Lauschangriff: SF entschuldigt sich

Aktualisiert am 21.12.2008

Ueli Haldimann, der Chefredaktor des Schweizer Fernsehens (SF), hat sich nach dem Lauschangriff des SF bei SP-Fraktionschefin Ursula Wyss entschuldigt. Für Ursula Wyss wiegt der Vertrauensmissbrauch zwischen dem Fernsehen und den Parlamentariern schwer.

Unerlaubte Aufnahmen: Mikro am Jackett von SVP-Präsident Toni Brunner.

Unerlaubte Aufnahmen: Mikro am Jackett von SVP-Präsident Toni Brunner. (Bild: Keystone)

Fordert die Löschung der Tonaufnahme: Ursula Wyss.

Fordert die Löschung der Tonaufnahme: Ursula Wyss. (Bild: Keystone)

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Das bestätigt SF-Sprecher David Affentranger gegenüber der Zeitung «Sonntag». Das Schweizer Fernsehen hatte SVP-Präsident Toni Brunner für eine «Reporter»-Sendung ein Mikrophon ans Jacket gesteckt. Ohne Wissen und ohne Einwilligung von SP-Fraktionschefin Wyss wurde so am 10. Dezember ein Gespräch zwischen ihr und Brunner im Ratssaal aufgezeichnet und vergangene Woche ausgestrahlt.

Für Wyss ist die Angelegenheit mit Haldimanns «Sorry» nicht erledigt. Im Gegenteil: «Seine Entschuldigung gegenüber mir ist in dieser Sache irrelevant. Es geht nicht um meine Person, sondern um den Missbrauch des Vertrauens zwischen dem Fernsehen und Parlamentariern», sagt Wyss. Sie verlangt, dass die Aufnahmen sofort gelöscht werden.

Erstellt: 21.12.2008, 06:53 Uhr

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