Zweite IT-Firma im Visier der Justiz

Die Seco-Affäre weitet sich aus.

Die IT-Firmen sollen Leistungen verrechnet haben, die sie nie erbracht haben. Symbolbild: Keystone

Die IT-Firmen sollen Leistungen verrechnet haben, die sie nie erbracht haben. Symbolbild: Keystone

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Die Bundesanwaltschaft hat im Zusammenhang mit der Korruptionsaffäre im Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) ein weiteres Strafverfahren eröffnet. Das bestätigte ein Sprecher auf Anfrage. Auch das neue Verfahren wird wegen Verdachts der Bestechung und der Vorteilsgewährung geführt. Bereits seit Ende Januar ermittelt die Bundesanwaltschaft gegen einen ehemaligen Seco-Ressortleiter und zwei ehemalige Kadermitglieder der Fritz & Macziol (Schweiz) AG.

Es ist davon auszugehen, dass sich das neue Verfahren gegen den Inhaber einer zweiten Informatikfirma richtet, die in einem Berner Vorort angesiedelt ist. Der «Bund» berichtete Ende März über die Vorwürfe gegen den Firmenchef. Demnach soll der Seco-Ressortleiter auch zu ihm einen engen persönlichen Kontakt gepflegt haben. Es gibt Hinweise darauf, dass auch er dem Seco zu grosse Leistungen verrechnen konnte. Mehrere Quellen äusserten zudem den Verdacht, der Firmenchef habe dem Ressortleiter ein Auto finanziert oder sich zumindest finanziell daran beteiligt.

Der Firmenchef nahm auf Anfragen nicht Stellung zu den Vorwürfen. Zusammen mit dem Verfahren, das die Zürcher Staatsanwaltschaft führt, stehen seit dem Bekanntwerden der Affäre nun mindestens acht Personen im Visier der Justiz. Neben den bereits erwähnten sind dies ein weiteres ehemaliges F & M-Kadermitglied, zwei Zürcher Beamte und ein Zürcher Treuhänder. (bro)

(Erstellt: 02.05.2014, 07:03 Uhr)

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