«Aus seiner Genialität hätte er mehr machen müssen»
Von Thomas Niggl. Aktualisiert am 12.12.2011 10 Kommentare
Experte Günter Netzer (Bild: Keystone )
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Super League
36. Runde
| 23.05. | Basel - Young Boys | 1 : 2 |
| 23.05. | Lausanne - Grasshoppers | 2 : 1 |
| 23.05. | Sion - Luzern | 1 : 3 |
| 23.05. | Thun - FC Zürich | 2 : 4 |
Rangliste
| Name | Sp | S | U | N | G:E | P | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Basel | 34 | 22 | 8 | 4 | 78:33 | 74 |
| 2. | Luzern | 34 | 14 | 12 | 8 | 46:32 | 54 |
| 3. | Young Boys | 34 | 13 | 12 | 9 | 52:38 | 51 |
| 4. | Servette | 34 | 14 | 6 | 14 | 45:53 | 48 |
| 5. | Thun | 34 | 11 | 10 | 13 | 38:41 | 43 |
| 6. | FC Zürich | 34 | 11 | 8 | 15 | 43:44 | 41 |
| 7. | Lausanne | 34 | 8 | 6 | 20 | 29:61 | 30 |
| 8. | Grasshoppers | 34 | 7 | 5 | 22 | 32:66 | 26 |
| 9. | Sion | 34 | 15 | 8 | 11 | 40:35 | 17 |
| 10. | Xamax | 18 | 7 | 5 | 6 | 22:22 | 0 |
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Der Spielmacher hat am Sonntag nach 16,5 Jahren sein letztes Spiel für den FC Luzern bestritten. In der Rückrunde wird er in der Challenge League für Bellinzona spielen. Da die Tessiner im Kampf um den Aufstieg bereits neun Punkte Rückstand auf Leader St.Gallen aufweisen, ist es nicht anzunehmen, dass der 35-jährige Yakin noch einmal in der Super League auftaucht. «Die Liga sei um eine grosse Attraktion ärmer», sagt Netzer. Hakan Yakin sei ein ausserordentlicher Fussballer. Wenn der einstige Spielmacher der deutschen Nationalmannschaft, von Gladbach, Real Madrid und den Grasshoppers von Yakin spricht, dann zieht der Welt- und Europameister sogleich Parallelen zu seiner Karriere.
«Aus seiner Genialität hätte er mehr machen müssen»
«Hakan Yakin gehört zu den Typen, die wie ich damals nicht zu den pflegeleichten Spielern gehörten», sagt Netzer. Das sei dann vor allem auch zum Problem für die Trainer geworden. Netzer, der sich einst bei Gladbach gegen den Willen von Trainerlegende Hennes Weisweiler in einem Pokalfinale selbst eingewechselt und dann sogar den Siegtreffer erzielt hatte, findet es im Nachhinein schade, dass Yakin nicht mehr erreicht hat. «Aus seinem Talent, aus seiner Genialität hätte er mehr machen und herausholen müssen», bedauert Netzer. Yakin habe sich im Ausland weder in Deutschland, Frankreich noch in der Türkei durchgesetzt. Er habe nicht das Optimum herausgeholt. «Ihm fehlte es am letzten Willen, sich immer wieder weiterzuentwickeln», sagt Netzer. Deshalb habe auch die Beständigkeit gefehlt. «Das liegt einfach an seinem Naturell, an seiner Mentalität.»
«Die Schweiz wird nie mehr einen so genialen Fussballer sehen»
Auch FCZ-Sportchef Fredy Bickel spricht von einem grandiosen Fussballer. «Leider ist Haki besonders in seinen jungen Jahren nicht immer gut beraten gewesen», bedauert Bickel. «Ansonsten hätte er sogar noch mehr erreicht», mutmasst der Zürcher. Yakin sei einer der genialsten Fussballer, den die Schweiz je gesehen habe. «Ich bin mir gar nicht so sicher, ob Yakin tatsächlich von der grossen Bühne verschwindet», sagt Bickel. Er traue Bellinzona den Aufstieg mit Yakin durchaus zu.
Jörg Stiel, Moderator des Fussballtalks «kick-it» im Schweizer Sportfernsehen, war beim FC St.Gallen und in der Nationalmannschaft der Captain von Hakan Yakin. «In St.Gallen war er mein Zimmerpartner», erinnert sich Stiel. Yakin sei charakterlich ein feiner und herzlicher Mensch mit einer grossen Portion Humor. Er habe aber auch eine verletzliche Seite und sei sehr sensibel. Yakin sei auch in eine wunderbare Familie eingebettet. «Vom Sportlichen her wird die Schweiz wohl nie mehr einen so genialen Fussballer erleben», ist Stiel überzeugt. Er sein schlichtweg ein Genie am Ball gewesen. «Wenn ich hinten im Tor stand und Haki den Ball streichelte und mit seiner totalen Übersicht Regie führte, war das grosses Kino», sagt Stiel. Yakin habe schon drei Sekunden vor dem entscheidenden Pass gewusst, wo er den Ball hinspielen wolle. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 12.12.2011, 12:17 Uhr
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10 Kommentare
Netzer hat wieder einmal zu 100% recht. Er bleibt als Experte die klare Nummer 1. Nur schade, dass er nicht mehr am Fernsehen zu sehen und hören ist. Seine teffsicheren Analysen und klaren Worte werden von keinem seiner Nachfolger auch nur annähernd erreicht. Antworten
hakan yakin ist ein genialer fussballer, schade, dass er luzern schon verlässt. er hätte locker noch eineinhalb saisons mitspielen können. wenn ich lese, was hitzfeld und kuhn in der sonntagspresse über yakin gesagt haben, kann ich nur sagen: shame on you, ihr HEUCHLER!!! beide haben nicht auf yakin gesetzt und reden jetzt so gross daher. mit yakin wären wir an der em! Antworten


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