Sport

Favre schlägt Alarm

Interview: Thomas Niggl. Aktualisiert am 28.02.2011

Lucien Favre ist der grosse Verlierer der letzten Bundesligarunde. Gladbach bleibt nach der 1:2-Niederlage in Wolfsburg am Tabellenende. Jetzt wird der Schweizer ungemütlich.

1/8 Gladbachs neuer Trainer Lucien Favre ist unzufrieden.
Bild: Keystone

   

Nach dem 2:1-Sieg zum Einstand vor zehn Tagen war der ehemalige Nationalspieler noch der grosse Mann und wurde bereits als Retter gefeiert. Doch dem Triumph folgte die Ernüchterung. Gladbach hätte mit einem Sieg im Duell gegen das ebenfalls abstiegsbedrohte Wolfsburg bis einen Punkt an die Werkself von Volkswagen herankommen können. Doch die 1:2-Pleite war dann eine enorme Enttäuschung und ein herber Rückschlag. Manager Max Eberl ärgert sich über seine Spieler. «Wir hatten drei, vier Totalausfälle. So kann man nicht bestehen, das werden wir intern klar ansprechen», verspricht er.

Auch Favre geht mit seinen Spielern schonungslos ins Gericht und schlägt Alarm. Sein Urteil fällt gar vernichtend aus. «Wir waren läuferisch, kämpferisch und technisch unterlegen und immer zu spät dran», sagt der erboste Schweizer. Seine Mannschaft sei nicht präsent gewesen. «Die Balleroberung war ganz schlecht, wir hatten keine Ordnung und keine Konzentration. Wir haben viel zu viele Chancen zugelassen», stellt der Fussballlehrer fest. Sein Team sei nach dem Sieg gegen Schalke nicht wieder zu erkennen gewesen.

Favres Höchststrafe für einen Spieler

Favre gilt in der Trainerzunft nicht als Hardliner. «Ich bin keiner, der rumbrüllt. Aber es werden deutliche Worte fallen», kündigt er eine Verschärfung der Tonart an. Es werde eine sehr lange Teamsitzung und Analyse geben. Favre hatte schon während des Spiels rigoros durchgegriffen und Roman Neustädter schon nach 38 Minuten ausgewechselt. Eine Höchststrafe für einen Spieler. «Ich hatte das Gefühl, dass Roman überfordert war», begründet Favre seine Massnahme. Er will den jungen Mann aber deshalb nicht fallen lassen. «Er wird seinen Weg noch gehen.»

Verteidiger Martin Stranzl war der einzige Borusse, der seine Normalform fand. «Jeder Einzelne hat den Glauben viel zu früh verloren - an sich selbst und die Kollegen», bedauert der Österreicher. Man habe keine Lösung gefunden. «Wer geglaubt hat, dass nach dem Trainer-Wechsel alles von allein geht, hat sich geirrt», wollte er noch klargestellt haben. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 28.02.2011, 13:09 Uhr

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25.05EndeRadwanska - Kanepi7:6 6:3
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18:00Spanien - Serbien
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Brussels Ladies Open
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Stand: 25.05.2012 17:40
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14:00Rennen
Stand: 26.05.2012 00:38
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