Der deutsche Nationalstürmer drehte für Stuttgart das Spiel und schoss beide Tore zum 2:1-Sieg gegen Frankfurt. Leader Leverkusen kam zu Hause gegen Köln nur zu einem 0:0.
In blendender Form: Stuttgarts Cacau bejubelt gegen Eintracht Frankfurt seinen ersten Treffer. Bild: Keystone
Cacau, der am vergangenen Samstag beim 4:1-Sieg in Köln einen Hattrick und insgesamt vier Tore erzielt hatte, glänzte wieder durch seinen ausgeprägten Torinstinkt. Als das Team von Christian Grossnach einem Blackout Khediras durch den Frankfurter Köhler in Rückstand geraten war, konnte sich Gross wieder einmal auf seinen Torgaranten verlassen. Mit einem Kopftor und einem Schuss aus 25 Metern drehte der Torjäger noch vor der Pause das Spiel.
Allerdings war die Defensive der Gäste bei beiden Treffern schlecht organisiert, Torhüter Nikolov, der seinen Vertrag erst gerade um zwei Jahre verlängert hat, sah beim Schuss Cacaus ebenfalls nicht gut aus. Der deutsch-brasilianische Doppelbürger hatte am vergangenen Mittwoch bereits das Tor zum 1:1 in der Champions League gegen Titelverteidiger Barcelona erzielt. Mit jedem Spiel steigen seine Chancen auf eine WM-Teilnahme mit der deutschen Nationalelf in Südafrika. Für den WM-Test vom kommenden Mittwoch gegen Argentinien hat ihn Teamchef Jogi Löw jedenfalls aufgeboten.
Der Konflikt mit Hleb schwellt weiter
In der zweiten Halbzeit liessen sich die Platzherren durch die Gäste nicht mehr auf dem falschen Fuss erwischen. Die Mannschaft spielte nun jene Dominanz aus, die Gross insbesondere in den Heimspielen fordert. Nach einer Stunde nahm Gross Hleb, die Leihgabe von Barcelona, wieder einmal vorzeitig aus dem Spiel. Der Weissrusse hatte Gross deshalb schon scharf kritisiert. Hleb, der mit einer Jahresgage von sieben Millionen Euro das Lohngefühge in Stuttgart sprengt, bemängelte sogar schon die Fussball-Philosophie des Zürchers. «Unter dem neuen Trainer spielen wir nicht Fussball, sondern wir kämpfen Fussball.» Gestern wäre es bei der Auswechslung Hlebs beinahe zum Eklat gekommen. Hleb wollte zuerst den Shakehand mit seinem Trainer verweigern, besann sich dann aber eines Besseren. Der Weissrusse, offensichlich erbost, drückte Gross schliesslich nur widerwillig die Hand.
Beim Verlierer Frankfurt war der Schweizer Pirmin Schwegler im defensiven Mittelfeld einer der besten Spieler. Am kommenden Mittwoch gehört er im WM-Test gegen Uruguay in St.Gallen zum Kader von Naticoach Ottmar Hitzfeld. Er hat sich dieses Aufgebot verdient.
Derdiyok und Leverkusen patzten
Für eine Überraschung sorgte der 1. FC Köln. Die Geissböcke, die zuletzt vom VfB Stuttgartmit 1:4 bös zerzaust worden waren, holten sich im Rhein-Derby gegen Leverkusen ein beachtliches 0:0. Am Sonntag können die Bayern mit einem Heimsieg gegen den HSV alleiniger Tabellenführer werden. Bei Leverkusen gingen diesmal die beiden Torjäger Stefan Kiessling und der Schweizer Eren Derdiyokleer aus.
Fans in Bochum verletzt
Im Rahmen der Partie Bochum - Nürnberg kam es zu einem schweren Zwischenfall. Vor dem Anpfiff wurden acht Menschen zum Teil schwer verletzt, als im Block der Nürnberg-Fans bengalische Feuer abgebrannt wurden. Dabei sei die schwer zu löschende Substanz Magnesiumpulver benutzt worden.