«Autokrat Erdogan spielt sein unappetitliches Spiel»

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Jubelauftritt des AKP-Politikers Hursit Yldirim am Freitag, 10. März 2017, in Opfikon ZH. Foto: Getty Images

Jubelauftritt des AKP-Politikers Hursit Yldirim am Freitag, 10. März 2017, in Opfikon ZH. Foto: Getty Images

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«AKP-Vize weibelte in Kirchensaal für Erdogan»
SonntagsZeitung vom 12. März 2017

Präsident und Autokrat Erdogan spielt aktuell sein unappetitliches Spiel mit halb Europa. Die Tür zur verhängnisvollen Politik haben die Europäer jedoch bereits vor einem Jahr mit dem abgeschlossenen Flüchtlingsdeal aufgemacht. Die «Drecksarbeit» lässt sich Erdogan nicht «nur» mit Geld bezahlen, er hat sich quasi eine Freikarte für die Demontage der Demokratie in der Türkei erkauft. Dieses miese Spiel will Erdogan dreisterweise nun auch noch auf europäischem Boden ausfechten. Das Dilemma für die europäischen Staaten ist perfekt. Die Optionen reichen von Verlieren zu Verlieren. Noch bleibt die Hoffnung, dass sich die türkischen Stimmbürger einen Rest der Demokratie erhalten und Erdogans Verfassungsreferendum zurück an den Absender schicken. Es wäre ein kleiner Lichtblick in diesem miesen Spiel auf dem Rücken der Menschenrechte und des türkischen Rechtsstaates. Pascal Merz, Sursee LU

Rechtsstaatlich unerhört, was sich die Türkei in der Schweiz leistet, und deren Landleute bedroht, bespitzelt und in Angst und Schrecken versetzt. Erdogan hat letzthin Rechtshilfe von der Schweiz für Beleidigungen des türkischen Staatsoberhaupts verlangt. Sein Aushebeln des Rechtsstaates und die Abschaffung der Demokratie greift nun auch in die Schweiz. Fakt ist, dass das türkische Religionsministerium hierzulande Moscheen und Salafistenkreise finanziert. Die türkische Regierung hat dazu eine E-Mail-Adresse in der Schweiz eingerichtet, und über die Union Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD) mit Sitz in Spreitenbach AG wird diese türkische Innenpolitik in die Schweiz importiert. Das Religionsministerium und das Amt für Auslandtürken UETD, eine staatliche Behörde, ist direkt dem Ministerpräsidenten unterstellt und finanziert diffuse und intransparente Projekte islamistischen und politischen Inhalts. Es ist angebrachter, Strafanzeige gegen das türkische Religionsministerium wegen Verletzung schweizerischer Hoheitsinteressen gemäss Art. 271 und 272 StGB einzureichen, statt dass sich der Bund mit der Zürcher Regierung wegen des Politpropagandabesuchs des türkischen Aussenministers in Kloten spaltet. Gut, dass wenigstens die Hoteldirektion diesen unsäglichen Auftritt verhindert hat. Es sind die Auslandtürken, die das Abstimmungsergebnis von Erdogans Präsidialdiktatur bestimmen. Im Übrigen verbietet das türkische Wahlgesetz in Artikel 94/A, dass im Ausland und in Vertretungen im Ausland Wahlkampf betrieben werden darf. Ist der Bundesrat in der Lage, dieses Gesetz richtig zu interpretieren und anzuwenden? Roger E. Schärer, Feldmeilen ZH Eine Frechheit das Ganze. Da wurde denen verboten, in der Schweiz aufzutreten, und was macht der Verein? Sie organisieren hintenrum eine Veranstaltung im Geheimen. Journalisten waren ja keine eingeladen, weil sie angeblich unter sich sein wollten. Wenn sie schon unter sich sein wollen, dann bitte in ihrem Land. Wenn unsereins in die Türkei reisen würde und für die Schweiz und ihre Werte Werbung machen würde, wir wären schnurstracks hinter Schloss und Riegel. Aber bei uns kann man das ja machen. Darum sollten wir diesen Leuten die Stirn bieten, und vor allem soll die türkische Regierung mal vor der eigenen Haustür wischen. Gerade zum Thema PKK! Aber ob da ein Besen reichen würde zum Kehren? Ich hab da meine Zweifel! Daniel Zollinger, Uster ZH

«Schweizer Firma liefert Waffenteile an die türkische Armee»
SonntagsZeitung vom 12. März 2017

Jeder Zeitungsleser weiss, dass die Türkei im Krieg gegen die Kurden steht und Krieg in Syrien führt. Trotzdem werden der türkischen Armee von der Schweiz Waffenteile verkauft. Ein guter Kunde der Rüstungsindustrie ist auch Saudi­arabien, das im Jemen Krieg führt. Auch Pakistan ist ein guter Abnehmer der Schweizer Rüstungsindustrie. Nach der Kriegsmaterial­verordnung dürfte kein Kriegsmaterial in Staaten geliefert werden, die in Kriege verwickelt sind. Aber Bern ist das doch egal. Die Devise bei Waffenexporten lautet: Legal oder illegal ist doch egal. Nur der kleine Mann der ­seinen ­rostigen Karabiner ins ­Ausland verkauft, kommt an die Kasse. Heinrich Frei, Zürich

«Nur Irland und Korea sind knausriger»
SonntagsZeitung vom 12. März 2017

Das überrascht mich nicht, wenn ich sehe, was in unserer Gesellschaft abgeht. Kaum kann Junior gehen und ein wenig sprechen, erhält er ein Smartphone. Er/sie leben von nun an in der digitalen, künstlichen Welt, wo nur der schnellste Finger zählt. Abkürzungen sind alles, was man zur Kommunikation braucht. Dazu kommt, dass diese aus mehreren Sprachen zusammengewürfelt werden. Alles was man wissen will, wenn überhaupt, ist auf Knopfdruck erhältlich. Grundkenntnisse im Lesen reichen vollends. Bücherlesen ist uncool! Auch hat man dazu gar keine Zeit. Man muss permanent online sein und sofort jede SMS beantworten. Wen wunderts also? Abgesehen davon ist beim Bund, und den Kantonen Sparen angesagt. Überall ausser in der Landwirtschaft, wo das Geld per Giesskannensystem meistens bei den Falschen landet. Mark Gasche, Kirchberg ZH

Erschreckend ist nicht nur, dass ­jedes 10. Kind aus einer risiko­behafteten Familie scheitert, sondern, dass wir auf dasselbe Niveau von Korea und Irland gestellt ­werden. Die Schweiz, eines der reichsten Länder der Welt, knausert im Bildungswesen. Es fehlt an Bürgern, die rebellieren, sich lautstark zu Wort melden und den ewigen kompromissbereiten Parteien einen Strich durch die Rechnung machen! Susanne Geser, Biel BE

«Weg mit den keifenden Eltern und unsportlichen Trainern»
SonntagsZeitung vom 12. März 2017

Als wir als Kinder Fussball spielten, galt die Regel: drei Corner = ein Penalty. Ich schlage vor, eine ähnliche Regel für den Erwachsenenfussball einzuführen: Nach zehn Fouls gegen eine Mannschaft folgt ein zusätzlicher Penalty, direkt im ­Anschluss an das zehnte Foul. Nach den fünf nächsten Fouls folgt ein weiterer Penalty, nach drei ­weiteren der nächste. Ich bin sicher, diese Regel würde rasch ihre Wirkung erzielen. Curdin Epprecht, Steinhausen ZG

«Der Dolder-Besitzer und die geheime Galerie»
SonntagsZeitung vom 12. März 2017

Ich bedanke mich für diesen sehr informativen Bericht, welcher ein Licht auf die Machenschaften des Herrn Schwarzenbach wirft. Die mehrwertsteuerfreie Einfuhr von Kunstwerken ist in der Publikation 52.22 Einfuhrsteuer auf Kunstwerke Ausgabe 2012 der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) abgehandelt. Ich nehme an, die konfiszierten Gegenstände werden nun daraufhin überprüft, ob es sich effektiv um definierte Kunstwerke der vorerwähnten Publikation handelt. Daneben ist es sicherlich prüfenswert, wie Herr Schwarzenbach überhaupt zu seinem Vermögen gekommen ist. Da gibt es nur Gerüchte , er hätte mal vor 30 Jahren gegen den Dollar und das englische Pfund gewettet und auf einen Schlag 400 Millionen Schweizer Franken verdient.Nochmals herzlichen Dank für diese Recherchen ,und verfolgen Sie das bitte weiter. Ich vermute dies ist nur die Spitze des Eisberges. Christoph Mayer, Wetzikon ZH

«Sicher ist nur die Rentensenkung»
SonntagsZeitung vom 12. März 2017

Trapattoni, der Ex-Trainer von Bayern München, würde sagen, Flasche leer. Obwohl ich schon Rentner bin, rege ich mich über die Arbeitgeber von Post und Bahn auf. Viele Briefträger beklagen sich schon lange, wie mit ihnen um­gegangen wird. Man könnte auch den Beitrag für die Pensionskasse aufseiten des Arbeitgebers und Arbeitnehmers ein wenig erhöhen ,und allen würde es besser gehen. Leider ist der Fahrstuhl nach unten nicht besetzt. Diego Persenico, Birsfelden BL

Auf Seite 37 publizieren Sie unter dem Titel «Sicher ist nur die Rentensenkung» eine Tabelle mit den Umwandlungssätzen verschiedenster Pensionskassen für einen 65-Jährigen. Diese Umwandlungssätze sind nicht wirklich aussagekräftig, weil das Verhältnis «Obligatorium–Überobligatorium» fehlt. Für eine(n) Angestellte(n), die/der in nächster Zeit pensioniert wird, aber eine Rente ausschliesslich aus dem obligatorischen Teil beziehen wird, gelten ja nach wie vor die 6,8 Prozent. Hans-Ulrich Müller, Ennetbürgen NW

(SonntagsZeitung)

Erstellt: 18.03.2017, 13:19 Uhr

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