Österreicher: «Wenn die Schweiz ein AKW baut, ist das eine Kriegserklärung»
Aktualisiert am 14.02.2009 30 Kommentare
Bläst zum Angriff: Fritz Amann.
Der Chef der Freiheitlichen im Vorarlberger Parlament sieht den helvetisch-österreichischen Frieden in Gefahr. Dem ORF sagte er: Sollte die Schweiz neue AKW bauen, käme das einer Kriegserklärung gleich. Dem TA wollte der 59-Jährige seine Aussage nicht weiter erläutern. «Nur so viel: Es ist klar, dass wir jetzt einmal alle politischen und juristischen Möglichkeiten ausschöpfen.»
Zu Amanns Kampf gehört auch die Option, sich mit den Schweizer Umweltverbänden zu verbünden. Diese stellten heute vor den Medien in Bern ihre Strategie zur Verhinderung neuer AKW vor. «Wir sind im Gespräch mit einigen Organisationen», sagt Amann. Auf Antrag seiner Fraktion hat überdies das Landesparlament die Vorarlberger Regierung beauftragt, beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Beschwerde gegen mögliche Schweizer AKW-Pläne einzureichen. Ein populäres Anliegen: Im Vorarlberg gibt es vermutlich nicht einen AKW-Befürworter.
Hierzulande beschäftigen die Vorgänge im Nachbarstaat nur die FDP. Die Partei hat Vorarlberger Politikern kürzlich mitgeteilt: Wenn die Schweiz neue AKW wolle, würden diese gebaut. SVP-Chef Toni Brunner dagegen lässt selbst Amanns Kriegsrhetorik durchgehen: «Sie ist für die Wähler bestimmt. Wir dürfen diesen Populismus nicht überbewerten.» (cav/ta)
Erstellt: 14.02.2009, 06:28 Uhr

































