«Es ist unglaublich, was sich Constantin erlaubt»
Von Peter M. Birrer. Aktualisiert am 19.12.2011 111 Kommentare
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Jean-François Collet distanzierte sich schon vor geraumer Zeit von Christian Constantin. Lausannes Präsident hielt das Vorgehen des Amtskollegen aus dem Wallis für inakzeptabel und teilte das der Fifa mit. «Es ist unglaublich, was sich Constantin erlaubt! Er greift hohe Funktionäre an, beleidigt sie und macht sich über sie lustig», schimpft Collet, für den das Ultimatum des Weltverbandes seine Logik hat: «Wenn ein Präsident meint, er könne machen, was er will, muss gegen ihn vorgegangen werden. Sonst wird der Fussball zerstört. Für den FC Sion können nicht eigene Regeln aufgestellt werden.»
Collet ortet einen wesentlichen Grund für die Entwicklung im Urteil der Disziplinarkommission (DK) der Liga vom 8. Dezember. Lausanne, Thun, Basel und Luzern hatten gegen Sion unter Protest gespielt oder Einsprache gemacht – vor der DK hatten sie mit ihren Vorstössen allerdings keinen Erfolg. «Die Liga beging den Fehler, dass sie sich hinter der DK als unabhängigem Gremium versteckte. Der Entscheid der DK ist skandalös», kritisiert Collet , «der Verband hätte schon längst einschreiten müssen. Ich hoffe nur, dass es jetzt nicht zu spät ist.»
Kaenzigs Kritik: Constantin führt persönlichen Krieg
Auch Markus Stähli hat die Hoffnung, dass Constantin gestoppt wird. Der Präsident des FC Thun sagt: «Es darf nicht sein, dass praktisch nach jedem Resultat das Ergebnis angefochten werden kann. Und es darf schon gar nicht sein, dass ein Verein, der sich über die Normen hinwegsetzt, belohnt wird.» Dass die Fifa den Druck drastisch erhöht, überrascht Stähli keineswegs. Er ist auch überzeugt, dass es sich nicht um eine Drohgebärde handelt: «Die Fifa hat zwar ihren Sitz in Zürich, wird aber deswegen keine Rücksicht auf einen Schweizer Klub nehmen, sondern die möglichen Sanktionen umsetzen.»
YB-CEO Ilja Kaenzig bezeichnet Constantin als «schwarzes Schaf». Er kritisiert: «Er ignoriert Regeln wegen sechs Spielern, von denen keiner eine tragende Rolle spielt. Das zeigt, wie er tickt. Und das beweist, dass es ihm schon lange nicht mehr um die Sache geht, sondern einzig um sich selbst und seinen persönlichen Krieg gegen Instanzen. Die Leidtragenden sind die Vereine, die sich an die Vorgaben halten.»
Kaenzig befürchtet eine unschöne Fortsetzung der Geschichte: «Es wird Schadenersatzklagen hageln. Wenn Constantin verliert, wird er auf alle losgehen und an Zivilgerichte gelangen. Die Tabelle am Ende der Saison wäre nicht gültig.» Und das mögliche Ende? «Eine der zwei Seiten wird grandios verlieren. Entweder büssen der Verband, die Liga und damit die Klubs mit einer Sperre der Fifa – oder Sion. Ich könnte mir vorstellen, dass Constantin den Hut nähme. Und dann würden die Walliser kaum mehr eine Rolle spielen.» (SonntagsZeitung)
Erstellt: 18.12.2011, 11:42 Uhr
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111 Kommentare
Als Fusballer, dem Sport, gute Spiele und schöne Tore (auch erzielt vom Gegner) lieber sind als der Filz von Juristerei und Geldwäscherei, verstehe ich das nicht mehr. Sion (CC) hat einen Fehler begangen, wurde bestraft um sich dann über die Strafe hinwegzuseseten. Wird ein Führerausweis entzogen man wird trotzem beim Fahren erwischt wird - ist man dran. Pech gehabt CC. Punkte weg! So einfach! Antworten


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