So viel Fairplay halten Sie nicht für möglich

Tagesanzeiger.ch/Newsnet berichtete gestern von einem speziellen Fall von Fairplay in Rumänien. Doch mit seiner noblen Geste steht Costin Lazar nicht allein da.

Am vorletzten Wochenende hatte der siebenfache rumänische Internationale von Rapid Bukarest im Spiel gegen Otelul Galati (4:0) den Schiedsrichter davon überzeugt, dass er nicht gefoult worden war. Nach Lazars Intervention zog der Unparteiische seinen Penalty-Entscheid zurück und entschied auf Schiedsrichter-Ball.

Vielleicht war Miroslav Klose das Vorbild von Lazar. Der deutsche Nationalstürmer von Bayern München hatte im Mai 2005, damals noch in Diensten von Werder Bremen, gegen Bielefeld ebenfalls den Schiedsrichter überzeugt, einen Penalty-Entscheid zu revidieren. Ohne Erfolg hatte das der ehemalige Liverpool-Stürmer Robbie Fowler 1997 gegen Arsenal versucht. Der Goalgetter schoss darauf den Strafstoss so, dass Torhüter David Seaman ihn parieren konnte. Der Ball landete jedoch vor den Füssen vor Jason McAteer, der den Abpraller verwandelte.

Paolo Di Canio erhielt Fairness-Preis

2000 hatte der damalige West-Ham-Stürmer Paolo Di Canio, der sich davor und danach als Rüpel und bekennender Faschist einen schlechten Ruf einhandelte, mit einer äusserst fairen Geste hervor getan. Gegen Everton schnappte er sich vor dem leeren Tor den Ball mit den Händen und unterbrach damit das Spiel, weil Torhüter Paul Gerrard verletzt an der Strafraumgrenze lag. Der Verzicht auf das Tor brachte dem Italiener 2001 den Fairness-Preis der Fifa ein.

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Selbst für ausgleichende Gerechtigkeit gesorgt

Im Mutterland des Fussballs und des Fairplays sorgte auch Leicester City im September 2007 für eine spezielle Geste. Im Cup-Match gegen Nottingham Forest lagen die «Foxes» 0:1 zurück, als ihr Spieler Clive Clark kollabierte. Darauf wurde das Spiel abgebrochen. Im Wiederholungsspiel liess Leicester beim Anstoss den Torhüter des zweifachen Meistercup-Siegers, Paul Smith, übers ganze Feld laufen und das 1:0 schiessen. Damit war der Stand des ersten Spiels wiederhergestellt. Leicester gewann damit die Sympathien der Fans und darauf den Match noch 3:2.

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Auf ähnliche Weise hatte das Reserve-Team von Ajax 2005 im holländischen Cup gegen Cambuur selbst für ausgleichende Gerechtigkeit gesorgt. Der Belgier Jan Vertonghen hatte beim Versuch den Ball nach einer Verletzung dem Gegner zurückzuspielen, versehentlich das 3:0 erzielt. Darauf liessen die Amsterdamer postwendend einen Treffer des Gegners zu.

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(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 01.04.2009, 13:42 Uhr

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