Lions erzwingen siebentes Spiel
Das Team von Sean Simpson feierte mit 6:2 seinen ersten Heimsieg in dieser Viertelfinal-Serie und glich zum 3:3 aus.
Damit kommt es am Dienstag in Zug zum Showdown. Die Lions verspielten zwar ein 2:0, doch 42 Sekunden vor dem Ende des zweiten Drittels brachte Adrian Wichser - kurz nach Ablauf einer Strafe gegen den Zuger Goalie Jussi Markkanen - den ZSC erneut in Führung. Dabei beanspruchten die Gastgeber auch etwas Glück, denn der Puck kam nach einem Schuss von Radoslav Suchy via EVZ-Verteidiger Patrick Fischer zu Wichser. Das Tor fiel entgegen dem Spielverlauf, denn zuvor waren die Zentralschweizer ihrem dritten Treffer näher gestanden. Sie scheiterten jedoch immer wieder am überragenden ZSC-Keeper Ari Sulander, der das finnische Duell gegen Markkanen wie bereits beim 6:1 am Donnerstag in Zug deutlich für sich entschied.
Die Lions nahmen den Schwung des 3:2 vor 9963 Zuschauern im Hallenstadion ins letzte Drittel mit und erhöhten den Vorsprung innerhalb von 3:59 Minuten auf 6:2. Zweimal traf Alexej Krutow (43./47.), wobei bei beiden Toren Patrick Fischer schlecht aussah - der Zuger avancierte damit zur tragischen Figur des Abends. Für das 5:2 (44.) zeichnete der 40-jährige Jan Alston verantwortlich, der in der 8. Minute das Skore eröffnet hatte.
Der ZSC legte im ersten Drittel verdient zwei Tore vor. Das 2:0 schoss Philippe Schelling (16.). Der Verteidiger, der wegen einer Kreuzband- und Meniskus-Verletzung erst seine zwölfte Partie in dieser Saison bestritt, erzielte seinen ersten Treffer in der NLA. Dass die Zuger noch in den ersten 20 Minuten zurück ins Spiel fanden, lag in erster Linie an den Lions. Zuerst sah ZSC-Verteidiger Patrick Geering gegen Dale McTavish (18.) "alt" aus. 59 Sekunden später glich Corsin Camichel in Unterzahl nach Fehlern von Sulander und Mathias Seger aus.
In der 59. Minute spielten sich noch unschöne Szenen ab. Der Zuger Verteidiger Wesley Snell, der für seinen rauhen Stil bekannt ist, "rächte" sich mit einem bösen Foul an Krutow. Diese unnötige Aktion dürfte ein Nachspiel in Form von Sperren haben.
ZSC Lions - Zug 6:2 (2:2, 1:0, 3:0).
Hallenstadion. - 9963 Zuschauer. - SR Reiber/Stalder, Wehrli/Wirth. - Tore: 8. Alston (Micheli) 1:0. 16. Schelling (Grauwiler) 2:0. 18. McTavish (Dupont, Ruefenacht/Ausschlüsse Pascal Müller; Patrick Fischer II) 2:1. 19. Corsin Camichel (Ausschluss Patrick Fischer II!) 2:2. 40. (39:18) Adrian Wichser (Suchy, Monnet) 3:2. 43. (42:12) Krutow (Down, Patrik Bärtschi) 4:2. 44. (43:12) Alston (Suchy) 5:2. 47. Krutow 6:2. - Strafen: 11mal 2 plus 10 Minuten (Pascal Müller) gegen ZSC Lions, 10mal 2 plus 5 (Snell) plus 10 Minuten (Ruefenacht) plus Spieldauer (Snell) gegen Zug. - PostFinance-Topskorer: Patrik Bärtschi; Holden.
ZSC Lions: Sulander; Reist, Suchy; Seger, Daniel Schnyder; Schelling, Geering; Pascal Müller; Down, Patrik Bärtschi, Krutow; Bastl, Alston, Bühler; Gardner, Adrian Wichser, Monnet; Grauwiler, Pittis, Micheli.
Zug: Markkanen; Dupont, Snell; Diaz, Kress; Patrick Fischer II; Blaser; Björn Christen, Oppliger, McTavish; Damien Brunner, Holden, Fabian Schnyder; Ruefenacht, Duri Camichel, Corsin Camichel; Di Pietro, Steinmann, Fabian Lüthi.
Bemerkungen: ZSC Lions ohne Sejna, Trudel und Schommer (alle verletzt). Zug ohne Boumedienne (überzähliger Ausländer). Lattenschüsse: 14. Alston, 19. Patrik Bärtschi. - Timeout ZSC (32:09).
Erstellt: 20.03.2010, 22:27 Uhr


