Bericht: Fifa blockiert Herausgabe von Dokumenten
Aktualisiert am 31.05.2011 31 Kommentare
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Mit dieser juristischen Blockade wolle Blatter verhindern, dass kurz vor den Fifa-Präsidentenwahlen vom 1. Juni strafrechtliche Vorwürfe gegen ihn und die Fifa publik werden, so die «Handelszeitung». Das Dokument nenne mindestens zwei Empfänger von Schmiergeldern innerhalb der Fifa und beschreibe die Rolle der Fifa-Spitze, die von den Zahlungen gewusst, aber nichts dagegen unternommen habe.
Es handelt sich laut «Handelszeitung» um die Einstellungsverfügung, mit der die Staatsanwaltschaft Zug ein Verfahren gegen die Fifa und zwei Fifa-Exponenten abgeschlossen hat. Der Fall geht zurück ins Jahr 2001 («Wie sich Fifa-Funktionäre freikauften»). Journalisten hatten ab Juni 2010 bei der Staatsanwaltschaft um Akteneinsicht ersucht, sagt Judith Aklin, Kommunikationsbeauftragte der Zuger Strafverfolgungsbehörden gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet.
Hat Blatter die Beschwerde erhoben?
Bereits zweimal habe die Staatsanwaltschaft grünes Licht für die Veröffentlichung des Dokuments gegeben. Zweimal habe die Fifa Beschwerde erhoben – zuletzt am 24. Mai 2011 beim Obergericht des Kantons Zug, so die «Handelszeitung». Nicht die Fifa selber, sondern Betroffene hätten die Beschwerde erhoben, präzisiert das Obergericht gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet. Ob es Joseph Blatter war, der Beschwerde erhoben hat, wollte man nicht beantworten.
Das Gericht dürfte in den nächsten sechs Monaten über die Veröffentlichung entscheiden. Die Verfügung datiert vom 11. Mai 2010 und kam zustande, nachdem die Fifa und die zwei Fifa-Exponenten 5,5 Millionen Franken bezahlt hatten, um die Strafuntersuchung abzuwenden. Auslöser dafür war die Sportagentur ISMML/ISL, nach deren Konkurs 2001 die Zahlungen ans Licht gekommen sind.
Auch wenn das Obergericht der Staatsanwaltschaft Zug folgt und für die Veröffentlichung der Einstellungsverfügung grünes Licht gibt, die Betroffenen können den Fall ans Bundesgericht weiterziehen.
(sam)
Erstellt: 31.05.2011, 15:18 Uhr
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31 Kommentare
Es wäre endlich an der Zeit, dass dieser Laden voll besteuert würde. Es geht ja auf keine Kuhhaut, was offenbar hinter den Kulissen für Beträge herumgeschoben werden während der Staat Zürich von diesen Leuten, die sich als "gemeinnüzig" deklarieren keinen Cent erhält. Da stellen sich dem ehrlichen Steuerzahlen schon Fragen. Antworten


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