HSV-Hooligans überfallen St. Pauli-Goalie
Von Alexander Kühn. Aktualisiert am 23.08.2010
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Rund 15 Hooligans griffen Pliquett und eine Gruppe von St. Pauli-Fans am Bahnhof Hamburg-Altona an, als diese aus dem Zug stiegen. Pliquett selbst blieb unverletzt, weil er mehrere Tritte mit seinem Koffer abwehren konnte. Für zwei seiner Begleiter endete der Zusammenstoss mit den Randalierern aber im Krankenhaus.
«Eine Flasche verfehlte ganz knapp meinen Kopf. Ich rief die Polizei. Sie griff auch sofort ein», sagte Pliquett zu «Bild». Wie die Hamburger Polizei mitteilte, brach sich ein Fan das Nasenbein, einem weiteren schlugen die HSV-Hooligans das Hörgerät aus dem Ohr.
«Die Täter sind durchaus organisiert vorgegangen», sagte der Sprecher der Bundespolizei, Reiner Urban, dem «Hamburger Abendblatt». Die Hooligans seien in der Datebank Gewalttäter Sport bereits registriert gewesen, zudem hätten sie Dauerkarten des HSV auf sich getragen.
Erinnerungen an Jagdszenen in Basel
HSV-Vorstand Oliver Scheel reagierte beschämt auf die Nachricht vom Übergriff am Altonaer Bahnhof. «Ich bin frustriert und masslos enttäuscht, dass es diesen Übergriff gegeben hat und dieser dem HSV zuzuordnen ist», sagte er. «Für mich ist dieser Vorfall auch ein deutliches Warnsignal, dass wir alles dafür tun müssen, dass rund um das Derby alles ruhig und sportlich zugeht.» St. Pauli und der Hamburger SV treffen am 18. September erstmals seit acht Jahren wieder in einem Bundesliga-Derby aufeinander.
Auch in der Schweiz kam es schon zu Gewalt von Fans gegenüber Spielern. Am 13. Mai 2006 mussten die frisch gebackenen Schweizer Meister des FC Zürich nach dem Last-Minute-Triumph in der Finalissima vor aufgebrachten Anhängern des unterlegenen FC Basel in die Katakomben des St. Jakob-Parks flüchten. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 23.08.2010, 03:27 Uhr







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