Bundesliga-Hymne verärgert Muslime
«Mohammed war ein Prophet, der vom Fussballspielen nichts versteht. Doch aus all der schönen Farbenpracht hat er sich das Blau und Weisse ausgedacht», heisst es in der Schalker Vereinshymne «Blau und Weiss wie lieb' ich dich».
Nun hat der Bundesligist aus dem Ruhrpott, wo der Fussball wie eine Religion zelebriert wird, empörte E-Mails erhalten. «Was hat unser Prophet mit eurem ungläubigen Lied zu tun? Löscht diesen Teil oder ihr müsst die Konsequenzen tragen!», heisst es darin unter anderem, wie die «Süddeutsche Zeitung» berichtet. Die Strophe des Lieds verhöhne den Propheten Mohammed, finden Muslime und drohen mit Konsequenzen.
Muslimische Fans drohen mit Boykott
Türkische Medien waren auf das Lied, das stets bei den Heimspielen des Traditionsklubs in der prunkvollen «Veltins-Arena» gespielt wird, gestossen und hatten dabei «eine Verhöhnung des Propheten Mohammed» ausgemacht. Strenggläubige Muslime, die sich als Schalke-Fans bekennen, bedrängen jetzt den Klub aus Gelsenkirchen, die dritte Strophe der Hymne zu streichen und drohen sogar mit Boykott der kommenden Bundesligaspiele.
Der Vorsitzende des Schalker Ehrenrates, der pensionierte Pfarrer Hans-Joachim Dohm, will die Proteste nicht einfach ignorieren. «Zunächst müssen wir aber klären, ob es sich hier um künstliche Empörung oder ehrliche Überzeugung handelt», sagte er der «Süddeutschen». (str)
Erstellt: 03.08.2009, 15:39 Uhr



