Modediäten für Kinder

Die Zukunft der Eritrea-Flüchtlinge, eine Beileidsbekundung für das amerikanische Volk und Politiker als Menschen – die Leserbriefe.

«So darf man sich nicht wundern, wenn diätgeplagte Kinder spätestens bei Eintreten der ­Pubertät unter Essstörungen leiden», sagt Gabriella Groppetti, Zürich. Foto: Getty Images

«So darf man sich nicht wundern, wenn diätgeplagte Kinder spätestens bei Eintreten der ­Pubertät unter Essstörungen leiden», sagt Gabriella Groppetti, Zürich. Foto: Getty Images

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«Modediäten machen Kinder krank»
SonntagsZeitung vom 15. Januar 2017

Wenn irregeleitete Erwachsene meinen, sie müssen sich nach speziellen Richtlinien ernähren, so sollen sie es tun. Die Lebensmittelindustrie hat sich schon voll darauf eingestellt und verdient gut damit. Vitamine, Mineralstoffe «ganz ohne» Lebensmittel und Fleischersatzprodukte boomen. Das alles aber auch Kindern zuzumuten, ist schon kriminell. Sie können Schaden fürs ganze Leben davontragen. Dieses Wissen sollte nun wohl angekommen sein und nicht mit dem Argument Tierleid abgeschmettert werden. Tierleid muss anders bekämpft werden. Weniger Fleisch essen, die Haltungsbedingungen von Nutztieren artgerecht gestalten, Zuchtziele ändern, wie zum Beispiel weniger auf Hochleistung bei Kühen. Ingrid Bickel, Altstätten SG

Die Beiträge zu diesen Themen sind ausgezeichnet geschrieben und sehr zutreffend und sorgfältig dokumentiert. Leider werden sie jedoch kaum jemanden, der von diesem Wahn befallen ist, davon abbringen. Bei vielen Betroffenen handelt es sich dabei um eine anhaltende Wahnstörung, eine unkorrigierbare Fehlbeurteilung der Wirklichkeit, an der auch angesichts von gegenteiligen Beweisen mit absoluter subjektiver Gewissheit festgehalten wird. Durch selektive Wahrnehmung werden nur den Wahn verstärkende Informationen akzeptiert. Jeder Gegenbeweis wird ausgeblendet oder als Verschwörung finsterer Mächte abgetan. Objekte dieses Vergiftungswahns sind nicht nur Nahrungsmittel, sondern auch Medikamente und insbesondere Impfungen, die der schlimmsten Nebenwirkungen (Krebs, Autismus, multiple Sklerose, Genschädigungen) verdächtigt werden. Die Folgen sind nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für deren Kinder und die Umwelt, wegen erhöhter Risiken für die Verbreitung von potenziell sehr gefährlichen Krankheiten, potenziell deletär. Veganer und Anhänger anderer bizarrer Diäten verweigern oft auch jede Behandlung durch Medikamente und den Impfschutz für sich und ihre Kinder, was durch die mangelhafte Durchimpfung der Bevölkerung auch andere gefährdet. Werner Brühlmann, Zollikon ZH

«Hipper Lifestyle – gerne, aber bitte lasst damit die Kinder in Ruhe»
SonntagsZeitung vom 15. Januar 2017

Muss man da wirklich warten auf Warnungen oder Verhaltensratschläge von einem Bundesamt? Wie wäre es denn mit dem gesunden Menschenverstand? Es ist doch allerorts bekannt, dass nur eine ausgewogene Ernährung die körperliche Entwicklung eines Kindes positiv beeinflussen kann. Die Weglassdiät (im übertragenen Sinn) empfehle ich eigentlich nur bei dem irrwitzigen Aktivismus, der oftmals bei der Verplanung der Freizeit von Kindern zu beobachten ist. Beatrice Burla Bieri, Schliern BE

«Kinderärzte warnen vor dem Diätenhype»
SonntagsZeitung vom 15. Januar 2017

Dieser Artikel zeigt einmal mehr auf, wie dekadent gewisse Leute geworden sind. Während Kinder hungern – nicht etwa nur in Afrika, sondern in Europa (in den Flüchtlingscamps, in Bulgarien oder Rumänien) –, zwingen Eltern in der Schweiz ihren Kindern abstruse Diäten oder Magerkost auf. Ein normal und gesund ernährtes Kind mit seinem natürlichen Bewegungsdrang weist in der Regel ein seinem Alter angemessenes Gewicht auf. Sogar wenn ab und zu Fast Food oder Süssigkeiten auf dem Speiseplan stehen, geht die Welt nicht unter. Was verboten ist, ist interessant. Und so darf man sich nicht wundern, wenn diätgeplagte Kinder spätestens bei Eintreten der Pubertät unter Essstörungen leiden. Gabriella Groppetti, Zürich

«Politiker sind auch nur Menschen»
SonntagsZeitung vom 15. Januar 2017

«Von Menschen gemachte Probleme können auch von Menschen gelöst werden», habe ich mal gelernt – und so erhoffe ich mir von Ihnen und anderen entsprechend gebildeten Menschen auch Antworten auf meine Frage, wie die Bedingungen für alle Bürger in Krieg führenden und/oder unterentwickelten Ländern wirtschaftlich und politisch in einer Weise verbessert werden können, welche eine Flucht in andere Länder unnötig macht. Es müsste doch irgendwie möglich sein, auch waffenliefernde und machtbesessene Entscheidungsträger in der sogenannten Ersten und Zweiten Welt davon zu überzeugen, dass eine Win-win-Situation für «arme» und «reiche» Länder Wohlstand, Frieden und Nahrung für alle Bewohner dieser Welt bringen wird. Leider war ja die eigentlich dazu verpflichtete UNO wegen des Vetorechts und einer überforderten Organisation bisher nicht in der Lage, die Präambel der Charta zu realisieren – und die Zukunft sieht auch nicht besser aus. Auch am Weltwirtschaftsforum in Davos werden keine Nägel mit Köpfen gemacht. Es ist ein Armutszeugnis für die Intelligenzija dieser Welt, dass noch keine Möglichkeiten gefunden wurden, um die Konflikte auf dieser Welt friedlich – also an Verhandlungstischen – nachhaltig zu lösen. Heinz Zürcher, Winkel ZH

«Trump ist anders – soll man ihm Glück wünschen?»
SonntagsZeitung vom 15. Januar 2017

Wohl eher: viel Glück dem amerikanischen Volk. Trump hat schon zu viel von allem. Elvira Zoppelli, Winterthur ZH

«Hilfe, ich werde virtuell belästigt»
SonntagsZeitung vom 15. Januar 2017

Es ist ganz einfach; wenn man nicht mehr belästigt werden möchte – sich bei Linkedin abmelden und auf die über sechshundert Kontakte verzichten. Damit kann man auch Zeit gewinnen, indem man keine Kommentare mehr liest und sich mit Sinnvollerem beschäftigen kann. Dann wird auch kein Hilferuf an die Abonnenten der SonntagsZeitung mehr nötig sein, weil man das Problem selber anpackt und löst – so wie dem Herrn empfohlen, welcher Vorschläge von der Community für sein Designatelier erfragt. Selber entscheiden, ob und wo man mitmacht oder nicht. Ljiljana von Ziegler, Beinwil am See AG

«Richter streiten über Zukunft von Eritrea-Flüchtlingen»
SonntagsZeitung vom 15. 1. 2017

Sehr zu begrüssen, dass die SonntagsZeitung Licht in die Dunkelheit von Eritrea-Flüchtlingen bringt. Die Medien im Allgemeinen und insbesondere auch die nationale Fernsehanstalt halten sich in ähnlichen Berichterstattungen gänzlich oder zumindest moderat zurück. Als Bürger frage ich mich schon, warum sich gewisse Kreise derart gegen eine Neubeurteilung der Situation in Eritrea verhalten. Bei all jenen Eritreern, mit denen ich sprechen konnte, war der Militärdienst kein Thema. Sie wollen unisono ein besseres Leben mit ihrer abgeschlossenen Ausbildung. Das wird ihnen – im Fall Schweiz – auch rundum in ihren Heimatländern versprochen. Warum eigentlich werden nicht schon längst Signale von Bundesbern ausgesandt, dass illegale Wirtschafts- und Sozialmigranten schon gar nicht über die Landesgrenze kommen dürfen? Dies ging mir letztes Jahr auf dem Bahnhof in Schaffhausen durch den Kopf, als ich die ankommenden rund zwei Dutzend gross gewachsenen Flüchtlinge aus Eritrea sah. Ausgerüstet mit modernsten Smartphones, Ledertaschen, gestylten Frisuren und gut gelaunt. Karl Meier-Zoller, Effretikon ZH

(SonntagsZeitung)

Erstellt: 08.02.2017, 11:20 Uhr

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