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«Es ist wohl das Beste, in den nächsten Tagen daheim zu bleiben»

Von Peter M. Birrer. Aktualisiert am 15.03.2010

Chaoten am Samstag, Polizeischutz am Sonntag: Hertha steht nach dem 1:2 gegen Nürnberg vor dem Bundesliga-Abgrund.

Polizeischutz für Hertha Berlin: Unzufriedene Anhänger stürmten am Samstag den Platz und die Polizei musste einschreiten.

Polizeischutz für Hertha Berlin: Unzufriedene Anhänger stürmten am Samstag den Platz und die Polizei musste einschreiten.
Bild: Reuters

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Bundesliga

21. Runde

10.02.Vfl Wolfsburg - SC Freiburg3 : 2
11.02.Borussia Dortmund - Bayer Leverkusen1 : 0
11.02.Bayern München - Kaiserslautern2 : 0
11.02.Werder Bremen - Hoffenheim1 : 1
11.02.Mainz 05 - Hannover 961 : 1
11.02.VfB Stuttgart - Hertha Berlin5 : 0
11.02.Borussia Mönchengladbach - Schalke 043 : 0
12.02.Augsburg - 1. FC Nürnberg0 : 0
12.02.1. FC Köln - Hamburger SV0 : 1
Stand: 12.02.2012 19:22

Rangliste

NameSpSUNG:EPkt
1.Borussia Dortmund21144346:1446
2.Bayern München21142549:1444
3.Borussia Mönchengladbach21134434:1243
4.Schalke 0421132646:2841
5.Werder Bremen2196634:3533
6.Bayer Leverkusen2187628:2831
7.Hannover 9621710423:2531
8.Vfl Wolfsburg21831027:3827
9.VfB Stuttgart2175931:2826
10.Hamburger SV2168726:3426
11.Hoffenheim2167823:2525
12.1. FC Köln21731129:4124
13.Mainz 052158829:3523
14.1. FC Nürnberg21641119:3122
15.Hertha Berlin2148925:3620
16.Kaiserslautern2139915:2618
17.Augsburg2139919:3318
18.SC Freiburg21451227:4717
Stand: 12.02.2012 19:25

22. Runde

17.02.Hoffenheim - Mainz 05- : -
18.02.Bayer Leverkusen - Augsburg- : -
18.02.Hamburger SV - Werder Bremen- : -
18.02.1. FC Nürnberg - 1. FC Köln- : -
18.02.Kaiserslautern - Borussia Mönchengladbach- : -
18.02.Hertha Berlin - Borussia Dortmund- : -
18.02.SC Freiburg - Bayern München- : -
19.02.Schalke 04 - Vfl Wolfsburg- : -
19.02.Hannover 96 - VfB Stuttgart- : -
Stand: 01.01.1970 01:00

Michael Preetz hatte wässrige Augen, der Manager litt ohnmächtig, und später sollte er sagen: «Ich bin seit 14 Jahren im Verein. Was da passiert, geht mir sehr nahe.» Hertha hatte verloren. Das ist zwar nichts Überraschendes, das 1:2 gegen Nürnberg war bereits Saisonniederlage Nummer 17. Aber wie diesmal der Untergang in der Nachspielzeit zustande kam, schmerzte. Und was danach folgte, machte nicht nur Preetz schwer zu schaffen. Rund 100 Chaoten überwanden den tiefen Wassergraben, der die Ränge im Olympiastadion vom Spielfeld trennt. Sie funktionierten Fahnenstangen in Waffen um und setzten zu einer Hetzjagd an. Die Fussballer beider Teams flüchteten in die Garderoben, der Mob drehte erst ab, als eine Hundertschaft Polizisten auftauchte. 30 Randalierer wurden verhaftet.

Eine schnelle Rückkehr zur Normalität gab es nicht. Am Sonntag postierten sich auf dem Hertha-Trainingsgelände Polizisten, um die Fussballer vor ungebetenen «Gästen» zu beschützen. Besuch gab es zwar keinen, aber das ungute Gefühl verflog deswegen nicht. Fabian Lustenberger, 21-jähriger Schweizer bei der Hertha, zog es vor, nach dem Training direkt nach Hause zu fahren: «Es ist wohl das Beste, in den nächsten Tagen daheim zu bleiben.» Um sich dann positiven Ansätzen zu widmen: «Die erste Hälfte gegen Nürnberg war das Beste seit Monaten. Uns bleiben jetzt noch acht Spiele.»

Der Niedergang in einem Jahr

Der Glaube an die Rettung kommt aber zusehends abhanden. In Berlin herrscht blankes Entsetzen nach dem Samstag und auch über die Entwicklung einer Hertha, die vor einem Jahr nach exakt gleich vielen Runden auf Platz 3 lag. Deren Trainer Lucien Favre hiess und mit Superlativen eingedeckt wurde. Er war das gerissene «Super-Hirnli» aus der Schweiz, und in Berlin träumten sie vom ersten Meistertitel nach 78 Jahren.

Übrig geblieben ist vom vermeintlich robusten Fundament ein Scherbenhaufen. Favre wurde Ende September 2009 davongeschickt, statt Harmonie gab es bald ein Wiedersehen vor dem Arbeitsgericht. Hertha Berlin stürzte auch unter Favres Nachfolger Friedhelm Funkel ab und liegt abgeschlagen am Tabellenende. Das jüngste 1:2 war das zwölfte Heimspiel in Folge ohne Sieg, die Zukunft in der Zweitklassigkeit wird immer wahrscheinlicher. Preetz sagte: «Wir bräuchten schon ein blau-weisses Wunder. Jetzt müssen wir die Planung für die 2. Liga intensivieren.» (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 15.03.2010, 13:24 Uhr

Programm & Resultate

Champions League Endrunde
Lyon - APOEL Nicosia1:0
Bayer Leverkusen - Barcelona1:3
Stand: 14.02.2012 22:29
NLA
ZSC Lions - Lugano0:4
Servette - Bern1:2
NLB Playoff
Ajoie - Chaux-de-Fonds2:1
GCK Lions - Lausanne2:5
Basel - Langenthal2:5
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Stand: 15.02.2012 00:12

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