«Habe im Livestream gesehen, dass ich im WM-Aufgebot bin»
Interview: Sascha Rhyner. Aktualisiert am 12.05.2010 2 Kommentare
Dossiers
Artikel zum Thema
- Schweiz mit Padalino, Spycher und Eggimann – aber ohne Stocker
- Shaqiri: «Das war der pure Genuss»
- Hitzfelds klare Absage an die Super League
- Ein Kader, das typisch ist für Hitzfeld
- Wenn die Schweiz weiter gewinnt, gibts in Zürich eine Freinacht
- Aggressive Fans machen Polizei zu schaffen
- Public Viewing mit Comedy-Einlagen
Stichworte
Mario Eggimann, herzliche Gratulation zur Nominierung. Wie haben Sie die erste Nacht als WM-Teilnehmer geschlafen?
Nicht anders als sonst. Aber am Morgen beim Aufstehen war es schon ein gutes Gefühl. Ich fahre jetzt zufrieden ins Training. Aber da sind jetzt keine Ferien angesagt. Während es die anderen vielleicht etwas locker nehmen können, muss ich schon etwas mehr machen.
Sie sind im letzten Moment ins Aufgebot gerückt. Wie haben Sie vom WM-Aufgebot erfahren?
Wie alle anderen auch. Ich habe die Medienkonferenz im Livestream mitverfolgt und so gesehen, dass ich dabei bin.
Und wie haben Sie dann reagiert?
Ich hatte insgeheim gehofft, dass der Endspurt reichen würde. Aber man weiss ja nie, wie es wirklich ist, wenn man nichts hört. Ich habe mich unglaublich gefreut.
Ich nehme an, die Drähte sind dann heiss gelaufen bei Ihnen...
Es gab sehr viele Gratulanten, ja, was mich sehr gefreut hat.
Das ist quasi das Happy End einer schwierigen Saison?
Ja, das kann man so sagen. Es ist wirklich viel gelaufen. Es war eine ganz komische Saison auch mit dieser Geschichte mit Robert Enke (Der Goalie von Hannover beging im letzten Dezember Selbstmord; die Red.). Ich war erst einmal froh, dass wir den Abstieg verhindern konnten. Und auch, dass ich gespielt habe und man 100-prozentig auf mich gesetzt hat. Ich hatte so auch die Chance, mich für die WM zu empfehlen. Dass es nun auch geklappt hat, ist eine riesige Genugtuung.
Und was sind Ihre Erwartungen jetzt für die WM?
Ich halte den Ball jetzt einmal flach. Ich bin erst einmal froh dabei zu sein. Aber ich bin auch nicht dabei, um Ferien zu machen. Es wird von mir erwartet, dass ich 100-prozentig bereit bin. Dann wird man auch sehen, was passiert. Ich werde aber sicher keine Ansprüche stellen.
Ihr letztes Länderspiel absolvierten Sie am 19. November 2008 gegen Finnland. Das ist schon lange her. Wie sieht jetzt Ihre Rückkehr ins Nationalteam aus?
Ich war einige Zeit nicht dabei, auch weil ich nicht regelmässig gespielt habe. Wir werden uns nächste Woche treffen. Ich werde am Wochenende in die Schweiz fahren und dann meine Sachen packen.
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 12.05.2010, 11:17 Uhr


