Sport

Aktivisten attackieren Milan-Goalie im Training in Zürich

Von Florian A. Lehmann. Aktualisiert am 02.10.2008 25 Kommentare

Nicht alle haben Freude, dass die grosse AC Milan Zürich ihre Aufwartung macht. Ein Plakat attackierte Goalie Christian Abbiati und erinnerte im Stadion an die Opfer des Faschismus.

Roman Weber

Als die Milan-Stars ihre Gelenke und Muskeln im Abschlusstraining lockerten und sich mit dem Arbeitsobjekt namens Ball abgaben, streiften ihre Blicke kaum in die Ränge des Zürcher Stadions. Am Mittwochabend waren nur Medienvertreter zugelassen, dennoch schafften es Personen, ein Plakat im Stadion aufzuhängen. «Zürich gedenkt den Opfern des Faschismus.» Und: «Abbiati, Bastard» stand auf Italienisch auf dem Spruchband geschrieben. Dieses wurde relativ schnell von Sicherheitsleuten entfernt.

Die Worte von Abbiati

Der Grund für diesen Akt war der verbale Fehlpass von Milans Torhüter Christian Abbiati, der am Vorabend des Mailänder Derbys mit den Worten aufhorchen liess: «Der Faschismus stellte Ordnung her und garantierte die Sicherheit der Bürger.» Nur die Rassengesetze und das Bündnis mit Hitler hätten ihm nicht so richtig gefallen. «Bei den letzten Wahlen habe ich die Rechte gewählt.»

Abbiati wurde in der Folge weder von der Liga noch von der Klubführung gemassregelt. Von Milan kam bloss der Kommentar: «Der Faschismus ist doch vorbei.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 02.10.2008, 14:11 Uhr

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25 Kommentare

Pizza Funghi

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Jaja, der gute Abbiati beschönigt den Faschismus in den Medien (was er ja darf), und niemand sieht sich gezwungen das zu kommentieren (was dringend nötig wäre). Ein präzises (und eigentlich relativ harmloses) Transparent hingegen muss so schnell wie möglich abgehängt werden... Antworten


Human Right

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Herzlichen Dank an die Aktivisten! Finde die Aktion lobenswert - wer extreme politische Richtungen unterstützt, hat von der Geschichte nichts gelernt - nein, er verleugnet sie sogar damit - oder noch tragischer, er versteht sie schlicht weg nicht. Sportler sollten sich nicht über Politik äussern, kommt leider meist nicht gut raus. Antworten



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