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Zweitwohnungsinitiative: Berggemeinden fürchten Baustopp

Aktualisiert am 13.02.2012 49 Kommentare

Die Schweizer Gebirgskantone erteilen der Zweitwohnungsinitiative eine Absage. Die Vorlage fördere nicht wie gewünscht die warmen Betten, sie verhindere sie.

Heiss begehrte Lagen: Zweitwohnungsbau in Suvretta, St. Moritz GR.

Heiss begehrte Lagen: Zweitwohnungsbau in Suvretta, St. Moritz GR.
Bild: Keystone

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Die Regierungskonferenz der Gebirgskantone (RKGK) lehnt die eidgenössische Volksinitiative «Schluss mit uferlosem Bau von Zweitwohnungen» ab. Das Volksbegehren sei überzogen und trage den unterschiedlichen Verhältnissen in den Kantonen keine Rechnung.

Ausserdem untergrabe die Vorlage die Autonomie der Kantone und Gemeinden, heisst es in einer heutigen RKGK-Mitteilung. Abgesehen davon sei die Initiative nicht durchdacht, «weil sie nicht wie eigentlich gewünscht die ‹warmen› Betten fördert, sondern verhindert». Die Initiative kommt am 11. März vors Volk.

In zahlreichen Gemeinden hätte die Initiative einen rigorosen Baustopp zur Folge, schreibt die RKGK weiter. Der bessere Weg sei die Umsetzung des revidierten Raumplanungsgesetzes. Mit diesem seien die zentralen Anliegen der Initiative bereits erfüllt. Ohnehin habe die Grosszahl der Tourismuskantone bereits Quoten oder Kontingente für Zweitwohnungen eingeführt. (mrs/sda)

Erstellt: 13.02.2012, 09:58 Uhr

49

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49 Kommentare

Ralph Geh

13.02.2012, 11:06 Uhr
Melden 92 Empfehlung

Die Berggebiete hatten oft genug Gelegenheit, Missstände beim Zweitwohnungsbau zu korrigieren. Die Problematik ist nicht neu. Bisher wurde keine greifbare Lösung entwickelt, um der ungezügelten Bautätigkeit Einhalt zu gebieten. Und es wird auch keine Lösungen ohne Regelung von ausser geben. Wie auch, wenn Gemeinderäte oftmals auch Bauunternehmer sind. Deshalb klar ja zu dieser Initiative. Antworten


Ratun Regen

13.02.2012, 10:28 Uhr
Melden 90 Empfehlung

Die Politiker in den Gebirgskantonen (insb. Wallis) haben oft enge Beziehungen zu Bauunternehmen - oder besitzen eine solche gleich selbst. Für diese wäre eine Annahme verständlicherweise schlecht. Für die übrige Bergbevölkerung würde ein JA günstigeren Wohnraum und weniger Zerstörung ihrer natürlichen Ressourcen - der Landschaft - mit sich bringen. Antworten



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