Resultatkrise verschärft sich
Von Sascha Rhyner. Aktualisiert am 08.09.2010 56 Kommentare
Dossiers
Artikel zum Thema
- Presseschau: «Rooney ends week from hell on a high»
- «Das war unprofessionell von Lichtsteiner»
- Frankreich siegt, Portugal verliert
- Chancenlose Schweizer erhalten englische Lektion
- Schweiz gegen England überfordert
Stichworte
Bildstrecke
1:3 unterlag die Schweiz England. Diskussionslos. Mehr oder weniger chancenlos. Auf dem Papier entspricht das Resultat den wahren Stärkeverhältnissen. Eren Derdiyok ist kein Jermain Defoe, Alex Frei kein Wayne Rooney, David Degen kein James Milner, Gökhan Inler kein Steven Gerrard und Stéphane Grichting kein Phil Jagielka und Reto Ziegler definitiv kein Ashley Cole. Die Liste liesse sich fast beliebig fortsetzen. Die Schweiz hatte an diesem Abend im St.-Jakob-Park nur den besseren Goalie. Diego Benaglio war erneut Weltklasse.
Dennoch glauben die Schweizer vor jedem Kräftemessen mit einer in Weltrangliste besser klassierten Position – derzeit 16 –, den Sieg erzielen zu können. Und es ist nicht die Arbeit von Ottmar Hitzfeld, der den Nationalspielern diese vermeintliche Siegermentalität eingeimpft hat. Mit dem gleichen Selbstvertrauen waren die Schweizer schon unter Köbi Kuhn in Begegnungen mit Deutschland oder England gestiegen. Der Ausgang jener Partien ist ebenso bekannt.
In der Retrospektive lässt man sich gerne von guten Phasen und Auftritten blenden. Spielerische Highlights setzte die SFV-Auswahl auch unter Kuhn nur selten. Unter Hitzfeld sind diese Glanzpunkte noch seltener geworden. In der Liste der unattraktivsten WM-Begegnungen dürften Schweiz-Ukraine sowie Schweiz-Honduras unrühmlich weit vorne liegen.
Schweiz in Montenegro unter Druck
Die Hoffnung, Hitzfeld würde die vielleicht etwas saturierte Mannschaft von Kuhn zu neuem Leben erwecken, ist bei Fans und neutralen Beobachtern verblasst. Der deutsche Erfolgstrainer ist nicht nur seiner Ausbildung wegen Arithmetiker. Das Resultat steht für den ehemaligen Mathematiklehrer vor dem Spektakel. Und mit einer der absoluten Weltspitze unterlegenen Auswahl ist dies die korrekte Herangehensweise. Das in der Schweiz ohnehin kritische Publikum goutiert dies nur, wenn die Zahlen unter dem Strich auch tatsächlich stimmen.
Gegen England stimmten diese nicht. Es war keine heroische Abwehrschlacht wie an der WM gegen Spanien. Die Engländer spielten realistischer als die späteren Weltmeister damals am 16. Juni in Durban. Sie waren vor allem auch effizienter als die Iberer und sie variierten das Tempo geschickter.
Für Hitzfeld ist der Auftakt in die EM-Qualifikation damit ähnlich ernüchternd wie der Beginn der WM-Kampagne vor zwei Jahren, der in der 1:2-Blamage gegen Luxemburg gipfelte. Jenen Ausrutscher vermochte die Equipe zu korrigieren. Nun steht die Schweiz, weil in einer Fünfergruppe, beim nächsten Spiel bereits unter Druck. In Montenegro muss die SFV-Selektion punkten, um nicht bereits vorzeitig in entscheidende Rücklage zu geraten.
Erstaunliche Geduld des Publikums
Wohl auch deshalb ärgerte sich Hitzfeld über den Platzverweis von Stephan Lichtsteiner. Der rechte Aussenverteidiger wird der Mannschaft am 8. Oktober beim Auswärtsspiel im City Stadium in Podgorica fehlen. International erprobte Alternativen hat der Trainer auf dieser Position keine. Und im Mittelfeld ist Gökhan Inler bisher den Beweis schuldig geblieben, dass er der von Hitzfeld geforderte Spielmacher mit offensiven Qualitäten sein kann.
Gegen England bewiesen die 37'500 Zuschauer, so sie denn für die Schweizer Equipe waren, erstaunliche Geduld. Fehlpässe wurden zwar mit zunehmender Fortdauer der Partie mit ebenso zunehmenden Unmut quittiert, doch es brauchte nur einen kleinen Rush des zur Pause eingetretenen Xherdan Shaqiri, um für Stimmung im St.-Jakob-Park zu sorgen.
Hoffen und rechnen
Ins Stimmungstief dürfte indes fallen, wer sich mit der Statistik des Nationalteams unter Hitzfeld beschäftigt. Bis zur feststehenden WM-Qualifikation vor einem Jahr und dem 0:0 gegen Israel gewann die Schweiz acht der 14 Partien und verlor nur jenes Spiel gegen Luxemburg. In den zehn folgenden Spielen ist die Bilanz mit dem 1:3 nun gegen England ernüchternd: Neben Sieg gegen Spanien bezwang die Schweiz in dieser Phase nur Österreich, spielte dreimal unentschieden und verlor fünfmal. 5:10 lautet das Torverhältnis aus diesen zehn Partien.
Hitzfeld hat nun einen Monat Zeit, die Schweiz aus dieser kleinen Resultatkrise zu führen. Will der 61-Jährige auch erstmals eine EM als Trainer erleben, muss die Schweiz in Montenegro, das mit zwei 1:0-Siegen in die Qualifikation startete und voller Selbstvertrauen ist, möglichst drei Punkte holen.
Es ist allerdings nicht Hitzfeld (negativ) anzurechnen, dass Tranquillo Barnetta im Nationalteam seine Form schon lange vergeblich sucht, dass Alex Frei seit nun 364 Tagen ohne Torerfolg ist, dass die Auswahl an Verteidigern gelinde gesagt beschränkt ist und dass der Schweiz ein Spielmacher von internationalem Format fehlt. Hitzfeld kann nur hoffen (dass alle Leistungsträger unverletzt, in Form und mit Spielpraxis sind) und rechnen, damit die Zahlen unter dem Strich bald wieder stimmen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 08.09.2010, 09:34 Uhr
WRITE A COMMENT
56 Kommentare
Sind wir doch ehrlich: Die CH-Mannschaft war doch bereits an der WM fehl am Platz. Spielerisch kann sie ganz einfach nicht mithalten und ein heroisch und mit viel Glück erkämpfter Sieg gegen Spanien genügt eben nicht. Die schlechten Spiele gegen Chile und Honduras finden ihre Fortsetzung gegen Australien und gegen ein dezi- miertes England: Ein planloses Geknorze ohne Konzept! Zum wegschauen! Antworten
Claudia Pfeiffer,Du irrst Dich gewaltig, hast noch nicht bemerkt wie alle erfolgreichen Nati-Teams rund um die Welt und inkl. Brasilien die jungen 20-iger einsetzen, einige haben ebenfalls an der U17-WM teilgenommen. Da zeigt sich Mut und Kreativität zu Neuem ! und dies fehlt in und um die CH-NATI ! Erneurung tut not ! Antworten
Hitzfeld war ein guter Clubtrainer, bei Mannschaften die auch das Geld hatten sich die Spieler zu kaufen die man brauchte um den Erfolg zu haben. Als Nationaltrainer geht das nicht. Hitzfeld wurde als Nationaltrainer immer überschätzt. Es fehlen Konzepte und Strategien, ihm fehlt der Kontakt zur Mannschaft. Auch wenn er mittlerweile es auf " Switzerdütsch" versucht, er wird nicht verstanden. Antworten
problemfall nummer 1: hitzfeld hat kein linie. die mannschaft steht bei jedem spiel viel zu tief (darum permanent unter druck). angsthasen-fussball ist das resultat. ob rückstand oder im vorteil, immer das gleiche spiel (defensiv, abwartend, reagieren statt agieren). inler (!!!), ziegler, liechtsteiner (italien lässt grüssen) genügen nicht mal national. inler produziert seit jahren nur fehlpässe.. Antworten
@thomas roth: sie habens begriffen! Inler ist ein gute 6er, Frei ein guter Knipser, was uns fehlt ist ein Spielgestalter! Abdi wäre, wenn er regelmässig spielt sicher eine Option. @franz roos & @Michael Roost; sorry sie habens nicht so mit dem Fussball oder? U17 WM sein heisst nicht ansatzweise in einer A-Mannschaft etwas zu bringen. Ein klassenbester Maturant ist auch nicht reif für ein Ph.D.! Antworten
Wir haben in der Schweiz kaum einen intelligenten, präzisen Mittelfeldstrategen mit Instinkt und Übersicht. Vielleicht ausser Yakin; zeitweise machte Huggel Hoffnung - aber er hat meiner Ansicht nach stark nachgelassen. Entsprechend rennt auch das Mittelfeld der Entwicklung hintennach, anstatt das Spiel zu bestimmen. Neben der Konzeptlosigkeit im Mittelfeld mangelt es an Mut, nur Shaqiri hat ihn. Antworten
Benaglio MUSS Captain werden, Frei soll wie Huggel zurücktreten, genauso Grichting. OH müsste doch endlich damit beginnen, einige der U17-Weltmeister in die erste Mannschaft zu holen. So könnten wir uns wenigstens Hoffnungen für Brasilien 2014 machen, denn ich glaube nicht, dass mit dem aktuellen Kader die Quali für die EM2012 geschafft werden kann. Die ersten 45 min. waren einfach miserabel!! Antworten
Das gestrige Spiel bestätigte eigentlich nur das, was wir von der Schweizer Nati in der Aera Hitzfeld bis anhin stets zu sehen bekamen - kein erkennbares Spielsystem, null Tempo, kein Spielwitz, keine Emotionen... kein Flügelspiel sondern immer das "one touch " durch die Mitte mit einem Fehlspass endend. Unter Köbi war bei weitem auch nicht alles gut, aber doch ab und an mal offensiven fussbal ... Antworten
was soll diese unsinnige verklärung von benaglio? zwei gute paraden pro spiel darf man doch von einem millionario erwarten, ohne ihn gleich als überragend betiteln zu müssen! und ja, benaglio war bestimmt besser als joe hart. was ja auch nicht schwer war bei der auch gestern hochgehaltenen tradition der miesesten keeper der welt. hätte die schweiz mehr gewagt, jeder schuss wäre ein treffer gewesen Antworten
Am besten wäre eine Castingsendung "Die Schweiz sucht den 10er". Im Ernst, Inler kann den 10er genauso wenig spielen wie Frei oder Margairaz, das kann leider nur Yakin. Lasst den Frei vorne knipsen und den Inler 6er spielen, den Kreativen müssen wir noch suche: Ben Khalifa? Costanzo? Chiumiento? Abdi? Andere Vorschläge? (zum Beispiel Einbürgerung? :-) ) Antworten
Darf man Hitzfeld nicht in Frage stellen? Unglücklich/stur bei den Aufstellungen an der EM, gestern unglücklich mit Startaufstellung Derdiyok (Nati-Chancentod, gestern Fremdkörper) und Margairaz (kann auf der Seite nicht gut kommen), Auswechslung Degen (zwar nicht super aber eine der einzigen offensiven Optionen), Rolle von Frei (was macht der ständig an der Mittellinie, der soll Tore schiessen). Antworten
Zum Sieg gegen England hätte es die Leistung von 11 Benaglios gebraucht. Da es von seinem Talent nur einen gibt, müsste Hitzfeld endlich etwas Mut beweisen und die "jungen Wilden" spielen lassen. Die Jungen haben nichts zu verlieren und spielen deshalb wie Shaqiri beherzt auf. Shaqiri und Benaglio waren die einzigen, die überzeugten. Antworten
Ja das war nicht berauschend, was die Schweizer gegen die Engländer gezeigt haben. Obwohl diese auch nicht ihre Chancen in der ersten Halbzeit optimal ausnützten, kam das Schweizerteam erst etwas zum spielen, als der Gegner bereits mit der Handbremse auf dem Feld agierte und den Vorsprung verwalten wollte. Benaglio, einmal mehr, und der junge Saquiri genügten als einzige. Das sind nur zwei!!! Antworten
Wie so oft wird über den Schiedsrichter und den Trainer diskutiert. Nur liegt es weder am einen noch am anderen. Herr Lichtsteiner war ja gestern auch nicht gerade eine Lichtgestalt. Besser einfach den Mund halten und die Energie nutzen um sich noch mehr zu Bewegen. OH macht wohl das Bestmögliche mit dem vorhandenen Material. Frei und Margiaraz haben doch nichts mehr verloren in der Nati. Antworten
Ein guter Artikel! Ich sehe es gar noch drastischer! Hitzfeld hat die Schweizer Nati keinen Deut weiter gebracht und ist stur und unflexibel! Die letzten 10 Spiele der Nati waren grottenschlecht und ein Gewürge und Geknorze! Zudem hat Hitzfeld kein feeling für junge Spieler und setzt immer wieder auf Formschwache Spieler! Wie kann man nur Margiraz und Derdyjok bringen..?? Antworten
Nach zwei Jahren Hitzfeld ist noch immer keine Handschrift des Trainers ersichtlich, weder spielerisch noch auf psychologischer Ebene. Mit fadenscheinigem und lächerlichem Argument wird ein mittelmässiger CHL und nicht Super League Spieler Margairaz in die Stammelf einbezogen. Angsthasen und emotionsloser Fussball eindoktriniert. Rücktritt Hitzfeld, Neuaufbau mit Dani Ryser und jungen Spielern Antworten
Ein 1:3 gegen eine Fussballweltmacht ist doch keine Katastrophe! Es kann ja nicht aufgrund eines einzigen glücklichen Siegs über Spanien erwartet werden, dass die schweizer Nati jetzt plötzlich alle schlagen wird. Bleibt doch mit den Füssen am Boden. Nach jeder kleinen Niederlage zu jammern und zu motzen ist typisch schweizerisch, allerdings nicht unbedingt nützlich für den langfristigen Erfolg. Antworten
Der Doppelpass ist ein geniales Tool um die gegnerische Abwehr auszuhebeln. Aber der bringt nur dann was, wenn der Gegner nicht schon vor der Aktion weiss, was Sache ist. Konkret hat kein einziger Spieler auss Shaquiri einmal einen Alleingang bzw. ein Dribbling gewagt. Das macht unberechenbar. Für ein Dribbling brauchts keinen Rooney aber Selbstvertrauen. Und da liegt wohl der Haken... Antworten
@Heinz Gasser: Genau so ist es. Den Jungen eine Chance geben, es kann nicht schlechter werden! Ich habe das Gefühl, dass das "Gebilde Nationalmannschaft" ein richtiger Filz ist. Keiner will dem Anderen weh tun. Wir haben doch zusammen immer so tolle "Reisli" und der Leistungsträger im Sturm mit der Rückennummer 9 hat so grosse Verdienste... Den Jungen eine Chance geben, Shakiri zeigt wie es geht! Antworten
Einmal mehr hat man gestern gesehen, dass die CH keine Tore schiesst, wenn die Stürmer aus dem Mittelfeld nicht bedient werden. Mein Mittelfeld: Stocker-Dzemaili-Yakin-Shaqiri. Die sind wenigsten kreativ und mutig, was man gestern von keinem behaupten konnte – ausser dem Torschützen natürlich! Antworten
Nutzt die EM-Quali als Testphase und lasst experimentieren. Die Spieler sollen kreativ sein und alles bisherige Taktieren vergessen. Der neue CH-Prototyp: Bissig, schnell, agressiv, technisch begabter als Von Bergen / Grichting, mutig und voller Selbstvertrauen. Viele lachen über Alain Sutters Analysen. Aber genau so einen Freigeist braucht die verklemmte CH-Equipe... Antworten
Man sollte vorsichtig sein, auf Grund einer Niederlage gegen den Gruppenfavoriten vorschnell Schlüsse zu ziehen. Allerdings werde ich, wie der Kommentor des Artikels, das Gefühl auch nicht los, dass die Nati schlechter ist, als zu Köbis Zeiten. Ich hatte eigentlich (wie so viele Fussball-Fans) gehofft, dass sie einen Schritt nach vorne machen würde. Antworten
Das Problem in der Schweiz ist der Trainer! Hitzfeld kann es nicht wirklich mit den Jungen, die alten sind gesättigt, was Köbi Kuhn jahrelang vorgeworfen wurde, dass er immer nur sein Grüppchen bevorzugt ist bei Hitzfeld nicht anders, wenn die Spieler alle gesund sind. Wäre es nicht Hitzfeld würde die Presse, die Fans etc. schon den Kopf vom Trainer fordern! Antworten
Wie wäre es wenn Ihr Schweizer mal beim Eishockey-Spieler vorbei schaut? Dort seit Ihr Weltspitze und zeigt richtig Kampfgeist! Vielleicht wirkt eine Kreuz-Befruchtung positiv auf die Fussball-Spieler aus? Sonnst bleibt sie sowie es ist...eine B-Mannschaft.. Antworten
Es ist doch ganz einfach: Wir haben keine Stürmer, die Tore schiessen (1 Ausnahme), wir haben Verteidiger, die im Strafraum herummirren. (Rooney steht alleine vor dem Tor bei 1:0) und Spieler, die ihre Energie mit Reklamieren verpuffen statt anständigen Fussball zu spielen. Und sind dabei lausige Vorbilder für die Jugend. Und da wundern sich die Leute über Pfiffe??? Antworten
Was dem wohlwollenden Zuscahuer gestern gegen England besonders missfiel: Ueber die meiste Zeit war bei der Schweizermannschaft kein Kampfgeist zu erkennen.Dazu kommt neben technischen Mängeln ( Fehlpässe!) ei erschreckendes Manko an Spielintelligenz. Ob mit den Spielern der derzeitigen Nati unter dem jetzigen Trainer Verbesserungen möglich sind, muss stark bezweifelt werden. EM ade!! Antworten
Super... jetzt sind die ''ewigen Pessimisten" wieder am aufschreien... und sobald der Wind dreht, ein sehr gutes Resultat erzielt wird, sind sie wieder die groessten Fans... Traurig, traurig! In solchen Zeiten braucht die Schweiz echte Fans, nicht diese 'Ewignoergler'!!!! Als kleines Fussballland wo Sport nicht das Allerwichtigste ist, brauchts Geduld und Unterstuetzung! Hopp Schwiiiz!!! Antworten
Die meisten Spieler welche im Ausland spielen, sind nicht bei Topclubs unterkommen, weshalb sollten z:B Inler, Schwegler, Von Bergen oder Ziegler in der Nati auf einmal etwas für die offensive machen können, im Club brauchen sie das ja nicht. Lieber Superleaguespieler einsetzen, welche in ihrem Club Verantwortung übernehmen als überzahlte Auslandprofis. Wieso nicht Smilianic, Fabian Frei etc.? Antworten
Das Problem ist, dass niemand den Mut haben wird, Hitzfeld zu entlassen (was Angesichts seiner früheren Erfolge und seiner faszinierenden Persönlichkeit auch verständlich ist). Trotzdem wäre es nach einer allfälligen Niederlage gegen Montenegro die letzte Chance, noch um die EM-Quali mitspielen zu können. Also müsste er von sich aus zurück treten - wird er aber nicht tun. Antworten
Gebt den Jungen eine Chance auch wenn sie noch keine Erfahrung mitbringen. Sie haben Kampfgeist und die Ehre etwas zu Bewegen. Der WM-Titel der Junioren hat es bewiesen. Diese 30jährigen Altstars, die immer eine Ausrede parat haben, sind Auslaufmodelle und gehören abgelöst. Hitzfeld hat noch nie den Mut gehabt mit jungen Spielern zu spielen. Ein Neuanfang mit einem unbelasteten Trainer wäre sinnvo Antworten
Gehe mit dem Erstschreiber Zehnder zu 95% überein! Über Inler kann man diskutieren, die anderen genannten (Grichting, Von Bergen, Ziegler, Schwegler, Lichtsteiner) haben jegliche internationale Klasse vermissen lassen. Vor allem das Gemeckere von Grichting und Lichtsteiner war überflüssig - ein Profi sollte seine Emotionen wenigstens ein bisschen kontrollieren, v.a. bei einem italienischen Schiri! Antworten
@Zehneder und @Meier in den Sturm. grins. Fussball ist ein Mannschaftsspiel wie eine Band auch, Intuitiv wissen wie der Mitspieler funktioniert ist die Kunst und nicht nur Technik. Wie in der Musik, nicht die Menge der Töne macht Musik sondern das Zusammenspiel und das ist eine schwierige Aufgabe, hängt es doch mit sehr viel Faktoren zusammen. Hitzfeld ist ok. @Lains Kommentar gefällt schmunzel Antworten
Und wer hat das einzige Tor gestern geschossen? Ein Rookie. Was könnte uns das zeigen? Wie wäre ein mutiger Schritt, indem man die "alte" Garde gegen taufrische hoch motivierte Joungsters auswechseln würde. Die U17 hat es klar aufgezeigt, Dank dem jungen Fussball Blut wurde die Schweiz Weltmeister! Antworten
Ich frage mich, ob OH für diese durchschn. CH-Kicker überhaupt der richtige Coach ist. Was gestern Abend von gewissen Profis gezeigt worden ist, schreit zum Himmel. Einfach durchschnittlich und OH nicht ebenbürdig! Vielleicht bringt es mehr mit den "Jungen Wilden" wie Shaqiri / Ben Kalifa / Rodriquez etc! Wäre ein Versuch wert! Antworten
Stimme A.Laine und J.Heldner absolut zu. Das Problem ist nicht der Trainer, sondern die Spieler. Sie kriegen's - grosse Ausnahme der überragende Benaglio - einfach nicht auf die Reihe. Auch wenn sie es nicht wahrhaben wollen, die Schweizer können einfach kein Fussball spielen. Hitzfeld ist hierbei wie ein armer Starkoch, von dem erwartet wird, dass er aus einem Fleischkäse ein Filetsteak zaubert. Antworten
Es gibt keinen Schweizer Fussballspieler der in der Championsleague in einem Topverein einen Stammplatz hat - oder irre ich mich - vielleicht gibts ja einen... aber wie soll man nun aus talentierten aber eben nicht Topspielern eine Topmannschaft machen - die gegen die besten gewinnt? Das hat wohl wenig mit Hitzfeld zu tun sonder liegt einfach fern ab von der Realität. Antworten
Ich sehe den Fehler nicht unbedingt bei Hitzfeld. Das zur Verfügung stehende *Spielermaterial* genügt momentan nicht den Ansprüchen, die man hat. Natürlich sind an einem guten Tag alle Spieler mehr oder weniger fähig zu brillieren, aber diese guten Tage sind zu rar. Ich bin auch der Meinung, dass jetzt ein grösserer Schnitt machbar ist. Also, lasst die Jungen ran, schlechter sind die auch nicht. Antworten
Nichts neues im Regen von Basel, die Nati zeigte eine schwache Leistung, wie zuvor auch schon. Jetzt muss das Team von Hitzfeld aufpassen, sonst droht die rote Laterne in der Quali. Falls die Eidgenossen so weiterkicken, verlieren sei auch noch gegen Monetenegro und Wales. Das wäre dann der GAU schlechthin und dürfte das Ende von Hitzfeld als Dirigent des ratlosen CH- Panikorchesters einläuten. Antworten
Solange Hitzfeld und Frei in der Mannschaft sind, wird das nichts. Mir wäre lieber wir verlieren regelmässig gegen die Grossen, gewinnen aber genau so regelmässig gegen die Kleinen. Was hilft es uns, wenn wir einmal Spanien oder Frankreich besiegen, dafür dann aber gegen Honduras ausscheiden oder gegen Liechtenstein verlieren. Da ist der Wurm drin und der muss raus. Antworten
Mit einer "vermeintlichen Siegermentalität" hat das überhaupt nichts zu tun. Ein gesundes Selbstvertrauen ist gut und notwendig, damit hat man immerhin zweimal Frankreich ein Remis abgerungen. Genau davon war aber gestern nichts zu sehen: Saftlos, kraftlos, mutlos, das war die Nati gestern. Dazu kommt, dass von der besten 11 die Hälfte gefehlt hat, was wir uns einfach nicht leisten können. Antworten
Im internationalen Vergleich fehlt es 99% der CH-Spieler an Tempo, Technik, Aggressivität, Kreativität und Wille. Hitzfeld betreibt Schadensbegrenzung indem er versucht, das Beste aus der schlechten Ausgangslage (mangelnde Qualität der Spieler) zu machen. Langweiliger, defensiver Angsthasen-Fussball ist die logische Konsequenz. Zu mehr ist die Nati nicht im Stande und Hitzfeld weiss das. Gähn... Antworten
Herr Hitzfeld macht das Bestmögliche was mit diesem Team möglich ist. Er ist der Meister-Baarkeeper in einer leider nur durchschnittlichen Bar. Da würde es nichts bringen, den Baarkeeper auszuwechseln, denn die Flaschen bleiben dann immer noch die gleichen... Antworten
Lasst uns endlich mit etwas mehr Techniker und Torgefahr (individuelle Klasse) spielen; hier ein guter Vorschlag, Herr Hitzfeld: Benaglio; Sutter, Senderos, Djourou, Shaqiri; Berahmi, Djemaili, Costanzo, Stocker; Steller, Derdjok. Von den aufgeführten Spieler ist jeder Spieler für ein Tor gut! Grichting, Von Bergen, Ziegler, Schwegler, Lichtsteiner, Inler, werden nie ein Tor schiessen ... Antworten


Jakob Huber
Hat tatsächlich jemand erwartet, dass die Schweiz gegen England gewinnt? Was soll das Geschrei? Dass wir nicht wie gegen Griechenland die Chance haben, Gruppensieger zu werden, war doch schon lange klar. Nun heisst es gegen die "kleineren" Teams gut kämpfen, den 2 Platz erreichen, und sich damit qualifizieren. Nach nur einem Spiel ist es doch viel zu früh für Panikmache. Antworten