Favre greift durch
Von Thomas Niggl. Aktualisiert am 09.07.2011
Bundesliga
34. Runde
| 05.05. | Borussia Dortmund - SC Freiburg | 4 : 0 |
| 05.05. | Werder Bremen - Schalke 04 | 2 : 3 |
| 05.05. | Hannover 96 - Kaiserslautern | 2 : 1 |
| 05.05. | Mainz 05 - Borussia Gladbach | 0 : 3 |
| 05.05. | 1. FC Nürnberg - Bayer Leverkusen | 1 : 4 |
| 05.05. | VfB Stuttgart - VfL Wolfsburg | 3 : 2 |
| 05.05. | 1. FC Köln - Bayern München | 1 : 4 |
| 05.05. | Augsburg - Hamburger SV | 1 : 0 |
| 05.05. | Hertha BSC - Hoffenheim | 3 : 1 |
Rangliste
| Name | Sp | S | U | N | G:E | P | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Borussia Dortmund | 34 | 25 | 6 | 3 | 80:25 | 81 |
| 2. | Bayern München | 34 | 23 | 4 | 7 | 77:22 | 73 |
| 3. | Schalke 04 | 34 | 20 | 4 | 10 | 74:44 | 64 |
| 4. | Borussia Gladbach | 34 | 17 | 9 | 8 | 49:24 | 60 |
| 5. | Bayer Leverkusen | 34 | 15 | 9 | 10 | 52:44 | 54 |
| 6. | VfB Stuttgart | 34 | 15 | 8 | 11 | 63:46 | 53 |
| 7. | Hannover 96 | 34 | 12 | 12 | 10 | 41:45 | 48 |
| 8. | VfL Wolfsburg | 34 | 13 | 5 | 16 | 47:60 | 44 |
| 9. | Werder Bremen | 34 | 11 | 9 | 14 | 49:58 | 42 |
| 10. | 1. FC Nürnberg | 34 | 12 | 6 | 16 | 38:49 | 42 |
| 11. | Hoffenheim | 34 | 10 | 11 | 13 | 41:47 | 41 |
| 12. | SC Freiburg | 34 | 10 | 10 | 14 | 45:61 | 40 |
| 13. | Mainz 05 | 34 | 9 | 12 | 13 | 47:51 | 39 |
| 14. | Augsburg | 34 | 8 | 14 | 12 | 36:49 | 38 |
| 15. | Hamburger SV | 34 | 8 | 12 | 14 | 35:57 | 36 |
| 16. | Hertha BSC | 34 | 7 | 10 | 17 | 38:64 | 31 |
| 17. | 1. FC Köln | 34 | 8 | 6 | 20 | 39:75 | 30 |
| 18. | Kaiserslautern | 34 | 4 | 11 | 19 | 24:54 | 23 |
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Der ehemalige Meistermacher des FC Zürich ist ein kluger Taktiker, ein Mann, der die Details pflegt. Für Lucien Favre ist es wichtig, dass das Kollektiv funktioniert und die Chemie innerhalb der Gruppe stimmt. Er lässt stets einen konstruktiven Fussball spielen und verlangt von seinen Spielern Intelligenz und vor allem eine perfekte Technik am Ball.
Um seine Ziele und Vorstellungen umzusetzen, kann der ehemalige Spielmacher auch keine Rücksicht auf laufende Verträge nehmen. Favre greift durch. Für die Zusammenstellung des Kaders war er in der letzten Saison auch nicht zuständig. Das mussten zuletzt auch die Nationalspieler Logan Bailly und Karim Matmour spüren. Der belgische Nationaltorhüter Bailly wird an Xamax abgegeben. Der Algerier Matmour wechselt zu Eintracht Frankfurt. In den Planungen von Favre spielen auch Stürmer Mo Idrissou und Defensiv-Allrounder Tobias Levels keine Rolle mehr. Beide sollen sich einen neuen Klub suchen.
Klare Philosophie
Für Favre hat es im Business keinen Platz für Sentimentalitäten. Levels war in der vergangenen Saison noch Vize-Captain. Idrissou hatte mit seinen Toren gegen Meister Borussia Dortmund und Schalke 04 noch massgeblichen Anteil am Ligaerhalt. Favre hat eine klare Philosophie, die er auch beim FCZ und bei Hertha Berlin konsequent verfolgte. Er ist ein Mann mit klaren Ansagen. «Wenn Spieler einen nicht weiterbringen, muss man ihnen das offen und ehrlich sagen und es auch so kommunizieren», sagt Favre gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet. Dann müsse man sich auch mal vorzeitig von Spielern trennen.
Wenn Favre von Messi träumt
Allerdings: Idrissou will sich offenbar nicht einfach so abschieben lassen. Er pocht auf seinem Vertrag und will unter allen Umständen in Gladbach bleiben. Doch Favre sagt: «Wir wollen mit dem Norweger Joshua King ein grosses Stürmertalent von Manchester United verpflichten. Leider ist er noch verletzt. Aber für Idrissou wird es einfach eng. Es ist besser, die Wahrheit zu sagen.» Zum Fall Levels sagt Favre: «Es war sein Wunsch, sich einen neuen Verein zu suchen.» Favre fordert viel. Von sich selbst, von seinen Spielern, aber auch von seinen Chefs. Er will noch zwei Neue verpflichten. Für links vorne und einen fürs zentrale Mittelfeld. «Juan Arango ist nach der Copa müde, wir brauchen eine Alternative. Und wir haben Michael Fink abgegeben», sagt er.
Humor nicht verloren
Lucien Favre steckt mitten in der Vorbereitung für die neue Saison. «Ich habe fast keine Zeit, ich muss jetzt das nächste Training vorbereiten», sagt er gestresst am Handy. Den Humor hat er dennoch nicht verloren. «Einen richtig grossen Transfer machen wir nur noch, wenn wir Messi haben können», witzelt er. Über Messi könne man sich mit ihm jederzeit unterhalten. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 08.07.2011, 12:30 Uhr
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