Gossau-Spieler gibt zu, dass Spiel getürkt war

Die ersten Verdächtigen im Wettskandal der Schweizer Challenge League, in der offenbar 22 Spiele manipuliert wurden, sind bekannt.

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In seiner heutigen Ausgabe enthüllte der «Blick» zwei weitere Spielernamen, die in den Wettskandal in der Schweizer Challenge League verwickelt sein sollen.

Thuns Stürmer Pape Omar Faye (22), der in dieser Saison bereits 13 Tore erzielt hat, war bereist am Sonntag intern gesperrt worden, nachdem er dem Verein am Freitag mitgeteilt hatte, dass er im Zusammenhang mit der Wettaffäre von der Polizei vernommen worden sei. Gemäss «Blick» soll er 15'000 Euro erhalten haben, um die 1:5-Niederlage in Yverdon vom 26. April sicherzustellen.

Es ist allerdings nicht anzunehmen, dass ein Stürmer allein für fünf Gegentore sorgen kann. Deshalb ist wahrscheinlich, dass noch andere Spieler des FC Thun in die Manipulation des Spiels involviert waren.

Ex-Gossau-Goalie abgetaucht

Neben dem FC Thun ist auch der FC Gossau ins Visier der Staatsanwaltschaft Bochum geraten, die am Donnerstag den europäischen Wettskandal der Öffentlichkeit präsentiert hatte. Die Polizei soll in den frühen Stunden des Freitagmorgens bei der Wohnung des letztjährigen Gossau-Torhüters Darko Damjanovic (32) in Romanshorn aufgekreuzt sein, wie der «Blick» berichtet.

Der Name des Keepers, der letzte Saison in den letzten sechs Spielen 22 Tore kassiert hatte, soll in den umfangreichen Unterlagen der deutschen Untersuchungsbehörden, die Telefonate der Wettmafia abgehört hatten, erscheinen. Damjanovic, der inzwischen für den FC Linth 04 spielt, ist abgetaucht.

Auch Gossau-Spieler suspendiert

Der dritte Name, den der «Blick» präsentiert, ist der von Gossau-Mittelfeldspieler Mario Bigoni (25). «Er gab zu, dass in der letzten Rückrunde bei einem Spiel nicht alles sauber gelaufen sei», wird Roland Gnägi, der Präsident des FC Gossau, zitiert. «Einer seiner Mitspieler habe ihn angegangen mit den Worten: ‹Du, da ist Geld zu verdienen.› Dazu bräuchte es nur ein gewisses Resultat. Was ja kein Problem sei, da der FC Gossau ohnehin abgestiegen sei. Bigoni sagte mir nicht, ob er auf das Angebot eingestiegen sei.»

Für ihre Mithilfe bei der manipulierten 0:4-Niederlage gegen Locarno vom 24. Mai sollen die Gossauer Spieler 20'000 Euro erhalten haben. Gossau stieg übrigens nicht ab, weil Concordia und La Chaux-de-Fonds keine Lizenz für diese Saison erhielten. Derzeit liegen die Ostschweizer an letzter Stelle der Challenge League. Bigoni wurde inzwischen von Gossau suspendiert. (str)

Erstellt: 23.11.2009, 12:18 Uhr

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Axpo Super League

Datum Spiel Resultat
17.03.10 GC Zürich - FC Sion 2 : 0 (1:0)
R Mannschaft Sp S U N Tvh P
1. Young Boys Bern 24 17 2 5 50:28 53
2. FC Basel 24 15 4 5 54:31 49
3. GC Zürich 23 12 2 9 41:30 38
4. Luzern 24 11 5 8 42:34 38
5. St. Gallen 24 9 6 9 36:32 33
6. Zürich 23 8 7 8 37:33 31
7. Neuchâtel Xamax 24 8 7 9 39:35 31
8. FC Sion 24 8 7 9 33:38 31
9. Bellinzona 24 5 3 16 33:67 18
10. Aarau 24 2 5 17 22:59 11

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