Sport

Als die U-17-Weltmeister Beckenbauer imitierten

Von Sven Schoch (Sportinformation), Abuja. Aktualisiert am 16.11.2009

Nach ihrem fantastischen WM-Triumph zelebrierten die Schweizer U17-Stars in Abuja bis in die frühen Morgenstunden eine rauschende und höchst amüsante Party.

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Die Schweizer feierten in der Hotelbar des Hilton bis tief in die Nacht.
Bild: David Wiederkehr

   

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Die ad hoc organisierte Band unterbrach ihr Konzert plötzlich. Für den Sound sorgten nun andere. In der Lobby des noblen Hilton-Hotels blitzten unzählige Kameras. Die tanzende und singende Schweizer U-17 näherte sich. «Stand up for the Champions!» forderten die Weltmeister die Mitglieder des «Schweizer Klubs» auf.

Es waren herrliche, ja einmalige Bilder. Die Goldjungs mit dem WM-Pokal. «Es ist einfach nur genial. Unglaublich, einfach unglaublich schön», staunte der am Finaltag erneut angereiste SFV-Präsident Peter Gilliéron. Nicht nur er rieb sich die feuchten Augen, auch die euphorisierten Gipfelstürmer und der Stab um Dany Ryser glühten vor Emotionen.

Besuch von Blatter und Oeri

Ernst Hasler, einer der wichtigsten Wegbereiter, verfolgte die grenzenlosen Jubelszenen mit tiefer Genugtuung. Die Basler Präsidentin Gigi Oeri beglückwünschte die Helden. Und zu später Stunde traf dann unverhofft noch hoher Fifa-Besuch im Partylokal ein. Sepp Blatter überbrachte dem Team eine herzliche Grussbotschaft.

«Heute bin ich besonders stolz, ein Schweizer zu sein», lachte Blatter. Dann übernahm «Kaiser Franz» das Mikrofon. Aber nicht etwa die Lichtgestalt aus dem fernen München, sondern der Chef- Unterhalter Janick Kamber. Mit seiner wunderbaren Beckenbauer- Parodie empfahl sich der FCB-Spieler für einen Auftritt im Basler Klein-Theater.

Kasami küsste Pokal im Zweiminutentakt

Nassim Ben Khalifa interviewte sich im feucht-fröhlichen Ambiente vor laufender Kamera gleich selber: «Und? Ihr Kommentar? Ist ja klar, es sind immer die Details entscheidend.» Andere führten auf dem Tanzparkett ein skurriles Duett auf. Und Pajtim Kasami umklammerte den Pokal. Geküsst hat er ihn im Zweiminutentakt.

Vor dem Eingang zur VIP-Party-Zone bettelte ein Hotelgast unaufhörlich um ein Shirt der Weltmeister. Ein anderer Nigerianer im Arsenal-Dress bat den «Young-Gunner» Sead Hajrovic gefühlte zehnmal um ein Foto zu zweit. Die halbe Hotelbelegschaft scharte sich um die Wunderknaben des Schweizer Fussballs.

Das Spiel, den Abend, das Fest, die Stunden nach dem grössten Triumph der SFV-Geschichte werden die «Swiss Boys» nie mehr vergessen. «Dieser Eintrag wird ewig auf unserer Visitenkarte stehen. Das kann uns niemand mehr nehmen», verkündete Bayern- Sympathisant Kamber stolz. Franz Beckenbauer würde seine Aussage vermutlich teilen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 16.11.2009, 14:31 Uhr

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