Hier bricht Dzemaili in Tränen aus

Das SRF zeigt einen Clip über die Kindheit des Schweizer Nationalspielers. Dann gibt sich dieser von seiner emotionalsten Seite – und sagt, bei welchem Klub er als nächstes spielen wird.

Eine sanfte Seite von Blerim Dzemaili. Video: SRF.

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Auf dem Platz gilt Blerim Dzemaili als Aggressiv-Leader. Auch wenn er im Schweizer Nationalteam oft hinter der Spitze zum Einsatz kommt, also dort, wo eher die Künstler beheimatet sind, ist er sich für keinen Zweikampf zu schade, hält für seine Teamkollegen die Knochen hin.

In der «Sportlounge» von SRF zeigt der 30-Jährige jedoch seine sanfteste Seite. Als ein Clip über seine Kindheit beim FC Unterstrass und im Zürcher Quartier Oerlikon mit seinem älteren Bruder Betim läuft, bricht Dzemaili in Tränen aus. «Das sind grosse Emotionen, die da hervor kommen», sagt der Nationalspieler entschuldigend und ergänzt: «Mein Bruder ist einer der wichtigsten Personen in meinem Leben, das wird er auch immer bleiben. Dankbarkeit kann man nicht zurückzahlen.» Zuvor erzählte Betim, der bei der Zürich Versicherung arbeitet: «Ich habe zum Kicken auf die Wiese Blerim immer mitgenommen, auch wenn er der jüngste Junge war. Und ab der U-14 verfolgten unser Vater und ich alle seine Spiele beim FCZ.»

Zweimal entschuldigt sich Dzemaili für seine Emotionen. Er erinnert sich auch an die Zeit, in der sein Vater jeweils für neun Monate als Saisonnier in der Schweiz arbeitete, während Frau und Kinder in Mazedonien blieben. «Es waren schwierige Jahre, aber mein Vater versuchte, uns ein besseres Leben zu ermöglichen. Das ist ihm schlussendlich auch gelungen», so Dzemaili.

Mindestens zwei Jahre in die MLS

Dankbar ist der ehemalige FCZ-Captain auch seinem Stammclub Unterstrass: «Bei manchen Dingen merkt man erst im Nachhinein, dass sie sehr wichtig waren. Beispielsweise wollte ich nie verlieren, war sehr, sehr hartnäckig. Das war für meine Persönlichkeit später extrem wichtig.» FCU-Ehrenpräsident Kurt Müller erinnert sich in der Sendung daran, dass sich der kleine Blerim als D-Junior an vorderster Front für seinen damaligen Trainer stark gemacht hatte.

Zum Schluss gab sich Dzemaili erstaunlich offen über seine Zukunft. Zwar würde er gerne zum FCZ zurückkehren, aber: «Ich habe bei Montreal Impact unterschrieben.» Der Besitzer des MLS-Clubs ist auch der Präsident des FC Bologna und weil ein Wechsel nach Nordamerika im Sommer nicht möglich war, wurde der Mittelfeldspieler für ein Jahr in der Serie A parkiert. Ab 2017 wird er für «zwei, drei Jahre» dann in der MLS spielen. (fas)

Erstellt: 08.11.2016, 07:54 Uhr

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