Fifa reduziert Blatters Sperre

Jetzt ist Blatter doch nicht acht Jahre gesperrt. Das hat die Rekurskammer der Fifa entschieden. Doch Sepp Blatter ist nicht zufrieden.

Will vor den internationalen Sportgerichtshof ziehen: Ex-Fifa-Chef Sepp Blatter. (Archivbild)

Will vor den internationalen Sportgerichtshof ziehen: Ex-Fifa-Chef Sepp Blatter. (Archivbild) Bild: Christophe Ena/Keystone

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Die Einsprüche des Ex-Fifa-Präsidenten Sepp Blatter und des suspendierten Uefa-Chefs Michel Platini sind abgelehnt worden. «Ich bin tief enttäuscht von der Fifa-Rekurskommission. Selbstverständlich ziehe ich den Fall ans CAS weiter» – so reagierte der langjährige Fifa-Präsident Sepp Blatter auf den Richterspruch am Mittwoch. Die Rekurskammer reduzierte jedoch die Sperre von acht auf sechs Jahre.

In beiden Fällen machten die Richter mildernde Umstände geltend. Hintergrund der Urteile gegen die einst weltweit führenden Fussball-Funktionäre ist eine dubiose Überweisung Blatters von zwei Millionen Franken auf das Konto seines früheren Wahlkampfberaters.

Acht Tage nach seiner mehrstündigen Anhörung im Home of Fifa hatte Blatter mit einer positiveren Nachricht gerechnet, zumal sein juristischer Stab viele Vorwürfe entkräftet habe. Vom zweitinstanzlichen Entscheid erfuhr Blatter an seinem Wohnsitz in Zürich.

Korruptionsverdacht hat sich nicht erhärtet

Mit dem Weiterzug zum internationalen Sportgerichtshof in Lausanne ist zeitnah zu rechnen. Beim ausserordentlichen Wahlkongress in Zürich am Freitag wird der 79-jährige Walliser indes nicht zugelassen sein. Der Traum vom Abschied vor grossem Publikum verflüchtigte sich für ihn endgültig.

Die Forderung der Untersuchungskammer der Ethikkommision, gegen das prominente Duo eine lebenslängliche Verbannung auszusprechen, wies das Berufungsgericht zurück. Der Korruptionsverdacht habe sich nicht erhärtet. (mlr/sda)

(Erstellt: 24.02.2016, 18:41 Uhr)

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