Chermitis Weg zum FCZ ist frei
Dossiers
Artikel zum Thema
Stichworte
Bis gestern um Mitternacht hätten die in die 2. Bundesliga abgestiegenen Berliner die Option auf eine Weiterbeschäftigung von Amine Chermiti zu den gleichen finanziellen Konditionen wie in der 1. Bundesliga wahrnehmen müssen. Weil ihnen das zu kostspielig war, verzichteten sie darauf, womit Chermitis bis 2012 laufender Vertrag hinfällig ist.
Hertha-Manager Michael Preetz ist über diese Entwicklung schwer enttäuscht. Andere Spieler wie Raffael oder Lustenberger hätten sich bereit erklärt, in der 2. Bundesliga zu einem geringeren Gehalt weiter für Hertha zu spielen. Beide unterschrieben neue Verträge. Der 22-jährige Chermiti aber habe auf seinem hochdotierten Bundesliga-Kontrakt beharrt. Preetz erklärt: «Für die 2. Bundesliga ist er für uns zu teuer.» Vor zwei Jahren hatten die Berliner den Tunesier für 2,2 Millionen Euro von Étoile du Sahel verpflichtet. Glücklich wurden sie mit ihm nicht. In seiner ersten Saison war er immer wieder verletzt und bestritt nur zehn Spiele, ein Tor gelang ihm nicht. Die letzte Spielzeit lieh ihn Hertha für 900'000 Euro an den saudiarabischen Spitzenklub al-Ittihad aus, wo er auch nicht regelmässig spielte. Preetz: «Eigentlich hätte ich erwartet, dass er uns nach seinen durchzogenen Leistungen finanziell entgegenkommen würde.»
Wunschstürmer für die Zürcher
Nun ist Chermiti ablösefrei auf dem Markt – und beim FCZ, der ihn schon lange im Auge hatte, der Wunschstürmer. Die Wahrscheinlichkeit, dass er beim Stadtklub bald einen Vertrag unterschreiben wird, ist seit gestern sprunghaft angestiegen. Noch gibt sich FCZ-Sportchef Fredy Bickel bedeckt, er erklärt aber: «Wir werden uns demnächst mit Chermiti treffen.» (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 01.07.2010, 07:32 Uhr


