FC Basel und Alex Frei: Das 15-Millionen-Geschäft
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Der Durchbruch kam gestern Abend. In Dortmund bestätigte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke: «Wir haben mit dem FC Basel eine generelle Einigung erzielt.» Der FCB vermeldete durch seinen Pressesprecher Josef Zindel: «Die Vereine haben sich mündlich geeinigt. Zu überwinden sind noch vertragliche Hürden.» Klar ist: Das Geschäft scheitert nicht mehr. Alex Frei wird der teuerste Transfer, den sich ein Schweizer Klub je geleistet hat. Gemäss Watzke liegt die Ablösesumme bei knapp 4,5 Millionen Euro, umgerechnet fast sieben Millionen Franken.
Das OK der Präsidentin
Die finanzielle Deckung für diesen Transfer muss Präsidentin Gigi Oeri gegeben haben. In Basel liegt für den 30-jährigen Stürmer ein Vierjahresvertrag als Spieler mit anschliessender weiterer Beschäftigung im Klub bereit. Bei einem vermuteten Jahresbruttolohn von zwei Millionen Franken investiert der FCB bis 2013 gegen 15 Millionen Franken in den Rekordtorschützen der Schweizer Nationalmannschaft. In einem Jahr wäre Freis Vertrag mit dem Bundesligisten ausgelaufen, er hätte dann ablösefrei wechseln können.
Gestern trainierte Frei noch allein in Dortmund, während die übrigen Spieler des BVB nach dem Trainingslager einen Tag zu Hause blieben. Heute hat er sich um zehn Uhr von seinen Teamkameraden sowie dem ungeliebten Trainer Jürgen Klopp verabschiedet und ist nach Basel gereist, um sofort die medizinischen Tests zu absolvieren. Nach der Vertragsunterzeichnung dürfte er morgen beim Spiel gegen Aarau dem eigenen Publikum vorgestellt werden - allerdings noch in Zivil.
Der unbestrittene neue FCB-Leader
Am vergangenen Wochenende war der FCB mit einer enttäuschenden Leistung und einem 0:2 gegen St. Gallen in die Meisterschaft gestartet. Freis Verpflichtung ist für den Verein ein Coup und lässt die Erwartungen im Umfeld in neue Höhen schnellen. Freis Tore sollen den Meisterpokal wieder nach Basel holen. Klubintern wird er unbestrittener Leader sein.
Er kehrt im besten Stürmeralter zum FCB zurück, bei dem er sich als ganz junger Profi nicht hatte durchsetzen können. Für seine «Herzensangelegenheit» verzichtet der vom Ehrgeiz angetriebene Baselbieter auf weitere Jahre im Ausland und auf Auftritte vor 80 000 Zuschauern in Dortmund. Er spielt jetzt nicht mehr gegen Bayern und Schalke, sondern in Bellinzona und Xamax. Er orientiert sich nicht mehr an den Herausforderungen der Bundesliga, sondern am Gang der Super League. Ohne Not, einfach so, aus Spass an der Rückkehr. Das ist das weiterhin Ungewöhnliche an dieser Transfergeschichte. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 18.07.2009, 14:18 Uhr

