Sport

Auch die Bundesliga hat Probleme mit Gewalt

Aktualisiert am 18.05.2009

Die Eskalation nach dem Spitzenkampf Zürich-Basel war immens, doch auch in Deutschland kommt es immer wieder zu Gewaltausbrüchen.

Volle Stadien in der Bundesliga: Die Fans von Leader Wolfsburg unterstützen in grossen Scharen in Hannover ihre Lieblinge.

Volle Stadien in der Bundesliga: Die Fans von Leader Wolfsburg unterstützen in grossen Scharen in Hannover ihre Lieblinge.
Bild: Reuters

Randale ausserhalb der Stadien: Die Polizei muss in Deutschland immer öfter eingreifen.

Randale ausserhalb der Stadien: Die Polizei muss in Deutschland immer öfter eingreifen. (Bild: Keystone)

Die Bundesliga erlebt eine noch nie dagewesene sportliche Dramatik. Das zieht auch die Anhänger in den Bann. Mit 458'633 Besuchern (50'959 im Durchschnitt) sorgte die 33. Runde am vergangenen Samstag für einen Zuschauerrekord in der Liga. Fünf der neun Stadien meldeten «ausverkauft», der Gesamtbesuch nähert sich der 13-Millionen-Marke. Der Fussball boomt in Deutschland, er wird von den Verbands- und Ligaverantwortlichen gerne auch als «Familienfest» bezeichnet. Tatsächlich hat sich Luca Toni, der stürmende Italiener bei Bayern München, schon gewundert, dass sich so viele Eltern mit ihren Kindern ins Stadion trauen würden. Das sei ganz anders als in der Serie A.

Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt. Auch Deutschland hat Probleme mit den Randalierern, die ausserhalb der Stadien ihr Unwesen treiben. So kam es jüngst beim fränkischen Derby der 2. Bundesliga zwischen Greuther Fürth und dem 1. FC Nürnberg zu Aufmärschen gewaltbereiter Supporter und erschreckte die besorgte Einwohnerschaft von Fürth.

Dialog muss verbessert werden

Am letzten Freitag wies die Gewerkschaft der Polizei bei einem Symposium «Fussball und Gewalt» auf die Thematik hin, die immer mehr akutere Züge annimmt. «Im Gegenzug beklagen immer mehr Fanbetreuer, dass die Sicherheitskräfte unter dem Vorwand der Prävention den Rahmen der Verhältnismässigkeit überschreiten würden», schreibt «Die Süddeutsche Zeitung».

Mittendrin in dieser Debatte versucht sich der Deutsche Fussball-Bund (DFB) zu positionieren. Der DFB stellt sich auf den Standpunkt, dass er nur für das verantwortlich sei, was im Stadion passiere. Eine etwas gar simple Haltung, die vorwiegend auch Schweizer Klubs einnehmen. Dass es freilich in dieser Saison schon in Deutschlands Stadien zu Prügeleien kam (etwa bei Karlsruhe gegen Stuttgart und St. Pauli gegen Hansa Rostock), stört das Bild des fussballerischen Familien-Happenings.

Polizei, DFB und Fans müssten ihren Dialog stark verbessern, fordert die SZ, «um das Fest im Stadion vor Partysprengern zu schützen». Mit Worten allein ist es aber nicht getan. (fal)

Erstellt: 18.05.2009, 14:21 Uhr

Programm & Resultate

Freundschaftsspiel
EndeSpanien - Serbien2:0
EndeSchweiz - Deutschland5:3
EndeNorwegen - England0:1
Playoff
EndeSion - Aarau3:0
Stand: 26.05.2012 20:56
Brussels Ladies Open
26.05EndeRadwanska - Halep7:5 6:0
Stand: 26.05.2012 17:02
GP Monaco 2012 - Qualifikation
1:14.3011 Michael Schumacher
1:14.3812 Mark Webber
1:14.4483 Nico Rosberg
Stand: 27.05.2012 09:12
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Roland Garros
27.0512:15Cipolla - Wawrinka
Stand: 25.05.2012 14:45
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Playoff
17:00Aarau - Sion
Stand: 25.05.2012 09:25
Roland Garros WTA
28.0511:00Radwanska - Jovanovski
Roland Garros
28.0511:00Bolelli - Nadal
28.0511:00Djokovic - Starace
28.0511:00Federer - Kamke
Stand: 25.05.2012 15:24
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