«Ein Sieg für den gesamten Schweizer Fussball»
Von Sascha Rhyner. Aktualisiert am 05.11.2009 22 Kommentare
Artikel zum Thema
Die Freude der Schweizer Junioren nach den Achtelfinal-Triumph über die deutschen Altersgenossen war riesig. «Es war ein ereignisreiches und spektakuläres Duell für die Zuschauer, die ein fantastisches Fussballspiel zu sehen bekommen haben», sagte Trainer Dany Ryser nach der Partie gegen die ambitionierte DFB-Auswahl. Er gestand indes auch, dass die 120 Minuten eine lange Leidenszeit waren: «Für uns Trainer war es ein Albtraum und extrem emotionsgeladen. Diese Art Begegnung ist nichts für Herzschwache.»
Auch der deutsche Trainer Marco Pezzaiuoli sah «zwei grossartige Mannschaften» und eine «epische Schlacht, deren Ausgang bis zum Ende der Verlängerung offen war». Er ärgerte sich im Besonderen darüber, dass «wir unsere zahlenmässige Überlegenheit nicht nutzen» konnten. Genau dies strich Ryser als positiven Faktor heraus: «Ich muss meiner Mannschaft ein grosses Kompliment aussprechen, sie waren in jeder Hinsicht fantastisch.»
«Ergebnis ist logisch und verdient»
Die Schweiz spielte nach dem Platzverweis gegen Sead Hajrovic, der nur sieben Minuten nach seinem Eintreten in der 90. Minute des Feldes verwiesen worden war, über eine Viertelstunde in Unterzahl und erzielte in dieser Phase den kursweisenden Treffer zum 3:2. «Ich gratuliere ihnen insbesondere für ihre mentale Stärke, die ihnen dabei geholfen hat, allen Widrigkeiten in dieser Partie zu trotzen und in Unterzahl das dritte Tor zu schiessen», sagte Ryser.
Trotz des heroischen Erfolgs meinte Ryser, es sei «keine Heldentat» gewesen. Dennoch sprach er von einem «Sieg für den gesamten Schweizer Fussball». Derweil kritisierte Pezzaiuoli, dass «wir in der Defensive versagt und zu hektisch agiert haben». Dadurch hätte man den Schweizern zu viele Räume gewährt. «Das Ergebnis ist logisch und verdient, denn wir waren die bessere Mannschaft», sagte Ryser.
Und der Schweizer Trainer wagte auch bereits einen Blick nach vorne. Am Sonntag findet in Ijebu Ode um 19 Uhr der Viertelfinal statt. «Nun treffen wir auf die Italiener, die wir bereits bei der Europameisterschaft geschlagen haben», gab sich Ryser optimistisch. Immerhin eliminierte die SFV-Auswahl mit Deutschland den amtierenden Europameister. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 05.11.2009, 10:46 Uhr
WRITE A COMMENT
22 Kommentare
Dies tolle Juniorenmannschaft kann an dem Turnier noch viel erreichen. Die brasilianischen Komentatoren bei SKY kamen auf jeden Fall nicht aus dem Schärmen für den gezeigten Fussball, insbesondere auch in taktischer Hinsicht. Gemäss Meinung dieser Fachleute kann der Gewinner des Spiels das Finale erreichen. Ein schönes Lob aus dem Land des dreifachen U17-Weltmeisters, wo der Fussball Religion ist. Antworten
«ruhig und sachlich an der Seitenlinie» EINE WOHLTAT und nicht entweder ständig reklamieren (Challandes etc) oder kindlich herumzappeln und hüpfen (Winnie Schäfer etc) inn der (naiven) annahme, der schiri ändere einen entscheid oder die spieler "schnallen" was er will Antworten
"eusi CH-nati" oder wie heute in der 20 Minuten "die Eidgenossen"...jaja ich lache immer wieder darüber!!da hört man jetzt alle noch "HOPP SCHWIZ" und morgen reden alle über die bösen Ausländer mit Migrationshintergrund!willkommen doppelmoral..an die jungs: Weiter so! Antworten
Ich gratuliere der U-17-Auswahl und ihrem Staff zu ihrem bisherigen Erfolg an der WM in Nigeria. Es war fantastisch diesen jungen Fussballern zuzuschauen, die mit Mut, Einsatzbereitschaft und dem Willen zu siegen in diese WM eingestiegen waren. Es ist sicher auch an der Zeit, dass der SVF Hansruedi Hasler für seine grossartige, ehrliche Arbeit über Jahre hinweg die notwendige Ehre zukommen lässt. Antworten
Nur dies, wenn man schon von einer Multi Kulti Truppe bei der Schweizer Mannschaft spricht, so ist dies auch bei den anderen Ländern so. Oder hat man bei den Deutschen es anders gesehen. Warum ist dies so? Kommen Eltern aus einem Land, wo Menschen noch wissen, was Armut ist, dann ist eben der Sport eine Möglichkeit für ein besseres Leben. Auch gestandene Spieler bei uns wechseln doch wegen Geld. Antworten
Super! Gratulation zum Weiterkommen! Nun werden die Migrantenkinder gefeiert, ja gar gefeiert. Sobald jedoch ein Schweizer mit Migrationshintergrund negativ auffällt, wird mit dem Finger auf seine Herkunft gezeigt. Doppelmoral oder nur weiterhin Schweizer 2. Klasse? Antworten
Super, die Mannschaft hat Klasse. Dazu hat der Trainer viel beigetragen, was man auch bei den Spielübertragungen beobachten kann. Herr Ryser tritt da sehr souverän auf, was sich dann auf die Spieler überträgt. Jeder Schweizer Fussball-Fan sollte sich auch mal bei Hansruedi Hasler bedanken. Was er alles geleistet hat ist phänomenal. Unter seiner Führung und Ausbildung ging es unseren Auswahlen supe Antworten
Per Zufall habe ich gesehen, dass Eurosport das Spiel überträgt und war von anfang an dabei. War echt ein toller und spannender Match - Action bis zum Schluss(pfiff) (obwohl der 1:1 ausgleich von Deutschland ein RIESEN Ei war). Eine super Leistung - hoffe das färbt auf die A-Mannschaft ab oder die Jungs bleiben so stark, dass die Schweiz in ein paar Jahren die offizielle Top10 der Welt erreicht! Antworten
coole sache für die jungs... habens ehrlich verdient. nur deswegen gleich den sieg für den ganzen schweizer fussball auszurufen ist doch ein wenig übertrieben. nach der blamage der "grossen" gegen luxembourg hat ja auch keiner von der niederlage für den ganzen schweizer fussball gesprochen, oder? also, ball flach halten, die jungs weiter anfeuern und nicht übertreiben... Antworten
Herzliche Gratulation an das Team und das Trainerteam!! Nach den Siegen in der Gruppenphase ein weiterer, historischer Sieg. Daumen drücken am Sonntag, das Schweizer Team ist daran, Geschichte zu schreiben. In einem möglichen Halbfinal gegen Kolumbien oder Türkei wäre eine Sensation zum Greifen nah. Bei dieser Offensive (11 Tore in 4 Spielen) ist alles möglich. Toi toi toi aus Chile Antworten
@R. Wegmüller: UNSERE Nachwuchsförderung? Lesen sie mal nach, wieviele der jungen Spieler bei ausländischen Klubs unter Vertrag stehen. DORT wird Nachwuchsförderung betrieben und das ist auch ok so. Bei unserem mittelmässigen Super League rumgekicke kann ja kein gescheiter Nachwuchs ranwachsen. Antworten
Der wahre Baumeister dieses Erfolges ist Hansruedi Hasler. Mit seinen Ausbildungskozepten hat er den Schweizer Fussball zu dem gemacht, was er heute ist. Es ist zu hoffen, dass seine Nachfolger in seinem Sinne weiter arbeiten und den Pfad der stillen Arbeit nicht verlassen werden. Profilneurotiker hat es in diesem Sport genug. Herzliche Gratulation für die gute Arbeit viel Erfolg bei GC. Antworten
Herzliche Gratulation der U-17 Nationalmannschaft. Es zeigt wiedereinmal, dass wir in der Schweiz im Juniorenfussball seit Jahren immer in der Spitze vertreten sind. Speziellen Dank auch an alle Betreuer und Trainer in der ganzen Schweiz. Und nun viel Glueck im Viertelsfinal. Antworten
Grosses Kompliment an viele Trainer, Betreuer, Staffs über bald 20 Jahre. Von "Köbi bis Ryser" haben sehr viele Anteil dran, auch Welsche wie Challandes, Schürmann, etc. und der Verband kann das, im Gegensatz zu den Fehlleistungen rund ums A-Team, als grossen Pluspunkt verbuchen. Weiter so, sagar die Deutschen kriegen mit, dass unsere Nachwuchsförderung top ist. Antworten


Dominik Bücheler
@Beni Schärer glaubst Du, dass diese Spieler schon als Piccolos oder F-Junioren bei den ausländischen Vereinen waren? Zuerst mal genau nachdenken bzw. abklären und dann am besten diese blöde schweizerische Nörgelei unterlassen. Z.B. unser toller Goali Beni Sigrist hat bis vor rund einem Jahr bei Therwil und dem FC Basel gespielt, bevor er nach England wechselte, etc. etc. ! ! ! HOPP SCHWIIZ !!! Antworten