Darf man so einen Penalty schiessen?

Atletico Paranaense rettete sich am letzten Spieltag der brasilianischen Meisterschaft mit einem 5:3-Sieg gegen Flamengo vor dem Abstieg. Für grossen Unmut sorgte im besonderen der Penalty von Alan Bahia.

Darf man so einen Penalty schiessen? Man darf.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Atletico führte bereits 4:2, als der Schiedsrichter auf Penalty entschied. Und diese sind bei Paranaense ein Fall für Alan Bahia. Der defensive Mittelfeldspieler läuft jeweils schwungvoll an und stoppt dann mitten in der Schussbewegung ab, um den Ball in die Ecke zu schieben, in die der Keeper nicht gehechtet ist. Die Ausführung löst jeweils eine grosse Kontroverse aus: Darf man das?

In Brasilien wird die Penalty-Variante «Paradinha» genannt. Erstmals auf internationalem Terrain zeigte Pele diesen Penalty an der WM 1970, «erfunden» soll ihn jedoch sein Landsmann Didi haben, der an der WM 1970 Nationaltrainer von Peru und damit im Viertelfinal Gegner von Pele war. Es gab in der Zwischenzeit zahlreiche Nachahmer, wie auch der Lupfer, den der Tscheche Antonin Panenka an der EM 1976 im Final gegen Deutschland zeigte.

Auch indirekte Penaltys erlaubt

Das bringt uns zur Frage zurück, ob solche Penaltys auch den Regularien entsprechen. Das Reglement der Fifa lässt bei der Ausführung von Penaltys einen gewissen Spielraum; unter Regel 14 steht: «Finten bei der Ausführung eines Strafstosses gehören zum Fussball. Ist der Schiedsrichter jedoch der Ansicht, dass die Finte eine Unsportlichkeit darstellt, wird der betreffende Spieler verwarnt.» Erlaubt sind sogar indirekte Penaltys. Es gilt also: Recht hat, wer trifft. (son)

(Erstellt: 09.12.2008, 13:13 Uhr)

Marktplatz

Die Welt in Bildern

Protest gegen Pipline: Mitglieder der Cowboy und Indianer Allianz demonstrieren vor dem Kapitol in Washington gegen eine geplante Ölpipline. (22. April 2014)
(Bild: Getty Images) Mehr...