Bank Vontobel wird neuer GC-Hauptsponsor
Hauptsponsor für GC: Private-Banking-Leiter Peter Fanconi zeigt den neuen Look.
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| R | M | Sp | S | U | N | Tvh | P |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | FC Luzern | 7 | 4 | 2 | 1 | 19:8 | 14 |
| 2. | FC Basel | 7 | 4 | 1 | 2 | 14:10 | 13 |
| 3. | FC Sion | 7 | 3 | 3 | 1 | 11:7 | 12 |
| 4. | FC Thun | 7 | 2 | 5 | 0 | 12:8 | 11 |
| 5. | FC Zürich | 7 | 3 | 2 | 2 | 14:11 | 11 |
| 6. | AC Bellinzona | 7 | 3 | 2 | 2 | 10:10 | 11 |
| 7. | BSC Young Boys | 7 | 2 | 2 | 3 | 6:8 | 8 |
| 8. | GC | 7 | 1 | 3 | 3 | 7:12 | 6 |
| 9. | NE Xamax | 7 | 1 | 1 | 5 | 11:18 | 4 |
| 10. | FC St. Gallen | 7 | 1 | 1 | 5 | 6:18 | 4 |
Im Kampf gegen finanzielle Schwierigkeiten hat die Fussball-Sektion der Grasshoppers einen weiteren Schritt vorwärts getan. Sie hat nach dem Vertragsende mit Mobilezone einen neuen Hauptsponsor gefunden. Ab der kommenden Saison, die in zehn Tagen mit dem Heimspiel gegen Xamax beginnt, wirbt die Bank Vontobel auf der Brust der 1. Mannschaft – und nicht nur dort. Vontobel wird mit ihrem Schriftzug auch auf den Trikots sämtlicher Nachwuchsteams präsent sein und damit den bisherigen Sponsor Man Investments ersetzen.
795 000 und 500 000 Franken hatten Mobilezone und Man Investments in der vergangenen Saison für die wertvollste Werbefläche auf den GC-Tenüs bezahlt, weitere Leistungen hatten sich die Sponsoren wie in einem Baukastensystem zusätzlich erkauft. Das Engagement der Vontobel-Gruppe ist umfassend. Das Unternehmen wird bei Heimspielen auch mit Bandenwerbung stark präsent sein und mietet sich für Kundenanlässe eine der rund 100 000 Franken teuren Logen im Letzigrund. GC-Präsident Urs Linsi ist «stolz» auf den «Superabschluss» mit einer traditionsreichen Schweizer Privatbank, er spricht von einem «Wunschpartner». Und daneben sind die Grasshoppers offenbar auf gutem Weg, für die ebenfalls ausgelaufenen Sponsoring-Verträge mit Interhome (Rücken, bisher 300 000 Franken) und «Blick am Abend» (Ärmel und Hosen, 200 000 Franken) Ersatz zu finden.
Gemeinsame Werte vertreten
«Unser Sponsoring ist ein Bekenntnis zu GC als Institution und Traditionsverein», sagt Peter Fanconi, Leiter Private Banking bei Vontobel, «der Klub feiert im kommenden Jahr sein 125-jähriges Bestehen, diese 125 Jahre sind für uns nicht ganz unwichtig.» Das Engagement hänge ausserdem sehr stark damit zusammen, dass GC und die Vontobel-Gruppe gemeinsame Werte vertreten würden und in Zürich beheimatet sind. Kurz: «Das Gesamtkonzept stimmt.»
Vontobel war bislang vor allem im Kultursponsoring engagiert. Die Gruppe will jetzt die Marktstärke des Fussballs ausnützen, um den Namen schweizweit über die Ballungszentren hinauszutragen, parallel dazu läuft die Eröffnung von neuen Niederlassungen. «GC ist ein national bekannter Klub», sagt Fanconi, «wir sind daran interessiert, in der Schweiz stark präsent zu sein und unsere Marke weiter zu schärfen.»
Der GC-Zentralvorstand mit Präsident Andres Iten und Rolf Dörig als starken Figuren hat das Geschäft eingefädelt. Entscheidend für den Vertragsabschluss waren auf der Seite von Vontobel nicht persönliche Verbindungen zu GC, sondern eine Kosten-NutzenRechnung. «Wir haben die zu erwartende Medienpräsenz eruiert», sagt Fanconi «es ist ein hart ausgehandelter Vertrag, aber fair für beide Seiten.»
Bis zum sportlichen Aufschwung mit Trainer Ciriaco Sforza und seiner jugendlichen Mannschaft während der vergangenen Saison waren die Grasshoppers wiederholt mit finanziellen Krisen aufgefallen. Die alte Führung unter Präsident Berbig und Sportchef Vogel machte sich lächerlich, als sie den finanziellen Versprechen eines falschen Scheichs aufsass.
Keine Leistungsforderungen
Die Leitung der Vontobel-Gruppe ist jetzt überzeugt davon, dass die neue GC-Führung mit Sanierer und Geldbeschaffer Linsi an der Spitze auf dem richtigen Kurs ist. Fanconi glaubt, sie habe die Stärke, den Klub weiter voranzubringen. «Das Jugendkonzept ist für uns absolut überzeugend und nachhaltig.» Leistungsforderungen hat die Bank gegenüber den Grasshoppers nicht gestellt, die vermittelten Werte stehen für Fanconi im Vordergrund, er erwartet eine Mannschaft mit Leistungsbereitschaft und Leidenschaft: «Läuft die Partnerschaft gut, soll die Optik dieses Sponsorings längerfristig sein.» Vontobel hat sich mit einer Option das Recht auf Vertragsverlängerung über den Sommer 2012 hinaus gesichert. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 07.07.2010, 07:25 Uhr




