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Magnins langfristiger FCZ-Vertrag – Tihinen vor Rücktritt

Von Peter Bühler und Ueli Kägi. Aktualisiert am 02.12.2009 19 Kommentare

Der Meister wird im Winter Ludovic Magnin verpflichten und ihn nach der Karriere wohl als Trainer einsetzen.

Ludovic Magnin: Der 30-Jährige kann den  VfB Stuttgart ablösefrei verlassen.

Ludovic Magnin: Der 30-Jährige kann den VfB Stuttgart ablösefrei verlassen.
Bild: Keystone

Bernard Challandes ist normalerweise ein temperamentvoller Gesprächspartner. Der Trainer des FCZ liebt es, über Fussball zu debattieren. Am gestrigen Dienstag gibt er sich aber eher wortkarg zu einer Meldung, die der «Blick» verbreitet. Das Boulevardblatt kündigt den Wechsel des Linksverteidigers Ludovic Magnin in der Winterpause vom VfB Stuttgart zum FCZ an.

Also die konkrete Frage an Challandes: Kommt Magnin? Der Trainer windet sich, er mag nicht dementieren, aber auch nicht bestätigen. Er sagt nur: «Magnin ist ein Thema, aber unterschrieben ist nichts.» Und dann fügt er noch an: «Ich wäre dumm, wenn ich eine mögliche Verpflichtung eines aktuellen Schweizer Nationalspielers ablehnen würde.» Für weitere Auskünfte möge man sich bitte an Sportchef Fredy Bickel wenden.

«Magnin zum FCZ?», fragt Bickel mit einem Lächeln auf den Lippen zurück. Dieser Transfer habe im Moment für ihn keine Priorität. Der Klub habe am Wochenende den Vertrag mit Talent Philippe Koch bis 2014 verlängert; und im Augenblick stehe er wegen Vertragsverlängerungen in intensiven Verhandlungen mit Johan Vonlanthen und Ricardo Rodriguez. Der FCZ will den Nationalstürmer Vonlanthen, der von Salzburg nur ausgeliehen ist, sowie den U-17-Weltmeister Rodriguez längerfristig an sich binden. Zu Magnin sagt Bickel nur: «Ein sehr interessanter Spieler . . .»

Das ist besonders der Fall, wenn man die Bedingungen kennt, unter denen Magnin von Stuttgart weggehen kann. Er kann den VfB trotz Vertrag bis Sommer 2010 ablösefrei verlassen, wenn er in die Schweiz wechselt. Vom VfB ist bekannt, dass er dem FCZ die Erlaubnis erteilt hat, mit Magnin in Verhandlungen einzutreten.

Tihinen vor dem Rücktritt

Bickel lässt sich nach wiederholtem Nachfragen doch noch ein Statement entlocken: «Ein Spieler wie Magnin könnte dem FCZ und seinen vielen harmoniebedürftigen Spielern guttun. Er kann laut, fordernd und unbequem sein und Feuer in ein Team bringen.» Tatsächlich sind gemäss gut informierter Stuttgarter Quelle die Vertragsgespräche bereits weit fortgeschritten. Offenbar hat Magnin mit dem FCZ einen Vertrag als Spieler bis 2012 oder 2013 ausgehandelt. Danach möchte er seine Karriere im Fussball als (Nachwuchs-)Trainer fortsetzen - der FCZ soll ihm eine Stelle zusichern.

Challandes hat in den vergangenen Wochen nie einen Hehl daraus gemacht, dass er sich einen bestandenen Spieler für die Verteidigung wünscht. Der Hintergrund: Captain und Abwehrchef Hannu Tihinen wird im Juli 34-jährig, er wird seine Karriere am Saisonende höchstwahrscheinlich beenden und in seine Heimat Finnland zurückkehren. Und Alain Rochat spielt derzeit mit einem gewissen Widerwillen auf der linken Abwehrflanke, er würde einen Platz in der Innenverteidigung vorziehen. Die Viererkette des FCZ dürfte in folgender Formation in die Rückrunde starten: Stahel oder Koch rechts, Tihinen, Rochat oder Barmettler im Zentrum, Magnin links.

Salärverzicht und WM-Chance

Zu fragen bleibt, wie gross das Potenzial von Magnin noch ist. Für den in dieser Saison schwachen VfB kam er in der Meisterschaft nur viermal und in der Champions League gar nie zum Einsatz. Im Nationalteam hat er seinen Stammplatz an Spycher verloren und von Trainer Hitzfeld zuletzt nichts mehr gehört.

Magnins Glück ist, dass der FCZ jetzt Routine zukaufen will und die Finanzen beim Meister nicht das grösste Problem sind. Für seinen Wechsel zum FCZ muss Magnin trotzdem bereit sein, auf wesentliche Teile seines Bundesliga-Salärs zu verzichten. Er erhält dafür die Chance, sich im Hinblick auf die WM wieder in den Vordergrund zu spielen. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 02.12.2009, 09:05 Uhr

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19 Kommentare

Thomas Hinderling

03.12.2009, 08:59 Uhr
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@Joachim Kahn. Ihnen fehlt es offensichtlich an Fachwissen. Streller war bei Stuttgart lediglich Ergänzungsspieler währenddessen Ludovic Magnin über 3 Jahre gesetzt war. Und erst in den letzten 8 Spielen durch Boka (immerhin Nationalspieler der Elfenbeinküste) abgelöst wurde. Auch Huggel war am Ende in Frankfurt lediglich Ergänzungsspieler und alles andere als gesetzt. Antworten


Karl Springer

02.12.2009, 11:33 Uhr
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Magnin ist ein unbeherrschter Hitzkopf. Seine Leistung lässt nach, das "Temperament" solls richten. Stuttgart wird froh sein, wenn es den teuren Mann loshat. Antworten