«Für Mourinho hätte ich töten können»

Torjäger Zlatan Ibrahimovic ist völlig frustriert. Mit Milan ist er gestern aus der Champions League ausgeschieden. Deshalb kann er sich jetzt auch nicht an seinem grössten Intimfeind revanchieren.

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Der Schwede hat seine Abschiebung in Barcelona psychisch offenbar immer noch nicht verkraftet. Er fühlt sich weiterhin in seinem Stolz verletzt. In einem Interview bei Eurosport rechnete Ibrahimovic noch einmal mit Barcelonas Coach Josep Guardiola ab. Dieser sei sein einziges Problem in Spanien gewesen. Er lässt seinen Gefühlen über seine Frustration in Katalonien freien Lauf. «In Barcelona habe ich erfahren müssen, wie schnell sich der Fussball verändern kann. Mein Problem in Barcelona war ein Mensch, der Philosoph. Sonst hatte ich mit keinem Menschen ein Problem. Es gibt keinen, der sagen kann, dass ich etwas falsch gemacht habe», sagt Ibrahimovic. Ausser eben der Philosoph.

Mit dem Philosophen meint er natürlich Pep Guardiola. Für Guardiolas Philosophie habe er sogar seinen Spielstil völlig umstellen müssen. «Du änderst das Spiel für ihn. Du hast ihn ja nicht gekauft, damit er sich die Vögel in den Bäumen anguckt», sagt er zynisch.

Der 10-Millionen-Euro-Stürmer hatte Motivationsprobleme

Er fokussiert seinen Unmut nur auf die Person Guardiola. Er habe von Guardiola keinerlei Wertschätzung erhalten. «Wenn dich keiner mehr motiviert, dann kämpfst du auch nicht mehr», kritisiert er. Für die Motivation seien die Trainer verantwortlich. Allerdings ist dieses Statement mehr als verwunderlich für einen Spieler, der im Jahr ein Salär von über 10 Millionen Euro bezieht.

Ibrahimovic fährt eine Breitseite gegen den Spanier Guardiola und lobt in einem direkten Vergleich seinen ehemaligen Trainer José Mourinho, der heute Real Madrid coacht. «Für José Mourinho hätte ich rausgehen und töten können. Er hat mich unheimlich motiviert und angestachelt» , blickt Ibrahimovic auf das Jahr 2008 zurück, als der Portugiese bei Inter Mailand noch der grosse Motivationskünstler für den Schweden gewesen war.

Duell Ibrahimovic gegen Guardiola ist geplatzt

Seit gestern ist der Frust von Ibrahimovic noch grösser. Die Mailänder kamen ohne den gesperrten Captain Gennaro Gattuso in London gegen Tottenham nicht über ein 0:0 hinaus und schieden nach der 0:1-Niederlage in Mailand aus der Königsklasse aus. Doppelt bitter für den Schweden: Denn jetzt kann er sich nicht an Guardiola rächen. Dieser hat nämlich Arsenal ausgeschaltet und zieht mit Barcelona im Gegensatz zu Milan in die nächste Runde der Champions League ein. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

(Erstellt: 10.03.2011, 16:11 Uhr)

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