Schweiz
Wo es am meisten Suizide mit Schusswaffen gibt
Aktualisiert am 28.07.2010 94 Kommentare
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Überdurchschnittlich viele Suizide mit einem Gewehr oder einer Pistole werden in den Kantonen der Zentralschweiz, Basellandschaft und Bern verübt. Dies geht aus einer Studie der Universität Zürich hervor. Der Zusammenhang von Schusswaffenbesitz und Suiziden mit Schusswaffen in den Kantonen der Schweiz sei erstmals untersucht worden, teilte die Universität vom Mittwoch mit.
Wie der Vergleich der Forscher um Vladeta Ajdacic-Gross von der Psychiatrischen Universitätsklinik zeigt, bringen sich in den Kantonen Uri, Ob- und Nidwalden, Schwyz, Glarus, Aargau, Bern und Basellandschaft überdurchschnittlich viele Menschen mit einer Schusswaffe um.
In über 45 Prozent der Haushalte
In diesen Kantonen sei in vielen Haushalten eine Schusswaffe vorhanden, heisst es weiter. In den Kantonen Basellandschaft, Uri, Nidwalden und Obwalden beispielsweise in über 45 Prozent der Haushalte.
Weniger Waffen - unter 25 Prozent - hat es in den Haushalten der städtischen Kantone Basel-Stadt und Genf sowie der Kantone Waadt und Neuenburg. Dementsprechend gering ist dort der Anteil der Schusswaffen-Suizide. Insgesamt wurden in der Schweiz zwischen 1998 und 2007 13'410 Selbstmorde begangen, davon 3169 mit einer Schusswaffe.
Vor allem Männer
Wie Ajdacic-Gross erklärt, werden Pistolen oder Gewehre besonders häufig bei impulsiven Suiziden oder Suiziden unter Alkoholeinfluss verwendet. «Eine Waffe ermöglicht es, den Handlungsimpuls schnell umzusetzen», wird der Forscher in der Mitteilung zitiert.
Kurzschlusssuizide nach Schicksalsschlägen und akuten Krisen seien besonders stark von der unmittelbaren Verfügbarkeit eines schnellen und tödlichen Mittels wie eben einer Schusswaffe abhängig. Gelegenheit mache offensichtlich nicht nur Diebe, sondern auch Selbstmörder, so Ajdacic-Gross.
Vor allem Männer greifen zur Waffe (32,6 Prozent der Suizide) währenddem bei den Frauen nur 3,4 Prozent der Suizide mit einer Waffe verübt wurden.
Bis zu 100 Suizide verhindern
Mit geeigneten Massnahmen könnten in der Schweiz - vorsichtig geschätzt - jährlich bis zu 100 Suizide verhindert werden, heisst es in der Studie. Auch Organisationen wie die Armee, Polizeikorps, Schützen- und Jägerverbände sollten Präventionsmassnahmen zum Selbstschutz ihrer Mitglieder treffen.
In der Schweiz sank der Anteil der Suizide mit Schusswaffen zwischen 1998 und 2007 von 30 auf 19 Prozent. Gleichzeitig ging der Anteil der Haushalte mit Schusswaffen von 38 auf 28 Prozent zurück. Laut einer australischen Studie verüben Schusswaffenbesitzer aber nicht nur häufiger Suizid mit einer Schusswaffe, sondern haben eine generell höhere Suizidrate als Nichtwaffenbesitzer.
Initiative «Für den Schutz vor Waffengewalt»
Im Februar 2009 wurde die Initiative «Für den Schutz vor Waffengewalt» mit 107'000 Unterschriften eingereicht. Hinter dem Begehren stehen SP, Grüne, mehrere Jungparteien, Gewerkschaften, GSoA, Friedensorganisationen, Frauenverbände, Kirchen sowie die Ärzte-Vereinigung FMH.
Die Volksinitiative verlangt unter anderem, die Militärwaffe aus dem Kleiderschrank zu entfernen. Wer Waffen besitzen, tragen und gebrauchen will, muss dafür den Bedarf nachweisen und die erforderlichen Fähigkeiten mitbringen. Die Volksabstimmung könnte am 13. Februar 2011 stattfinden. (sam/sda/)
Erstellt: 28.07.2010, 12:04 Uhr
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94 Kommentare
ich möchte zu gern mal wissen, warum so viele menschen auf ihrem "recht" beharren, die armeewaffe zu hause haben zu können. die heutige form von krieg (terrorismus) ist ohnehin nicht mehr mit waffen bekämpfbar. und ich möchte ihre haltung dann sehen, wenn ihr sohn mit ihrer geliebten knarre in der schule amok läuft und ein paar lehrer und schüler erschiesst! Antworten
Die Sinnfrage ist hier absolut fehl am Platz. Es geht darum, ob der Staat im Namen der allgemeinen Sicherheit privates Eigentum einziehen lassen oder sonst irgendwie in die Privatsphäre eingreifen soll. Dazu muss jedoch vorgängig die Gefahrenslagen sorgfältig abgeklärt und erst danach mögliche Massnahmen besprochen werden. Die Initiative entlarvt sich schlussendlich selbst als reine Glaubensfrage. Antworten
@cristiano safado: Waren Sie schon beim Drogentest? An alle, die hier immer wieder schreien:"typisch Links". Das verliebt sein in- und verherrlichen von Waffen(-Besitz) ohne Notwendigkeit, ist auch eher "typisch Rechts". Seht doch die paranoide Anfälligkeit der rechten Ecke mit den Aussagen von cristiano safado der im Verbot von Waffen eine linke Verschwörung sieht. Krank! Er hat sicher eine Waffe Antworten
1998 und 2007 13'410 Selbstmorde begangen, davon 3169 mit einer Schusswaffe= 23.63% Mit geeigneten Massnahmen, jährlich bis zu 100 Suizide verhindert werden = Nach Statistik oben pro Jahr (letzte 9 Jahre) 1490 Suizide davon 352 mit Schusswaffe 100 Suizide weniger sind 6.7% . Und wie verhindern wir die anderen Suizide? Jeder Suizid ist einer zu viel!!!! Antworten
Werden die selbsternannten Tellen, Hobbywinkelriede und immer noch am Morgarten Kämpfenden endlich begreifen, dass die Waffen hinter Schloss und Riegel ins Zeughaus gehören. Keiner braucht diese Waffen, Suizide, Morde und Unfälle gehören zur Tagesordnung. Antworten
Die Legitmation (ich meine wohlgemerkt nicht für Katastrophenhilfe u.ä.!) der Armee wird seit jeher begründet mit der Prophylaxe für den aggressorischen "Ernstfall" - obwohl ein solcher seit Jahrzehnten nicht einmal am enferntesten Horizont ersichtlich ist... Eine geradezu paranoide Über-Absicherung also! - Beim Waffenbesitz aber soll genau dieser prophylaktische Schutz-Gedanke nicht gelten?!... Antworten
Es hat mir immer noch niemand sagen können warum sich denn die Amerikaner nicht massenweise mit Schusswaffen umbringen, wo doch jede Menge Waffen und Munition frei verfügbar ist! Sollten wir nicht das Uebel bei den Ursachen packen: Soziales Umfeld, beengende Ueberbevölkerung, Wohlstandsmüdigkeit, tägliche Schulmeisterei durch Politik, Medien, Weltverbesserer und andere Schlaumeier und Miesmacher. Antworten
"Studie" klingt immer gut. Aber leider lässt sich hier allzuleicht durchschauen, dass es sich ganz simpel um Wahlpropaganda, getarnt als "Wissenschaft" handelt. Ich warte immer noch auf die Studie betreffend Gebrauch ILLEGALER Waffen... aber darauf werde ich wohl noch lange warten müssen! Antworten
Waldemar Da Rin: Die schusswaffe wurde in erster Linie zum Töten gemacht, die anderen Gegenstände nicht. Die Ordonanz dürfen Sie eh nicht einsetzen, also ist sie nutzlos, oder sogar noch gefährlich wenn sie bei unsorgfältiger Aufbewahrung Kriminellen in die Hände fällt. Hier schreibt wohl der ganze Pro Tell seine unsinnigen "Argumente" hinein. Nochmal: Die Ordonanz zu Hause ist nutzlos! Antworten
meinem sohn hat der religionslehrer¨erzählt, die schweiz habe die höchste selbstmordrate europas. mein gott, was sind wir doch ein verworfenes volk. komisch ist nur, dass man mir vor 50 jahren die gleiche story weismachen wollte. für alle fälle habe ich meinen karabiner behalten. ich will mich doch nicht an meinem bergseil aufhängen müssen. Antworten
Wenn der Waffenbesitz "kriminalisiert" wird, werden nur noch Kriminelle Waffen besitzen. Dann Gute Nacht und deshalb Nein zur Initiative. Was die Selbstmordraten betrifft, sind diese Studien völliger Quatsch. Übrigens werden mehr Menschen mit Messern getötet, wie mit Schusswaffen. Sicher auch, weil es mehr davon hat. Wollt ihr also später auch Messer und Scheren oder Bratpfannen verbieten? Antworten
Den Initianten von «Für den Schutz vor Waffengewalt» geht es in Tat und Wahrheit nicht um Morde und Selbstmorde. Wäre dem so, würden sie sich nicht gegen die Ausschaffung krimineller Ausländer wehren. Den Initianten geht es einzig und alleine darum, ihre linke Ideologie umzusetzen ohne eines Tages Gefahr zu laufen, bewaffneten Bürger entgegen zu treten. Antworten
Eine 1:1 Substition durch andere Suizidarten ist ein Ding der praktischen Unmöglichkeit (keine andere Suizidart verfügt über diese verheerende Letalität). Es ist durchaus ein direkter Zusammenhang zwischen der Waffenverfügbarkeit nachweisbar: schutz-vor-waffengewalt.ch/ Antworten
Dass jetzt wieder sofort alle nach "Die Waffe gehört ins Zeughaus" schreien war ja klar - wo steht dass die Selbstmorde mit diesen Waffen ausgeführt worden ist? Aber dies wird von diesen wunderbaren und einseitigen Studien ja nie berücksichtigt... Das selbe gilt für die Auswertung des EJPD, welches Auskunft darüber gibt, ob mit legal oder illegal gekauften Waffen verbrechen begangen werden.. Antworten
Nur 3.4% der Frauen verwenden eine Schusswaffe!!! Die anderen 96.6% haben eine andere Möglichkeit gefunden. Dadurch widespricht sich die unnötige Studie selber. Geldverschleuderung nennt sich so eine Studie oder eine politische Agitation zu gunsten der Linken und der GSoA!!! Antworten
Lässt sich aus dieser Statistik ein erklärendes Motiv des Selbstmörders erkennen? Die psychologische Situation ud die Dynamik die ihn aus dem Leben treibt belibt weiterhin unklar. So neigt man oft dazu, voreilige Anschuldigungen von Institutionen und Personen zu kommen. Eher noch können durch solche Studien soziales Elend und schwache Punkte unserer Kultur zur Aufdekung kommen. Antworten
Die Suizide sind ja nur ein Teil der Geschichte. Viele Kommentatoren haben hier vergessen, dass Schusswaffen auch für Morde, z. B. an Familienmitgliedern (unschuldige Kinder) eingesetzt werden. Jedes Mordopfer ist eines zuviel!!! Und damit ist die viel gepriesene Freiheit des einzelnen Bürgers leider eingeschränkt. Kein auch noch so »aufrichtiger« Bürger ist gegen Gewaltanwendung im Affekt immun. Antworten
Die Schlussfolgerung weniger Waffen, weniger Suizide hinkt nun wirklich. Die wenigsten Suizide finden im Affekt statt, wozu eine Schusswaffe verleiten könnten. Wenn dann aber jemand soweit ist, seinem Leben ein Ende machen zu wollen, so ist die Waffe nun mal eine "saubere" effiziente Methode. Dass sich in "unbewaffneten" Ländern die Leute eher erhängen, ist daher eine logische Konsequenz. Antworten
Es ist schon seltsam. Ausgerechnet linke Kreise, welche immer wieder für ein Recht auf Selbsttötung eintreten, fordern eine Einschränkung von Waffen, weil sie bei Suiziden häufig verwendet würden! Hier kommen zwei Dinge zusammen, die nicht zusammengehören! Die Massnahme (Einschränkung des Waffenbesitzes) wird am Resultat (Suizid) nichts verändern, kriminalisiert aber viele Schützen. Antworten
Wenn jemand Suizid begehen will, ist das seine ganz persönliche Angelegenheit und Entscheidung. Die Person kennt die Gründe selbst am Besten (schlimme Krankheit usw.). Es ist nicht relevant womit er dies tut. Von einer Brücke springen, oder Aufhängen ist nicht unbedingt angenehmer. Wenigstens für die Leute die aufräumen müssen. Mit der GSoA-Initiative will man nur den Waffenbesitz verteufeln! Antworten
In der SoZ erschien mal ein Artikel zur Problematik von Schusswaffen im Zus.hang mit Familientragödien (erweiterter Suizid). Wer nicht nur den Titel/Lead las, stellte fest, dass in 13 v. 20 erw.Fällen keine Schusswaffen involviert waren (inkl.Hammermörder). Spontane (Selbst-)Tötungen sind leider jederzeit auch ohne Schusswaffen möglich. Ein Verbot bedeutet: trügerische Sicherheit und Verlagerung. Antworten
@ Beat Müller: gehen Sie mal nach Japan und arbeiten dort ein paar Jahre, dann verstehen Sie, weshalb die Suizidrate so hoch liegt. Suizidgedanken verlaufen Wellenförmig und mit einer Therapie kann viel erreicht werden. Dass sich auffallend viele Männer im Alter zwischen 16 und 35 Jahren erschiessen, hat mit der Lebensweise in dieser Zeitspanne zu tun, aber auch mit der Verfügbarkeit von Waffen! Antworten
Ich staune schon, wie im Vorfeld der Abstimmung mit jeden nur erdenklichen und an den Haaren herbeigezogenen Argumenten versucht wird, JEDEN mündigen Bürger zu entwaffnen. So ist z.B. in Japan der Besitz JEGLICHER Waffe strikte verbote, trotzdem hat dieses Land einer der höchsten Suizidraten weltweit. Nicht das Mittel gibt den Ausschlag, sondern der Wille. Antworten
Sind diese Suizide jetzt mit Armee- oder Privatwaffen ausgeübt worden? Wer garantiert das diese Suizide nicht mit anderen Mittel vollzogen worden währen ??? Möchte ja gerne wissen wieviele Leute wie lange an dieser äusserst "wertvollen" Studie gearbeitet haben, sieht aus wie ein Lückenfüller für die Sommerferien. Zudem " glaube keiner Studie die Du nicht selber beeinflusst hast " !! Antworten
Diese "wissenschaftliche Studie" ist eine ideologisch eingefärbte Lüge. Von wo wollen diese "Forscher" denn die Zahlen von der Waffendichte her haben? In der Schweiz sind die vorhandenen Schusswaffen nur teilweise registiert, was kein Problem darstellt solange diese Waffen sich in den Händen von aufrechten und gesetztestreuen Bürgern befinden. Und genau jene sollen entwaffnet werden? Warum???? Antworten
Wer im Frieden mit sich und den Anderen diese überbevölkerte Welt verlassen möchte, sollte das Recht dazu haben. Wer aus Verzweiflung und Ausweglosigkeit in einem letzten Akt der Aggression gegen sich und seine Nächsten Selbstmord begeht, findet im Abzug einer Waffe ein leichtes Instrument für seine Kurzschlusshandlung. @ R.Gardin: Der materielle Reichtum der CH korrelliert mit psychischer Armut ! Antworten
Idiotische manipulative Studie!! Mein Vater hat sich im September 2009 mit einer Schnur erhängt, trotz drei Waffen im Haus! Wie sieht es wohl bei den Frauen aus, wolt ihr allen Frauen die Tabletten verbieten? Wollt ihr alle Schnüre und Seile verbieten? Für diese Studie wurde Volksvermögen vernichtet und die Medien unterstützen diese tendenziöse Berichterstattung. Antworten
Ist ja klar, dass bei Verfügbarkeit einer Waffe diese für den Suizid verwendet wird. Eben so klar ist, dass wer sich umbringen möchte, der bringt sich um, egal wie. Dann soll der sich lieber mit einer Waffe erschiessen als vor einen Zug springen. Der Zugfahrer lebt weiter und braucht danach eine Therapie..... oder sollten wir nach dem Waffenverbot ein Zug-Verbot in Betracht ziehen? Antworten
Ja, das ist schon sehr erstaunlich, dass Suizide MIT WAFFEN häufiger dort geschehen, wo ebensolche Waffen vorhanden sind. Für so eine herausragende Erkenntnis, musste bestimmt jahrelang intensiv geforscht werden... als nächstes kommt wohl: "Mehr Tote durch verdursten in Ländern mit schlechter Wasserversorgung"... Seriously! Antworten
Stimme mit Reto Caduff und sidney bannier überein, spontane Suizide sind auch per S-Bahn möglich, und traumatisieren dann unnötig Bahnpersonal. Der Staat hat die Aufgabe, seine Bürger vor Gewalttaten Dritter zu bewahren, er hat aber ausdrücklich nicht die Aufgabe, das Individuum vor sich selber zu schützen. Antworten
Logisch, dass wo mehr Schussw. vorhanden sind, diese auch vermehrt für den Suizid genutzt werden. Aber es gibt keinen kausalen Zusammenhang und das ist der entscheidende Punkt. Immerhin ist eine Schusswaffe bestens dazu geeignet. Es ist sehr sicher, schnell und garantiert (meist) ein schmerzfreies Ableben. Und es ist die jeweils erträglichere Alternative zum Leben. Ein Verbot bringt gar nichts. Antworten
Eine Waffe ist immer nur so gefährlich wie die Person dahinter. Nach der Logik der Initianten - mehr Sicherheit durch Verbot von Mitteln - müssen wir auch Messer, Glasflaschen, Medikamente, Züge usw. verbieten. Klüger wäre es, potentielle Täter besser auszumachen, überwachen, betreuen. Aber genau da machen die linken Initianten nicht mit, weil der böse Spitzelstaat die Privatsphäre verletzt... Antworten
Die Aufschlüsselung nach Kantonen (Seite 13) der Suizid-Statistik zeigt überhaupt keinen Zusammenhang zwischen der Anzahl Suizide und der Schusswaffenverbreitung in den im Artikel bzw. der "Studie" erwähnten Kantonen: www.obsandaten.ch/indikatoren/2_3_2/2009/d/232.pdf Antworten
Man müsste untersuchen, ob es spontane Selbstmorde gibt, dort scheint mir der Griff zur Waffe naheliegend. Solange mir aber niemand einen vernünftigen Grund nennen kann, um eine Waffe zuhause zu haben, scheint es mir das Risiko nicht wert, es darauf ankommen zu lassen, ob sich der Lebensmüde sonst auf eine andere Art umgebracht hätte. Antworten
@ betschart, ich habe 1984 gelesen. und ich sehe keinen zusammenhang von einem verbot der waffen zuhause und orwell. allerdings sehe ich einen zusammenhang zwischen armee und orwell, zwischen überwachung und orwell, zwischen gewaltparanoia und ausländerhass und orwell. keine waffen zuhause vermindert kurzschlusssuizide, nicht alle, aber das reicht schon als grund für das verbot. Antworten
Grundsätzlich wird die Schusswaffe bei Kurzschlusshandlungen eingesetzt, die Schwelle die Waffe zu laden und den Abzug zu drücken ist niedrig. Weniger Waffen = weniger Möglichkeiten. Die Ordonanz gehört nicht nach Hause sondern sollte mit dem Korpsmaterial nach dem WK abgegeben werden. Übrigens gab es auch in der Schweiz Zeiten ohe Heimgabe, das ging auch. Antworten
So what? Wenn ich einen Töff, Gleitschirm oder Tauchflaschen habe, habe ich ein erhöhtes Risiko, dass ich mich im Uebermut töte. Wenn ich eine Waffe habe, habe ich ein erhöhtes Riskso, dass ich mich im Suff oder einer Depression erschiesse. Jeder muss selbst wissen, welches Risko er im Leben eingehen will. Antworten
Und gleich wieder ein Verweis auf die "Initiative Schutz vor Waffengewalt". Ich bin dieser Diskussionen so überdrüssig! Wann lernt Ihr es endlich: durch ein schärferes Waffengestz wird nicht eine einzige Straf- oder Gewalttat und kein einziger Selbstmord verhindert! Leider hab ich die Zahlen nicht parat aber viele Länder mit viel strengeren Waffengesetzen haben eine viel höhere Selbstmordrate! Antworten
Die meisten scheinen den Suizid generell als etwas böses, schlechtes anzuschauen. Für mich ist es das auch, aber nicht nur! Pointiert formuliert ist der Entscheid zu leben oder eben nicht beinahe die einzige freie Entscheidung die einem Menschen noch bleibt! Ansonsten hat die Studie null Aussagekraft, ist doch logisch dass man bei Suizid-Absichten eine Schusswaffe verwendet wenn sie denn da ist. Antworten
an alle Waffenbefürworter: bis sich jemand in eurem familien- oder freundeskreis das leben nimmt, überlegt euch dies mal bevor ihr gleich eine hetze gegen die freiheit und armee sieht. Depression ist eine weitverbreitete Krankheit, kommt dann noch ein Schicksalsschlag dazu und eine Effekthandlung, ist der Griff zur Waffe sehr einfach. Egal ob die Studie Stimmt oder nicht... Antworten
Es gibt im 21. Jahrhundert keinen vernünftigen Grund in unserem Land dafür, dass in jedem Haushalt eine Waffe rumliegt. Diese Waffen sind eine Gefahr für potenzielle Suizide wie auch Familiendramen. Einen militärischen Sinn hat die Waffe zu Hause eh nicht mehr. Antworten
Unser Freund nahm sich mit der Armeewaffe das Leben. Seine Tat war ungeplant. Soeben hatte er sein Studium abgeschlossen. In seinem Hobby engagierte er sich für die Nachwuchsförderung. In einem Leserbrief stellten eine Kollegin und ich die Armeewaffe zuhause in Frage. Heute bin ich sicher: ein Teil der tragischen Suizide, Exekutionen und familieninternen Bedrohungen hätte vermieden werden können. Antworten
Gewisse Leute hier sollte mal das Buch 1984 von Georg Orwell lesen,dann wissen sie was passiert, wenn alles verboten, kontrolliert und vorgeschrieben wird.Ein Skandal ist es, dass eine renomierte Zeitung so eine schlechte Interpretation einer Studie veröffentlicht.Warum ignorieren die Waffengegner immer die Zustände in England oder Deutschland? Da hat sich seit dem Waffenverbot nichts verbessert! Antworten
Ein interessanter Zusammenhang, dass von Waffenbesitzern mehr Suizide verübt werden, noch interessanter ist, dass von den Waffenbefürwortern niemand darauf eingeht. Wie denn auch, selber bemerkt mans erst, wenns zu spät ist! @ M. Bär: Sind Sie unser neuer Tavel und besetzen mit 50 Patronen in der Tasche das Bundeshaus? Wollen Sie nicht lieber frei sein und wählen und abstimmen gehen? Antworten
Eigentlich geht es doch gar nicht um die Waffen, es geht um die Suizide. Politik und Gesellschaft müssten sich schon lange Gedanken darüber machen warum wir eine so hohe Selbstmordrate haben. Sicher sind viele Gründe bekannt; aber es ist halt eigentlich überall ein Tabu-Thema. Antworten
Ich kann Manuel Bär versichern, dass auch ich im Herbst 2011 wählen gehe. Allerdings werden wir vermutlich nicht dieselben Leute einsetzen. Vorerst haben wir ja auch noch die erwähnte Abstimmung. Auch da dürften sich unsere Stimmen neutralisieren. Daran wird auch der Millionen-Geldeinsatz nichts ändern. Antworten
wenn Mann/ Frau sich so über die Ausführung der Selbsttötung mit einer Schusswaffe aufregen,( anstelle der traurig hohen anzahl von Lebensmüden), sollte mann/frau sich die Frage stellen ob es denn gesellschaftlich gesehen wirklich besser ist, sich vor einen Zug zu werfen. Ca.300 - 400 Lokführer und hundertschaften von Aufräum- personen werden so in Mitleidenschaft gezogen. Antworten
Auch wenn ich selbst gegen Waffen bin, aber die Studie ist für den Müll, den sie vergisst die Anzahl Schusswaffen in Zusammenhang mit der Suizidrate zu stellen! Der Schluss ist auf Grund der Daten richtig, dass der Anteil an den Suiziden von der Verfügbarkeit von Schusswaffen abhängt. Nur heisst dies nicht, dass es mit weniger Schusswaffen auch weniger Suizide gibt! Antworten
@Manuel Bär: Einen Herrschaftssüchtigen aus dem 16. Jahrhundert zitieren zu müssen, ist wohl der untrügliche Beweis dafür, dass Ihnen in Bezug auf die Gegenwart, keine echten Argumente einfallen wollen, um Ihre eigene Haltung zu begründen. Angst und Paranoia werden der Grund sein, dass manche in unserem Land glauben, ihre Existenz über Waffenbesitz definieren zu müssen. Mein Beileid. Antworten
Wieso überrascht mich diese Studie nicht, finde es einen unglaublichen Skandal, dass Schusswaffen zuhause aufbewahrt werden können. Dazu kommt die Dunkelziffer an bedrohten Frauen, sowie Schweize die von Strafen verschont werden um die Zahl der Schweizer Straftaten tief zu halten. Antworten
Vielleicht sollte man mal ganz vorne anfangen und das verhindern, was zum Suizid führt. Nur Schusswaffen verteufeln bribngt doch nichts, von 13'410 Selbstmorden, waren 3169 mit einer Schusswaffe, das sind 23 % und der Rest? Muss man jetzt auch alle Seile, Brücken und Züge verbieten? Unsere Gesellschaft ist krank und treibt viele in den Tod, das ist das Problem. Antworten
Die Lagerung der Militärwaffe zu Hause ist keine gute alte CH-Tradition, wie uns die Waffennarren immer weismachen wollen. Hat nichts mit Vögten und Rütlischwur zu tun, sonder ist erst in der Zeit des 2. Weltkriegs, aus der damaligen Bedrohungslage heraus, eingeführt worden. Kann ruhig wieder abgeschafft werden, da eben nicht mehr zeitgemäss. Antworten
Wenn ein Mensch so verzweifelt ist ,dass er es nicht mehr aushält,dann hat er verschiedenenartige Möglichkeiten, Suizid zu begehen..Mit solchen Berichten geht es schlussendlich immer nur darum, den wehrhaften Schweizern ihr Militärgewehr weg zu nehmen, weil die Politiker Angst, ja Angst haben, mit ihrer Politik das Volk gegen sich auf zu bringen, und sie zu töten, nur darum gehts in Bern....ANGST. Antworten
Leider vermisse ich die Daten über die Suizidrate im Allgemeinen. Ich sehe, dass die Selbstmordrate mit Schusswaffen zurück gegangen ist. Aber ich sehe nicht, ob es auch weniger Selbstmorde gegeben hat. Wäre doch noch interessant gewesen. Ich hoffe, dass der Verfasser des Textes dies noch nachliefert. Antworten
Wenn Suizide mit Waffen unter Alkoholeinfluss stattfinden, ist aber der Alkohol die Ursache, denn Alkohol schaltet den Kontrollmechanismus aus. Wieviele Menschen jährlich an Schäden wegen Rauchen und/oder Alkoholkonsum sterben weiss ich leider nicht (50'000?). Gemäss der Logik von Vladeta Ajdacic müsste auch das Rauchen und der Alkoholkonsum verboten werden. Denn beides ist langsamer Suizid. Antworten
Ich denke nicht das die Kriminalität mit Schusswaffen durch strenge Waffengesetzte eingeschränkt wird. Siehe Länder wie England, Deutschland... Bedürfnissnachweis, typisch Linke Idee. Nächstes Bedürfnissnachweis für Auto, Flugreisen, grössere Wohnung.... Antworten
Hr. Bär. Wenn sie Machiavelli zitieren, sollten sie dies besser informiert tun. Machiavelli hat ein Volk wie die im Zitat geschilderten Schweizer zwar für frei aber für nicht überlebensfähig gehalten. Ähnlich wie Hobbes sah Machiavelli das überleben eines Volkes nur durch einen Principe (bei Hobbes Leviathan) gesichert. Einen Herrscher der nicht an Gesetz und Moral gebunden ist. Antworten
Die Frage ist doch ob die Selbstmorde prozentual abgenommen haben, wenn schon der prozentuale Anteil der Schusswaffen abgenommen hat. Dies ist hier nicht erklärt. DIe Frage ist auch ob die Kriminalität mit Schusswaffen in der Schweiz seit 1997 abgenomen hat (verschärftes Waffenrecht) oder nicht. Antworten
Katastrophal einseitige Untersuchung ohne Tiefgang! Viel wichtiger ist doch die Frage: Warum ist die CH an der Weltspitze der Suizide?! Warum bringen sich den die Amerikaner nicht massenweise um, wenn sie mehrere Waffen in fast allen Haushalten haben?! (Allein dIe Suizidrate bei Kriegsveteranen in den USA ist schon viel kleiner als in unserer Zivilbevölkerung). Föllig verfehlte Gesellschaftspolit. Antworten
Achtung: Gefahr einer manipulativen Studie respektive falscher Interpretation! Es fehlt der Zusammenhang, ob in Kantonen mit mehr Schusswaffen auch mehr Selbstmorde verübt werden. Hier wird nur aufgezeigt, dass in Kt mit mehr Waffen bei der Art des Selbstmordes öfters eine entsprechende Waffe benutzt wird. Also bitte auch den anderen angesprochenen Zusammenhang über alle (!) Kanton einbeziehen. Antworten
Interessant,dass einige wieder auf die Armeewaffe zu sprechen kommen,obwohl es um alle Schusswaffen geht. Noch interessanter wäre zu wissen,ob die Suizide ingesamt abgenommen haben, denn was bringt es Waffen zu verbieten, wenn sich die Leute dann einfach mit anderen Mitteln umbringen?!England zeigt am besten,dass Verschärfungen und Verbote nichts bringen, Suizide und Tötungen gibts nicht weniger! Antworten
@Bär: Sie sind also der Meinung, dass wir wegen unserer Obrigkeit bewaffnet sein sollten? Gleichzeitig sind sie wohl auch für eine starke Armee, gut ausgebaute Polizei. Eventuell sind sie auch für Sozialdetektive die "Sozialschmarotzer" auffinden sollen. Über alles gesehen alles Instrumente der "Obrigkeit".... Antworten
1.: Haushalte mit Waffenbesitz: BS unter 25%, BL 45%. Wo gibt es mehr Delikte mit Feuerwaffen? 2. Punkt: "Laut einer australischen Studie verüben Schusswaffenbesitzer aber nicht nur häufiger Suizid mit einer Schusswaffe, sondern haben eine generell höhere Suizidrate als Nichtwaffenbesitzer." - Ist ja klar, wenn man sich umbringen will kauft man sich eine Waffe. Was war zuerst, das Huhn oder Ei? Antworten
Hinter dem Begehren stehen SP, Grüne und wollen damit in erster Linie das Volk entwaffnen und die Armee noch mehrfunktionsuntüchtig machen. Wegen 100 Suizide ist diese Initiative nicht angebracht. Suizide sind tragisch, aber daran sind nicht die Schusswaffen schuld sondern gesellschaftliche Umstände in erster Linie. Antworten
1.: Haushalte mit Waffenbesitz: BS unter 25%, BL 45%. Wo gibt es mehr Delikte mit Feuerwaffen? 2. Punkt: "Laut einer australischen Studie verüben Schusswaffenbesitzer aber nicht nur häufiger Suizid mit einer Schusswaffe, sondern haben eine generell höhere Suizidrate als Nichtwaffenbesitzer." - Ist ja klar, wenn man sich umbringen will kauft man sich eine Waffe. Was war zuerst, das Huhn oder Ei? Antworten
Die viel wichtigere Frage als womit, ist, WARUM nehmen sich in der Schweiz jedes Jahr rund 1400 Menschen das Leben? Was stimmt nicht in dieser Gesellschaft? Ich persönlich bin bereits drei Mal (!) mit Suiziden auf Bahnhöfen (Stadelhofen und Zürich-Oerlikon) konfrontiert worden und bringe diese Bilder nicht mehr aus dem Kopf. In der Schweiz gibt es pro Jahr rund 370 "Bahnleichen". Antworten
Es wird wieder einmal versucht in völlig unseriöser Weise einen nicht existenten Zusammenhang zwischen Schusswaffenbesitz und Suiziden zu suggerieren. Wer sich das Leben nehmen will, wird einen Weg finden, ob mit oder ohne Schusswaffe. Ausserdem ist Suizid mit Schusswaffe sehr viel sozialverträglicher als z.B. vor den Zug zu springen, da wird oft gleich auch noch das Leben des Lokführers ruiniert! Antworten
Machiavelli um 1508: «Die Schweizer lehnen nicht nur alle Fürsten ab, sondern bloss schon den Adel. Es gibt keine Unterschiede zwischen den Bürgern [...] sie sind äusserst bewaffnet und äusserst frei.» Unsere Obrigkeit weiss schon, warum sie uns entwaffnen will. Auch hier gilt es - nicht mit der Waffe, aber mit dem Stimmzettel - ihr in zwei Jahren dafür die Quittung (auch dafür) zu präsentieren. Antworten
"In der Schweiz sank der Anteil der Suizide mit Schusswaffen zwischen 1998 und 2007 von 30 auf 19 Prozent. Gleichzeitig ging der Anteil der Haushalte mit Schusswaffen von 38 auf 28 Prozent zurück. " Es ist schon bizarr, dass es immer noch Waffennarren gibt, die, trotz dieser erschlagenden empirischen Evidenz, immer noch für die Heimlagerung von Armeewaffen plädieren. Antworten




David Grünenfelder
Ich möchte allen Mitbürgern an dieser Stelle danken, dass sie mir das Vertrauen schenken, eine Waffe zu Hause zu haben. Ich sehe dies als einen wichtigen Bestanteil des Freiheitsgedanken in der Schweiz. Ich respektiere euer Vertrauen. Antworten