«Favre kam, sah und siegte»
Artikel zum Thema
Relegation
Rückspiel:
VfL Bochum - Borussia Mönchengladbach 1:1 (1:0)
Hinspiel: 0:1 (0:0). - Rewirpower-Stadion. - 29'615 Zuschauer. - Tore: 24. Nordtveit (Eigentor) 1:0. 72. Reus 1:1. - Bemerkungen: 3. Kopfball von Maltritz (Bochum) an die Latte. 41. Kopfball von Idrissou (Gladbach) an die Latte.
Stichworte
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Nach dem 1:0 im Hinspiel schafften die «Fohlen», wie sie früher liebevoll genannt werden, dank des 1:1 in Bochum und dem Gesamtskore von 2:1 den Klassenerhalt. Der 16. aus der 1. Bundesliga zog letztlich aus der deutschen Relegationspoule verdient den Kopf aus der Schlinge, er war über 180 Minuten gesehen das um eine Spur bessere Team.
Damit hat Lucien Favre das Kunststück geschafft, die Gladbacher vor dem Abstieg zu retten. Im Februar war der Romand zur Borussia gestossen, die praktisch schon als Absteiger feststand. Dann aber gewann der Westschweizer in zwölf Runden 20 Punkte -ohne die Barragepartien. Nun hat sich Favres Equipe auch in der Meisterschaftsverlängerung gegen die kämpferischen Bochumer durchsetzen können.
Es überrascht nicht, dass nach Spielende in Bochum die Leistungsträger îhren Trainer aus der Waadt für diesen Coup hervorhoben. «Sein Anteil? Er kam, sah und siegte. Er hat uns viel auf den Weg mit gegeben», meinte Gladbachs junger Torhüter Marc-André ter Stegen. Und Marco Reus, der das so wichtige 1:1 erzielte, sagte gegenüber der ARD klipp und klar: «Ich habe immer gesagt, dass wir überhaupt noch die Relegationsspiele schafften, ist auch sein Verdienst. Er hat grossen Anteil am Klassenerhalt.»
Der Dank an die Fans
Favre selbst freute sich in Bochum riesig, blieb aber vor den TV-Kameras trotzdem bescheiden und gefasst. «Es war wichtig, dass die Spieler bereit waren, mit mir hart zu arbeiten. Wir haben viel Taktisches geübt, namentlich in der Defensive. Aber auch in konditioneller Hinsicht haben wir viel gemacht», blickte er auf die letzten Monate zurück.
Favre vergass auch seine Assistenten nicht und die medizinische Abteilung. «Sie alle haben geholfen, dass wir weiterhin in der Bundesliga sind. »Der Romand wandte sich auch an die Fans der Mönche: «Sie waren fantastisch. Vor allem im Barrage-Hinspiel haben sie uns glänzend unterstützt», lobte der 53-jährige Schweizer Coach, der überdies betonte, dass er noch einen Vertrag mit der Borussia bis Saisonende 2013 hätte.
Erstellt: 25.05.2011, 23:28 Uhr



