Sommaruga tauscht Bundeshaus gegen Baustelle

Im Regen hat die Bundesrätin die Baustelle des Campus Energypolis in Sitten besucht. Worüber sie mit den Arbeitern gesprochen hat.

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SP-Bundesrätin Simonetta Sommaruga hat am Tag der Arbeit Arbeitnehmende auf dem Bau besucht. Sie fuhr nach Sitten und besichtigte die Baustelle des Campus Energypolis. Dabei sprach sie mit Bauarbeitern über deren Arbeitsbedingungen.

Zuvor hatte sie in strömendem Regen zusammen mit den Verantwortlichen und den Arbeitern die Baustelle besichtigt. «Auch das ist die Realität von Arbeit», sagte Sommaruga mit Blick auf das Wetter. Auf der Baustelle des Campus sind derzeit zwischen 40 und 50 Personen verschiedener Nationalitäten beschäftigt, wie Sommarugas Justizdepartement mitteilte.

Gespräche in mehreren Sprachen

In der Schweiz seien fast zwei Drittel der Beschäftigten des Bauhauptgewerbes ausländische Staatsangehörige. Entsprechend war die Zuwanderung eines der Themen in den Gesprächen der Bundesrätin. Diese führte sie in verschiedenen Sprachen, wie ein sda-Korrespondent beobachtete. Mit mehreren Arbeitern sprach sie länger – und ohne weitere Zuhörer.

Dabei interessierte sich Sommaruga laut Mitteilung dafür, welche Möglichkeiten für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ausländischer Herkunft bestehen, Sprachkurse oder berufsbegleitende Ausbildungen zu besuchen. Ziel sei, diese langfristig in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Arbeitslosigkeit über dem Durchschnitt

Im Baugewerbe liege die Arbeitslosigkeit stets über dem Schweizer Durchschnitt. 2015 waren es im Baugewerbe 5,7 Prozent, über alle Branchen hinweg waren es 3,1 Prozent im Jahresschnitt.

Der Campus Energypolis ist ein Projekt für die ETH Lausanne (EPFL) und die Walliser Fachhochschule HES-SO Valais-Wallis. Geplant ist, dass Studierende, Forscher und Lehrende auf Semesterbeginn im August 2020 einziehen. (woz/sda)

Erstellt: 01.05.2017, 16:04 Uhr

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