FC Thun möchte Spekulationen beenden
Von Alexander Wäfler. Aktualisiert am 06.05.2011 13 Kommentare
Murat Yakin schweigt. Mögen die Spekulationen, der Thun-Trainer werde in Luzern Nachfolger des entlassenen Coachs Rolf Fringer, auch ins Kraut schiessen: Der 36-Jährige sieht offenbar keinen Anlass, die Gerüchte zu kommentieren. Gestern, am trainingsfreien Tag in Thun, war Yakin telefonisch nicht erreichbar. Aus dem Umfeld der Oberländer ist zu hören, er betrachte das Ganze als eine vom «Blick» aufgeblasene Geschichte, die auf seinem Rücken ausgetragen werde. Dieser wolle er durch eigene Aussagen keine neue Nahrung geben.
Doch ohne Stellungnahme Yakins wird munter weiterspekuliert. So ist etwa zu hören, der FC Luzern habe Yakin (bis jetzt zumindest) gar kein Angebot gemacht. Nicht ausgeschlossen ist auch, dass der gewiefte Taktiker noch etwas abwartet, bevor er entscheidet, wo er nächste Saison arbeitet. Denn das Trainerkarussell in der Super League wird bis Saisonende weiter Fahrt aufnehmen. In Bern etwa ist YB-Trainer Vladimir Petkovic unter grossem Druck. Eine Niederlage in Luzern am Samstag könnte zur Entlassung führen. Aus Deutschland ist zu vernehmen, der 1.FC Köln habe ein Auge auf Basels Coach Thorsten Fink geworfen. Bis Yakin einen Entscheid gefällt hat, dürfte er dieser Tage mit heimlichem Vergnügen lesen, was alles über seine Zukunftspläne geschrieben wird.
Höherer Lohn für Yakin?
Nicht einmal Thuns Präsident Markus Stähli weiss, ob er sich bald auf Trainersuche begeben muss oder nicht. Er steht mit Yakin aber in ständigem Kontakt und ist sicher: «Wenn er schon in Luzern, oder wo auch immer, unterschrieben hätte, wären wir von ihm informiert worden.» Stähli will nicht bewerten, ob das Schweigen Yakins gegenüber der Öffentlichkeit in dieser Situation hilfreich ist oder nicht. «Wenn er weiss, er bleibt, dann wäre es sicher nützlich, die Spekulationen zu beenden. Solange er sich nicht sicher ist, ist es vielleicht besser, er äussert sich nicht.» Stähli hat in den nächsten Tagen Gelegenheit, Informationen aus erster Hand einzuholen: Heute und am Dienstag sind er und seine Verwaltungsratskollegen mit Yakin verabredet. Die Treffen wurden vor einiger Zeit vereinbart, Thema ist die Planung der nächsten Saison. Am Dienstag wird vor allem Vizepräsident Markus Lüthi mit Yakin sprechen. Lüthi ist der Finanzchef der Thuner, er will dem Trainer eine Vertragsverlängerung samt Lohnerhöhung anbieten. (Berner Zeitung)
Erstellt: 06.05.2011, 07:59 Uhr
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13 Kommentare
Thun kann einen Trainer wie Murat Yakin auf die Dauer nicht halten. Da dürfen sie sich keine Illusionen machen. Aber ich bin überzeugt, dass Muri sehr korrekt ist und alle zur angemessenen Zeit über seine Zukunft informieren wird. Falls Fink den FCB verliesse - Muri wäre wohl DER ideale Trainer. Antworten
nach der WM hatte murat (wie kubi jetzt) seine eigene kolumne im heute (abendblick), in dem er dreck auf johan vogel schleuderte. seine insiderinfos waren wohl teils auch vom bruder. also waren die yakins bereits im 2006 für eine schweizweit publizierte intrige bekannt. in diesem ähnlichen fall ist nun hakan der kritisierte. dabei war der blick früher doch immer wohlwollend den yakins gegenüber? Antworten

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