Nach der Euphorie unter Thorsten Fink folgt in Basel unter Heiko Vogel die Ernüchterung. Der neue Trainer hält einen Verbleib in der Champions League für vermessen.
«Das Ziel wurde nicht von uns nach oben korrigiert», so Vogel an der Medienkonferenz des FC Basel. (Video: Sebastian Rieder)
Mit einem 5:1-Sieg im Schweizer Cup gegen Schötz feierte Heiko Vogelseinen Einstand beim FC Basel. Die Stunde null nach Thorsten Fink fing für den früheren Assistenztrainer verheissungsvoll an. Doch der kurze Höhenflug als Chefcoach nahm für Vogel beim 0:2 gegen Benfica Lissabon ein jähes Ende. Die Euphorie nach dem 3:3 gegen Manchester United ist bereits verflogen. Obwohl die Basler Fans gegen den portugiesischen Rekordmeister erfrischend frechen Fussball zu sehen bekamen, blieb der Torerfolg aus.
«Fussball hat auch immer etwas mit Glück zu tun», hielt Vogel als einer der Gründe für die Niederlage fest. Doch gegen die Portugiesen fehlte mehr als nur Glück. Es fehlte die individuelle Klasse, welche Benfica kurzzeitig im Kollektiv aufblitzen liess und so dem FCB eine Lektion in Effizienz erteilte.
Bezeichnend zum Klassenunterschied war auch das naive Verhalten der Basler Zweier-Mauer, die beim 0:2 die Bezeichnung Mauer nicht verdiente. «Wir hätten auch eine Sieben-Mann-Mauer hinstellen können, aber wenn sich die plötzlich auflöst, nützt auch die nichts.» Trotz der leisen Kritik stellte sich Vogel an der Medienkonferenz vor die Mannschaft und wollte zum Schluss der Partie gar eine «physische und auch spielerische Überlegenheit gesehen haben».
Insgeheim musste Vogel aber eingestehen, dass die Aussicht auf die Achtelfinals in der Champions Leaguemit der Heimpleite gegen Benfica nun verschwindend klein ist. «Unser Ziel war es schon immer, europäisch zu überwintern. Wenn das die Champions League sein sollte, wäre das ein überragendes Ereignis. Aber der Fokus ist und bleibt immer die Europa League», sagte Vogel und betonte, dass sich die Zielsetzung nach dem sensationellen Remis in Manchester nicht verschoben habe. «Das Ziel wurde nicht von uns nach oben korrigiert», so Vogel, der mit dieser Aussage den Journalisten zuzwinkerte und auch die gehobenen Erwartungen der Fans alsogleich nach unten schraubte.
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Freuen wir uns doch an unserem tollen FC Basel, so wie er ist und spielt. Geben wir dem neuen Stab eine echte Chance, sich ueber mehrere Monate zu bewaehren. Die Rot-Blauen besitzen die Sustanz und das Koennen um in Europa weiterhin Nadelstiche zu setzen und die intern. Fussball-Welt zu beeindrucken. Dieser Club bleibt eine Macht und macht uns sehr viel Spass. Danke FCB !Antworten
Solange der FCB Aussenverteiger verpflichtet, die es auch nach dem 100.Versuch nicht schaffen eine brauchbare Flanke zu schlagen und solange der Trainer "Mittelfeld-Fussballer" als Begleitservice für den Gegner in die 1. Mannschaft aufstellt, sind und bleiben die CL-Erwartungen tatsächlich vermessen. Bin gespannt, ob Vogel jetzt eine Leistungs-Mannschaft aufstellt oder nur Hierarchien pflegt.Antworten