«Wir bleiben ganz ruhig»
Von Thomas Niggl. Aktualisiert am 15.04.2011
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«Wenn wir die Chance noch haben, Meister zu werden, dann wollen wir sie auch packen», sagt der Schweizer Internationale Eren Derdiyok gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet. Primär müsse man jetzt aber Rang zwei verteidigen und den Abstand auf den dritten Platz wahren. Der beträgt immerhin schon acht Punkte auf Hannover. Die Teilnahme an der Champions League ist Leverkusen sicher.
Auch Derdiyok ist es natürlich nicht entgangen, dass bei Dortmund die Nervosität stetig steigt. Denn der Vorsprung auf Leverkusen ist mittlerweile von 13 auf fünf Punkte geschmolzen. Auch der Vertrags-Poker von Dortmunds Jungstar Nuri Sahin, der mit Real Madrid in Verbindung gebracht wird und laut Medien schon mit Startrainer José Mourinho gesprochen haben soll, sorgt für viel Wirbel beim Leader. Trainer Jürgen Klopp ist bereits ordentlich genervt.
«In der Bundesliga kann jeder jeden schlagen»
«Wir bleiben ganz ruhig und lassen uns sowohl von der neuen Konstellation als auch von Polemiken in den Medien über Dortmund nicht verrückt machen», versichert der Basler. Aber Leverkusen sei auf die Hilfe von anderen angewiesen. Doch diese Tatsache macht dem Torjäger auch Mut. «Die Bundesliga hat in dieser Saison schon mehrmals bewiesen, dass jeder jeden schlagen kann», sagt er. Die Saison sei bisher gespickt mit Überraschungen. «Der Letzte kann den Ersten schlagen und dummerweise der Zweitletzte auch den Zweiten der Tabelle», sagt Derdiyok. Er denkt auch an Klubs wie Wolfsburg, die vor der Saison als Titelkandidat gehandelt, aber fünf Runden vor Schluss gegen den Abstieg spielen müssen.
«Die Bayern sind ein angeschossener Löwe»
Am Sonntag spielt Leverkusen beim letztjährigen Doublesieger Bayern München, der in dieser Woche Trainer Louis van Gaal entlassen hat und in einer hausgemachten Krise steckt. «Die Bayern sind zurzeit wie ein angeschossener Löwe. Und diese sind ja bekanntlich noch viel gefährlicher», warnt der ehemalige Stürmer des FC Basel. Derdiyok könnte in diesem Spiel auch Reklame in eigener Sache machen. In der kommenden Saison übernimmt beim Rekordmeister wieder Jupp Heynckes das Zepter, der Trainer von Derdiyok in Leverkusen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 15.04.2011, 12:03 Uhr


