Schweiz

Zuviele Akademiker aus dem Ausland?

Aktualisiert am 28.06.2009

Trotz der steigenden Arbeitslosigkeit importiert die Schweiz weiterhin eine hohe Zahl von Akademikern – denn die Schweizer Universitäten bildet zu wenig Leute aus.

Viele ausländische Absolventen: Ehrung der Doktoranden an der Universität Genf.

Viele ausländische Absolventen: Ehrung der Doktoranden an der Universität Genf. (Bild: Keystone)

Von April 2008 bis April 2009 nahm die ständige ausländische Wohnbevölkerung aus den EU- und Efta-Staaten laut Zeitung «Sonntag» um 53000 Personen zu. 57 Prozent der erwebstätigen Einwanderer haben eine universitäre Ausbildung.

Gleichzeitig werde der Zugang an die Mittelschulen in der Schweiz zunehmend beschränkt: Der Kanton Zürich etwa halte die Maturquote mit einem vorgeschrieben Notenschnitt bei den Deutschaufsätzen zur Aufnahmeprüfung zwischen 3,3 und 3,8 bewusst tief. Politiker und Wissenschafter kritisieren diese Beschränkung im Zeitungsbericht: «Eine solche Zulassungsbeschränkung macht keinen Sinn», sagt Daniel Müller-Jentsch vom Think Tank Avenir Suisse.

Die Schweiz nütze das vorhandene Potenzial nicht aus: «Wenn die Schweiz konsequent in die Bildung investieren würde, könnten an den Universitäten mehr eigene Leute ausgebildet werden.» Damit liesse sich auch die Einwanderung entschärfen. (sam)

Erstellt: 28.06.2009, 08:07 Uhr

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