasser, Energie, Abwasser, Abfall sowie erstmals auch Pendelkosten).

Zug und Schwyz steigen ab

Der Grund für das Aufsteigen des Kantons Uri sei die Steuergesetzrevision im Jahr 2009, die für den breiten Mittelstand erhebliche Entlastungen bewirkt habe, schreiben die Analysten. Uri hat als zweiter Kanton nach Obwalden die Flatrate-Tax eingeführt: Alle natürlichen Personen bezahlen auf ihrem Einkommen 7,2 Prozent Steuern an den Kanton und ebenso viel an die Einwohnergemeinde. Ebenfalls entlastend wirkten die moderaten Krankenversicherungsprämien, so die Autoren der Studie. Gleichfalls aufgestiegen sind die Kantone St. Gallen und Luzern – auch sie haben die Zwangsabgaben reduziert –, fünf Ränge oder mehr abgestiegen sind Schwyz, Solothurn und der Jura. Auch Zug büsst einen Rang ein – hier machen die stark gestiegenen Fixkosten die tiefen Steuern wett. Dasselbe gilt für Teile des Kantons Schwyz.

Die Analysten betonen denn auch, dass für eine Beurteilung der Wohnattraktivität nicht nur die Steuerhöhe massgeblich sei. «Der reine Vergleich der Steuerbelastungen vernachlässigt die Tatsache, dass etwa hohe Immobilienpreise in steuergünstigen Regionen grosse Teile der Steuerersparnis zunichte machen», schreiben sie. Die regionalen Unterschiede bei weiteren Ausgabenarten, etwa den Krankenkassenprämien, fielen «stärker ins Gewicht als allgemein vermutet».

Attraktive Nordostschweiz

Besonders gut schneiden darum Kantone ab, die moderate Steuern mit moderaten Fixkosten kombinieren: Uri, Glarus, die beiden Appenzell, der Thurgau, Schaffhausen, Ob- und Nidwalden, St. Gallen. Die Nordostschweiz, so die Autoren, zeige sich «generell attraktiv». Während die Innerschweiz zwar günstig sei, dies aber einer «geringen Erreichbarkeit» und «rauen Lebensbedingungen» verdanke, brillierten der Thurgau und Co. mit tiefen Steuern und Krankenkassenprämien, im Schweizer Vergleich eher günstigen Immobilien und einer hohen Zentrumsdichte.

Doppelt gestraft sind derweil die Einwohner jener Kantone, die sowohl hohe Steuern als auch hohe Fixkosten bezahlen müssen: Genf, Basel-Stadt, Waadt und Basel-Landschaft schneiden schlecht ab. Genf ist der mit grossem Abstand teuerste Wohnort der Schweiz.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 24.05.2011, 10:25 Uhr

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62 Kommentare

Phil Bösiger

24.05.2011, 10:41 Uhr
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Das mögen wir doch den Urnern gönnen, sie erhalten ja dieses Jahr noch zusätzlich 73.6 Mio Franken aus dem Finanzausgleich des Bundes (NFA) - wo ja Basel ordentlich einzahlt. Und moderate Fixkosten bedeutet ja auch cherrypicking bei den nachbarkantonen, zum Beispiel beim Gesundheitswesen und dem Kulturkonsum... Antworten


Yves Arnold Schneider

24.05.2011, 11:38 Uhr
Melden 36 Empfehlung

Anhand dieser Statistik wird die Problematik die uns vorallem von den Bürgerlichen, namentlich SVP und FDP eingebrockt wird. BS zahlen 3x mehr Steuern als UR, UR kriegt Ausgleichsgelder, wird über KK subventioniert und zahlt keinen Cent an Zentrumsleistungen, Uni-Kosten usw. Schafft diese Steuerungerechtigkeiten ab, Einheitsprämie für KK usw. so dass BS, GE die Steuern um 20% senken kann. Antworten



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