FCZ-Sportchef Bickel: «Wir haben eine mentale Blockade»
Interview: Sascha Rhyner. Aktualisiert am 23.02.2009 14 Kommentare
FCZ-Sportchef Fredy Bickel: «Wir haben die Qualität.» (Bild: Keystone)
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Herr Bickel, Sie haben vor der Rückrunde vollmundig angekündigt, dass sich der FC Zürich auf dem Weg zum Titel nur selber schlagen kann. Jetzt hat er damit angefangen.
Das war nicht vollmundig gemeint. Ich wollte nur sage, dass wir die Qualität dazu haben, dass wir diese aber abrufen müssen. Wenn wir das nicht machen, dann kommen wir auf den Weg, auf dem wir jetzt sind.
Was sind denn die Probleme des FCZ in der Rückrunde?
Wir haben eine mentale Blockade und einen gewissen Respekt vor dem Erfolg. In der ersten Halbzeit in Basel waren wir gut, dann haben wir den Faden verloren. Da spielte sicher noch mit, dass wir im ersten Spiel so spät den Ausgleich noch zugelassen hatten. Es läuft im Moment nicht zu unseren Gunsten.
Sie haderten dabei auch mit dem Schiedsrichter. Ist das nicht einfach nur Entschuldigung?
Man hadert ja nur mit dem Schiedsrichter, wenn es einem nicht läuft. Wenn es läuft, dann hat man auch einmal einen Entscheid zu den eigenen Gunsten. Und wenn eben nicht, dann zieht das halt den einen oder anderen Pfiff gegen dich nach sich. Aber das war sicher nicht der Grund für die Niederlage. Es gab wohl zwei, drei unglückliche Entscheide gegen uns. Aber man gibt dem Schiedsrichter auch die Chance dazu.
Wie können Sie denn beim FC Zürich eine Trendwende bewirken?
Wir müssen uns immer bewusst sein, dass wir die Qualitäten haben, um die Meisterschaft für uns zu entscheiden. Aber wir können uns nicht zurücklehnen und darauf warten. Wir haben aber eine Mannschaft, die arbeiten will und die auch arbeitet. Da mache ich mir kein Kopfzerbrechen. Aber wir müssen arbeiten, um das beizubehalten, sonst holt einen die Zukunft sehr schnell ein.
Was haben denn Basel und vor allem die Young Boys besser gemacht in der Winterpause als der FC Zürich?
Ich halte heute Abend einen Vortrag, wie wichtig der mentale Bereich im Fussball geworden ist. Wir hatten eine sehr gute Vorbereitung, vielleicht fast zu gut. Das hat viel zu tun mit unserem Start. Dass wir gegen GC in letzter Minute das Spiel noch aus der Hand gaben, nagt an uns. Auch wenn wir selber schuld waren. Aber plötzlich kommen Zweifel, und die Sicherheit und die Unbekümmertheit sind weg. Es ist ein schmaler Grat. Ein, zwei Ereignisse auf der anderen Seite können dazu reichen. Auf der anderen Seite kann ein kleines Erfolgserlebnis, ein Pfiff oder ein Entscheid für uns schon helfen, und die Sicherheit ist wieder da.
Ist es denn für den FCZ ein Vorteil, dass aus dem Zweikampf mit Basel nun ein Dreikampf mit YB wurde?
Nein, das spielt keine Rolle. Ich habe immer damit gerechnet. In den Prognosen war ja sogar von einem Vierkampf die Rede. Aber wir wissen wie es ist. YB ist in der gleichen Position wie wir bei unserem ersten Meistertitel. Sie haben nichts zu verlieren, das hilft. Die Young Boys sind in einer guten Rolle. Wir hatten diese auch schon.
Warum wird der FCZ Meister in dieser Saison?
Wir dürfen den Glauben nicht verlieren und müssen weiter mit Spass und Freude trainieren. Wieso sollen wir nicht eine Erfolgsserie haben?
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 23.02.2009, 16:27 Uhr
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14 Kommentare
Hallo zusammen, Das momentum kommt auch wieder einmal auf unsere Seite zurück. Es muss aber weiter hart gearbeitet werden! Geschenkt wird einem nichts. Also Jungs Kopf hoch und vorwärts schauen ihr seid immer noch auf Platz eins. Also nehmt Spiel für Spiel es solte genug ansporn sein dass wir im letzten Spiel um den CH Meister Titel im Stadion Letzigrund vor ausverkauftem Haus spielen können. Antworten
Hallo Dieter Wäckerli! Von welcher Sportart schreibst Du... Also in der Schweizer-Fussballmeisterschaft findet 2009 das letzte Spiel vor ausverkauftem Haus in Basel statt. Allerdings wird dann nur noch der Schweizer-Meister FCB gefeiert. Aber ich weiss nicht so recht! Ist es möglich, dass im Letzigrund vielleicht der Meistertitel im Feldhandball vergeben wird? Antworten








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