Sport

FCZ in sechs Minuten geschlagen

Von Oliver Thommen. Aktualisiert am 23.07.2011

Der FC Zürich verlor trotz einer 2:0-Führung sein erstes Heimspiel der Saison 2011/2012 gegen Servette Genf mit 2:3.

1/5 Umkämpftes Spiel in der ersten Halbzeit: Der Zürcher Alexander Alphonse gegen den Genfer Lionel Pizzinat.
Bild: Keystone

   

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Zürich - Servette 2:3 (0:0)

Letzigrund. - 9200 Zuschauer. - SR Carrell.

Tore:
61. Djuric (Philippe Koch) 1:0. 68. Mehmedi (Djuric) 2:0. 70. Karanovic (Nater) 2:1. 72. Karanovic (De Azevedo) 2:2. 76. Baumann (Freistoss Ruefli) 2:3.

Zürich: Leoni; Philippe Koch, Barmettler (81. Drmic), Teixeira, Rodriguez; Schönbächler (75. Nikci), Aegerter, Margairaz (77. Kukuruzovic), Djuric; Mehmedi, Alphonse.

Servette: Gonzalez; Ruefli, Baumann, Schneider, Schlauri (37. Moubandje); Pizzinat (63. Karanovic); Vitkieviez, Kouassi, Nater, De Azevedo; Esteban (46. Eudis).

Bemerkungen: Zürich ohne Magnin, Beda, Chermiti, Zouaghi und Chikhaoui (alle verletzt), Servette ohne Routis (verletzt). Verwarnung: 31. Baumann (Foul).

Super League

36. Runde

23.05.Basel - Young Boys1 : 2
23.05.Lausanne - Grasshoppers2 : 1
23.05.Sion - Luzern1 : 3
23.05.Thun - FC Zürich2 : 4
Stand: 23.05.2012 22:10

Rangliste

NameSpSUNG:EP
1.Basel34228478:3374
2.Luzern341412846:3254
3.Young Boys341312952:3851
4.Servette341461445:5348
5.Thun3411101338:4143
6.FC Zürich341181543:4441
7.Lausanne34862029:6130
8.Grasshoppers34752232:6626
9.Sion341581140:3517
10.Xamax1875622:220
Stand: 23.05.2012 22:13

Korrektur-Hinweis

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Der FC Zürich verlor auch sein zweites Spiel in der neuen Saison. Dusan Djuric (61.) und Admir Mehmedi (68.) schossen die Zürcher zwar in Front. Danach wendete Servette Genf aber das Blatt. Dank einem Doppelschlag von Goran Karanovic (70. und 72.) und dem Kopftor von Patrik Baumann (76.) sicherten sich die Genfer den ersten Sieg in der Super League seit Dezember 2004.

«Schlechte erste Halbzeit»

Beide Teams begannen die erste Halbzeit engagiert, ohne dass aber Gefahr entstanden wäre vor den beiden Toren. Servette konnte sich sogar vor 9200 Zuschauer im Letzigrund eine leichte Feldüberlegenheit erarbeiten. Und dies trotz der verletzungsbedingten Auswechslung von Christian Schlauri in der 37. Minute. Urs Fischer fällte nach dem Spiel gegenüber «Teleclub» denn auch ein klares Verdikt: «Es war eine schlechte erste Halbzeit ohne Emotionen.»

Gegen Ende der ersten Halbzeit aber fingen sich die Zürcher und kamen besser ins Spiel. Kurz vor dem Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Damien Carrel hatte der FCZ auch die beste Chance. Mehmedi setzte sich auf der linken Aussenbahn durch und spielte den Ball in die Mitte. Xavier Margairaz scheiterte aber aus kurzer Distanz an dem starken Genfer Torwart David Gonzalez.

Fünf Tore in fünfzehn Minuten

Urs Fischer schien in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben. Nach dem Seitenwechsel spielte der FCZ eindeutig besser auf. Das zuvor solide defensive Mittelfeld Servettes um Lionel Pizzinat und Laglais Xavier Kouassi wurde nun von den Zürchern immer wieder ausgespielt. Mit einem herrlichen Scherenschlag nach einer Flanke von Philippe Koch brachte Dusan Djouric den FCZ schliesslich in der 61. Minute in Führung.

Kurz darauf verpasste Alexandre Alphonse das 2:0. Die Zürcher blieben weiter am Drücker und Admir Mehmedi erhöhte das Score nur sieben Minuten nach dem 1:0. Dusan Djuric hatte einen Freistoss präzise auf den U21-Internationalen geschlagen, der ohne Probleme per Kopf das 2:0 erzielte.

Genfer Reaktion

Servettes Trainer João Alves stellte seine Mannschaft nun endgültig um. Die Genfer agierten mit drei Stürmern. Der eingewechselte Goran Karanovic schoss in der 70. Minute den Anschlusstreffer. Vitkieviez hatte seinen Sturmkollegen mit einem Heber mustergültig in Szene gesetzt. Keine zwei Minuten später bediente de Azevedo den 23-jährigen Schweizer und dieser liess FCZ-Goalie Johnny Leonie erneut keine Chance.

Zürich war endgültig geschockt und liess sich auch ein drittes Mal von der Genfer Offensive erwischen. Vincent Rüflis Zuspiel verwertete Patrik Baumann mit dem Kopf zum 3:2. Der FCZ drückte zwar in der Folge noch auf den Ausgleich, doch der Genfer Torwart Gonzalez war nicht mehr zu bezwingen.

«Charakter gefragt»

Zürich verlor schliesslich mit 2:3. Urs Fischer wollte nach dem Spiel – um nichts Falsches zu sagen – erst die Videoanalyse abwarten. Gestand aber gegenüber «Teleclub» ein: «Es tut weh heute, aber jetzt ist Charakter gefragt. Wir müssen nun in Lüttich unseren Mann stehen.» Am Mittwoch spielt die Equipe von Fischer in der Champions-League-Qualifikation gegen Standard Lüttich.

Doppeltorschütze Goran Karanovic freute sich und glaubte, «schlussendlich haben wir mit der Aufholjagd den Sieg verdient». Und sah sich zufrieden nach der kalten Dusche der Vorwoche gegen den FC Thun. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 23.07.2011, 21:07 Uhr

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