Chinas Kommunisten wollen die Reds kaufen
Von Florian A. Lehmann. Aktualisiert am 05.08.2010 3 Kommentare
Drahtzieher: Der chinesische Milliardär Kenny Huang hat den möglichen Deal lanciert. (Bild: Keystone )
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Die chinesische Regierung erwägt offenbar den Kauf der finanziell schwer angeschlagenen Reds, wie der FC Liverpool mitunter unter den Fussball-Fans bezeichnet wird. Wie die «Times» berichtet, tritt die China Investment Corporation (CIC), die für die chinesische Regierung die Auslandsinvestitionen verwaltet, als offizieller Kaufinteressent auf. Die Chinesen gelten gemäss der seriösen Zeitung als aussichtsreichster Anwärter, den Premiere-League-Klub aus Liverpool zu übernehmen.
Gemäss der «Times» und anderer britischer Medien sei das Angebot vom chinesischen Geschäftsmann und Milliardär Kenny Huang lanciert worden. Huang werden ausgezeichnete Kontakte zur Regierung in Peking nachgesagt. Und er kennt sich im Profisport aus: Beim Transfer des chinesischen Basketball-Stars Yao Ming in die Profiliga NBA mischte Huang tüchtig mit. Der Financier hat die Meldungen in Sachen Übernahme des FC Liverpool noch nicht bestätigt.
Drei Parteien als Interessenten
Neben der CIC sollen auch ein Investor aus Kuwait und eine amerikanische Gruppe um den Verein buhlen. Die bisherigen Eigentümer Tom Hicks und George Gillett junior kündigten im April an, den Klub verkaufen zu wollen. Die beiden Amerikaner erwarben im Jahr 2007 den FC Liverpool für einen Preis von 210 Millionen Euro. In den letzten Jahren lief es aber sportlich und finanziell für die Reds nicht mehr so rund, vergangene Saison verpatzte Liverpool den Einzug in die Champions League.
Die Schulden des Vereins, der nun von Roy Hodgson trainiert wird, bei der Royal Bank of Scotland sowie der Bank Wachovia belaufen sich auf insgesamt 286 Millionen Euro (cirka 395 Millionen Franken). Beide Finanzinstitute drängen darauf, dass wenigstens 120 Millionen Euro schleunigst zurückbezahlt werden. Insider glauben zu wissen, dass die beiden Inhaber aus Übersee, die bei den Liverpooler Fans nicht gerade beliebt sind, einen Verkaufspreis von 600 Millionen Euro anpeilen. Diese Summe wird jedoch von Experten als unrealistisch bezeichnet.
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 05.08.2010, 13:30 Uhr


