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Der «Dribbel-Mops» im Fokus

Von David Wiederkehr. Aktualisiert am 23.02.2012 4 Kommentare

Vor den Augen seiner künftigen Fans spielte Xherdan Shaqiri lange Zeit sehr engagiert. Das angestrebte Tor gelang ihm jedoch nicht.

War nie wirklich gefährlich: Xherdan Shaqiri im Bann seiner künftigen Teamkollegen Lahm (links) und Ribéry.

War nie wirklich gefährlich: Xherdan Shaqiri im Bann seiner künftigen Teamkollegen Lahm (links) und Ribéry.
Bild: Nicola Pitaro

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Ein weiterer grosser Abend des FC Basel

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Facetten zum 1:0-Sieg des Schweizer Champions gegen die Bayern.

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Sein Arbeitstag endete unspektakulär, wer von den 36'000 Zuschauern einen Augenblick nicht aufmerksam war, der hatte den Abgang von Xherdan Shaqiri verpasst. Aber wenigstens sah er wenig später dann den Ersatz von Shaqiri ganz genau: In der 83. Minuten kam Jacques Zoua für Shaqiri zum Zug, in der 86. legte er wunderbar auf für Valentin Stocker. Und dieser traf zum 1:0, zum Siegtor des vermeintlichen Aussenseiters gegen den angeblichen Favoriten.

Shaqiri als Matchwinner – es wäre ­etwas gar kitschig gewesen.

«Wären Sie mir böse, wenn ich treffe?»

Natürlich: Im Vorfeld hatte die ganz grosse Aufmerksamkeit an diesem Champions-League-Achtelfinal gegen Bayern München vor allem Shaqiri gegolten. Nach seiner Vertragsunterzeichnung ausgerechnet beim deutschen Rekordmeister hätte der Schweizer Nationalspieler vor diesem Direktduell unzählige Interviewwünsche erfüllen können, waren alle Augen auf ihn gerichtet. Maximal 11 Millionen Euro lassen sich die Bayern den Transfer des 21-Jährigen kosten – dass die Fans die jüngste Errungenschaft ihres Vereins gleich in Augenschein nehmen konnten, sorgte für einen ziemlichen Hype.

Und Shaqiri hatte sich durchaus vorgenommen, eine Rolle zu spielen gegen seinen künftigen Arbeitgeber – dies allerdings erst, nachdem er sich vergewissert hatte, dass es ihm niemand krumm nehmen würde, falls es tatsächlich so weit kommt. «Wären Sie mir böse, wenn ich gegen Bayern ein Tor schiesse?», war seine Frage an Jupp Heynckes während eines Telefongesprächs ein paar Tage vor dem Spiel. Und der Bayern-Trainer, ziemlich amüsiert, entgegnete: «Das werden wir zu verhindern wissen.» Um später zu erklären: «Würde er sich absichtlich gegen uns zurückhalten, hätten wir den falschen Spieler verpflichtet.» Was Shaqiri erleichterte. «Ein schlechtes Gewissen hätte ich nicht», sagte er.

Zu Beginn der Motor des FCB

Doch als er in der 8. Minute nach einer Flanke von Markus Steinhöfer an den Ball kam, da fehlte ihm gleichwohl der Mut, direkt abzuschliessen. Wurde er auf der Suche nach seinem ersten Champions-League-Tor in dieser Saison stattdessen geblockt. Es sollte zum Gesamtauftritt passen: Shaqiri war engagiert,spielerisch blieb er aber diskret, für einmal überragte er nicht.

Aber er gab sich Mühe, aufzufallen in diesem Spiel, er rackerte und suchte das Kreative. Gerade in jener Phase in der ersten Halbzeit, in der Basel den Gast in ordentliche Nöte brachte, da war der 21-Jährige der Motor. Oder der «Dribbel-Mops», wie ihn das «Focus» umschrieb. Erst leitete er die Grosschance von Marco Streller ein, keine Minute später fand er mit einer scharfen und präzisen Flanke den Kopfball von Alexander Dragovic an den Pfosten. Wenig später versuchte er es noch selber aus der Distanz. Wirkliche Gefahr brachte das für Bayern-Goalie Manuel Neuer jedoch nicht.

Der Sprint von Arjen Robben

Das passt ins statistische Bild, das Shaqiri in den vergangenen vier Monaten bietet. Seit dem 29. Oktober 2011 ist Shaqiri ohne Torerfolg, beim 4:1 des FCB damals gegen GC war ihm letztmals ein Treffer geglückt – insgesamt ist das jetzt 772 Minuten her.

Nun jedoch: Der Wert eines Spielers zeigt sich eben nicht allein in der Statistik. Sondern manchmal in einer vermeintlich unwichtigen Spielsequenz. Zum Beispiel, wenn ein Spieler wie Arjen Robben, vor einiger Zeit noch anerkannte Weltklasse, sich einen 60-Meter-Sprint leistet – nur um den künftigen Konkurrenten auf der linken Bayern-Flanke nicht an den Ball kommen zu ­lassen. Die Entschlossenheit verriet den alternden Holländer: Um dies zu verhindern, hätte er notfalls auch zur Blutgrätsche angesetzt. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 23.02.2012, 07:47 Uhr

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4 Kommentare

Peter Walther

23.02.2012, 16:14 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Den alternden Holländer? Ist einer mit Jahrgang 1984 schon ein alternder Fussballer? Was ist denn dann Alex Frei? Oder Johann Vogel? Antworten


Martin Gambel

23.02.2012, 08:43 Uhr
Melden

Der "alternde Holländer" wurde eben erst 28 Jahre alt... (Das lichte Haupthaar mag ihn älter wirken lassen) Antworten



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