Schweiz
Zürich-Bern in zwölf Minuten: Ist der Traum geplatzt?
Aktualisiert am 02.11.2009 41 Kommentare
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In das geplante unterirdisch verkehrende Transportsystem, das die Zentren der Schweiz mit hohen Geschwindigkeiten verbinden sollte, wurden bisher rund elf Millionen Franken investiert, wie die Swissmetro AG schreibt. Davon stammten knapp die Hälfte aus Mitteln des Bundes. 1997 wurde das Konzessionsgesuch für die Strecke Lausanne-Genf beim Bundesamt für Verkehr eingereicht und auf Wunsch des Bundesrates die Machbarkeit für die Strecke Basel-Zürich mitsamt der Anbindung der beiden Flughäfen evaluiert.
Die Verkehrskommissionen des Parlaments standen dem Projekt durchaus positiv gegenüber, und mehrere parlamentarische Vorstösse seien über die Parteigrenzen hinweg unterstützt worden, heisst es. Trotz intensiver Arbeiten sei es der Swissmetro AG jedoch nicht gelungen, die erforderliche weiterführende Unterstützung auf Ebene der Politik und der Wirtschaft zu erlangen. Der Verwaltungsrat sei nach eingehender Analyse zum Schluss gekommen, dass eine Realisierung des Projektes in absehbarer Zeit in der Schweiz nicht machbar sei.
Pro Swissmetro widerspricht
Der Vorstand von Pro Swissmetro teilt die Auffassung des Verwaltungsrates der Swissmetro AG nicht, dass eine Realisierung des Projekts Swissmetro in absehbarer Zeit nicht machbar sei. Im Gegenteil: Der Vorstand von Pro Swissmetro sieht mittelfristig gute Chancen für eine Realisierung des Projekts Swissmetro in der Schweiz.
Bereits heute stosse der Personen- und Güterverkehr auf dem bestehenden Schienennetz an die Kapazitätsgrenzen, heisst es in einer Medienmitteilung von Pro Swissmetro. Das auf Tunnelröhren in geringer Tiefe und von kleinem Querschnitt mit berührungsfreier Magnetschwebetechnik basierende Projekt Swissmetro trage dazu bei, die Kapazitätsengpässe der Bahn auf nachhaltige Weise abzubauen.
Swissmetro beantragt Liquidation
Der Verwaltungsrat der 1992 gegründeten Swissmetro AG beantragt deshalb der ausserordentlichen Generalversammlung vom kommenden 20. November die Liquidation der Gesellschaft. Gleichzeitig sollen die Projektführung und sämtliche Rechte am Projekt wieder an die ETH Lausanne (EPFL) zurückgehen. Sie verfüge auf Grund der bisherigen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten über das nötige technische Knowhow. Eine entsprechende Vereinbarung mit der EPFL sei in Erarbeitung, heisst es.
Das vor rund 30 Jahren erstmals aufgebrachte Konzept Swissmetro basiert auf einer magnetischen Schwebebahn, die in einem Tunnel mit kleinem Durchmesser vollständig unterirdisch und mit Geschwindigkeiten von über 400 Kilometern pro Stunde (km/h) verkehren sollte. Die Reisezeit zwischen Bern und Zürich sollte so auf rund zwölf Minuten gesenkt werden können. (vin/ap)
Erstellt: 02.11.2009, 11:32 Uhr
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41 Kommentare
Die Swissmetro ist ein verkehrspolitischer Unsinn, der nur zusätzlichen Verkehr auslöst und keine Probleme löst. So faszinierend das Projekt technisch auch ist. Wir müssen mit dieser täglichen Pendlerei aufhören und die Arbeitsplätze da haben, wo gewohnt wird. Die Pendlerei schadet der Umwelt, der Wirtschaft und der Gesundheit des Menschen. Die neuen Kommunikationstechnologien sind da! Antworten
Exportschlager? Gröhl! Nicht mal Deutschland will sich so was enorm Teueres leisten. Mal ehrlich: Wollen wir alle von einem Termin zum anderen hetzen und nur noch mit unser Roboter-Dasein in Röhren die nächsten paar Jahre bis zum Burning-Out hin und her stressen? Was an Luftwiederstand etc. an Energie eingespart wird, benötigt der Menschenbeschleuniger mehr Strom wegen der enormen Geschwindigket! Antworten
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.



