Effizienter FC Basel entführt Punkt aus Zürich
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- Aarau nutzt zahlenmässige Überlegenheit nicht
- Abdi aus FCZ-Kader gestrichen
- 2:2 zwischen Zürich und Basel
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Zürich - Basel 2:2 (0:0)
Letzigrund. - 14'300 Zuschauer. - SR Bertolini. - Tore: 53. Tico 1:0. 61. Huggel 1:1. 63. Stocker 1:2. 86. Gajic 2:2.
Zürich: Leoni; Stahel (86. Nikci), Barmettler, Rochat, Koch (86. Gajic); Aegerter, Tico; Vonlanthen (69. Mehmedi), Margairaz, Djuric; Alphonse.
Basel: Colomba; Inkoom, Huggel, Cabral, Chipperfield; Gelabert; Shaqiri (75. Ferati), Da Silva (34. Safari), Stocker (85. Unal); Frei, Streller.
Bemerkungen: Zürich ohne Tihinen (gesperrt) sowie Chikhaoui und Hassli (beide verletzt), Abdi (nicht im Aufgebot), Basel ohne Cagdas (gesperrt) sowie Costanzo, Abraham, Carlitos, Marque und Schürpf (alle verletzt). Roger Federer auf der Tribüne. Verwarnung: 65. Colomba (Reklamieren).
Super League
| Datum | Spiel | Resultat | |
|---|---|---|---|
| 16.05.10 | Bellinzona - Aarau | 1:2(0:2) | |
| 16.05.10 | GC - Luzern | 0:1(0:1) | |
| 16.05.10 | Xamax - FCZ | 3:3(0:2) | |
| 16.05.10 | Sion - St. Gallen | 5:1(3:0) | |
| 16.05.10 | YB - Basel | 0:2(0:1) | |
| R | Mannschaft | Sp | S | U | N | Tvh | P | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Basel | 36 | 25 | 5 | 6 | 90:46 | 80 | |
| 2. | YB | 36 | 25 | 2 | 9 | 78:47 | 77 | |
| 3. | GC | 36 | 21 | 2 | 13 | 65:43 | 65 | |
| 4. | Luzern | 36 | 17 | 7 | 12 | 66:55 | 58 | |
| 5. | Sion | 36 | 14 | 9 | 13 | 63:57 | 51 | |
| 6. | St. Gallen | 36 | 13 | 7 | 16 | 53:56 | 46 | |
| 7. | FCZ | 36 | 12 | 9 | 15 | 55:58 | 45 | |
| 8. | Xamax | 36 | 11 | 8 | 17 | 55:57 | 41 | |
| 9. | Bellinzona | 36 | 7 | 4 | 25 | 42:92 | 25 | |
| 10. | Aarau | 36 | 6 | 5 | 25 | 32:88 | 23 | |
Super League
36. Runde
| 23.05. | Basel - Young Boys | 1 : 2 |
| 23.05. | Lausanne - Grasshoppers | 2 : 1 |
| 23.05. | Sion - Luzern | 1 : 3 |
| 23.05. | Thun - FC Zürich | 2 : 4 |
Rangliste
| Name | Sp | S | U | N | G:E | P | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Basel | 34 | 22 | 8 | 4 | 78:33 | 74 |
| 2. | Luzern | 34 | 14 | 12 | 8 | 46:32 | 54 |
| 3. | Young Boys | 34 | 13 | 12 | 9 | 52:38 | 51 |
| 4. | Servette | 34 | 14 | 6 | 14 | 45:53 | 48 |
| 5. | Thun | 34 | 11 | 10 | 13 | 38:41 | 43 |
| 6. | FC Zürich | 34 | 11 | 8 | 15 | 43:44 | 41 |
| 7. | Lausanne | 34 | 8 | 6 | 20 | 29:61 | 30 |
| 8. | Grasshoppers | 34 | 7 | 5 | 22 | 32:66 | 26 |
| 9. | Sion | 34 | 15 | 8 | 11 | 40:35 | 17 |
| 10. | Xamax | 18 | 7 | 5 | 6 | 22:22 | 0 |
Am Schluss flogen die Bälle nicht im Minuten-, sondern fast im Sekundentakt durch den Basler Strafraum. Alexandre Alphonse scheiterte mehrmals, der wie Gajic ebenfalls spät eingetretene Admir Mehmedi traf das Tor ebenfalls nicht. Und als Gajic mit hartem Schuss von der Strafraumgrenze nach einem zu kurz abgewehrten Corner der verdiente Ausgleich doch noch gelungen war, rannte der FCZ weiter. Er wollte diesen Sieg, wollte den FC Basel erstmals seit November 2009 besiegen. Doch es blieb beim Wunsch. Massimo Colomba faustete Dusan Djurics Schuss in der Nachspielzeit mit grossartiger Parade zum Corner.
So wussten am Ende beide nicht, ob sie sich über das Remis wegen des späten 2:2 freuen bzw. ärgern sollten oder ob sie sich wegen der vielen vergebenen FCZ-Chancen doch ärgern oder freuen sollten. Ähnliches hatten sie schon Anfang August nach dem 1:1 in Basel empfunden. Damals war dem FCB ein Tor in der 90. Minute gelungen, nachdem der FCZ nur wenige Minuten zuvor in Führung gegangen war.
Für den FCZ ist ein Punkt nicht genug
Nüchtern betrachtet war der Punkt wohl für den FCZ zu wenig. Er kommt dadurch in diesem zweiten Viertel der Meisterschaft weiterhin nicht vom Fleck. Im fünften Spiel der Rückrunde blieb er zum vierten Mal ohne Sieg. Er kommt der Spitze nicht näher, heute Donnerstag vergrössert sich der Rückstand auf Leader YB (in Bellinzona) womöglich auf 15 Punkte; der Abstand zum FC Basel beträgt weiterhin sechs Zähler.
Für die Zürcher Gefühlswelt war es letztlich aber auch deshalb eher eine gefühlte Niederlage, weil der FCZ selten in den letzten Jahren gegen den Erzrivalen überlegener gewesen war. Doch am Schluss steht weiterhin die Feststellung: Der FCZ kann gegen den FCB nicht gewinnen.
Dem FC Basel, der dank neun Siegen in zehn Spielen mit breiter Brust nach Zürich gereist war, reichten in der neusten Auflage des Klassikers im Schweizer Fussball zwei Minuten zur Kurskorrektur und zu den beiden Toren, welche die imposante Serie von nun 13 Pflichtspielen ohne Niederlage gegen den Meister retteten. Bis zum 0:1 von «Tico» Okonkwo (53.) hatte der FC Basel auf dem Letzigrund auch mitgespielt, ohne aber grösseres Interesse an Initiative und Spektakel zu zeigen. Er war offensichtlich nach Zürich gekommen, um einen Punkt zu holen. «Vor dem Spiel hätte ich für ein Remis unterschrieben», gab Fink hinterher zu.
Basler Doppelschlag als Reaktion
Doch in Rückstand war der Basler plötzlich Stolz angekratzt. Jetzt brachte der FCB ein geordnetes Mass an Aggressivität ins Spiel und so schnell er sich in die Partie biss, so rasch kehrte er sie auch. Benjamin Huggel, der Innenverteidiger ad interim, tauchte plötzlich am gegnerischen Strafraum auf und traf nach einem geschickten Rückpass von Scott Chipperfield von der 16er-Linie haargenau unter die Latte zum 1:1 (61.). Und noch bevor der Jubel bei den Gästen richtig verhallt war, schlugen sie nochmals zu. Alex Frei zirkelte einen Freistoss in die Mitte, wo Valentin Stocker dem lethargischen Silvan Aegerter entwischte und den Ball mit dem Kopf ins Tor lenkte (63.).
Am Ende hatte der FC Basel mit wenig offensiven Akzenten dieses Remis geholt. Doch dass ihm nicht eine ähnlich spektakuläre Leistung gelang wie zuletzt in Luzern oder ein vergleichbar souveräner Auftritt wie in der Vorwoche in Sofia hatte seine Gründe. Thorsten Fink war gezwungen, mehrere Wechsel vorzunehmen (Bernard Challandes tat dies freiwillig). Die Innenverteidiger David Abraham und Cagdas Atan, die mit ihrer vorzüglichen Leistungen zuletzt die solide Basis für den Basler Aufschwung gebildete hatten, fehlten wegen Verletzung (Abraham) und Sperre.
Und kaum hatte das Spiel begonnen, war Fink erneut gezwungen Änderungen vorzunehmen. Da Silva fiel verletzt aus, was eine Rochade von Chipperfield und dem eingewechselten Safari zur Folge hatte. Es war also viel Ungemach über den FCB eingebrochen. Mit Effizienz, Glück und Goalie Colomba stemmte er sich aber doch erfolgreich gegen eine Niederlage beim Schweizer Meister. Er bleibt in der Super League seit Ende August ohne Nuller. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 29.10.2009, 09:02 Uhr




