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«Hitzfeld wird an Matthäus scheitern»

Von Thomas Niggl. Aktualisiert am 23.09.2010 20 Kommentare

Mit der Verpflichtung von Lothar Matthäus als neuen Nationalcoach ist in Bulgarien eine Euphorie entbrannt. Der Ex-Internationale Petar Aleksandrov sagt gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet, warum es nun für die Schweiz besonders hart wird.

1/9 Lothar Matthäus (l.) war bei den Bayern Schüler von Ottmar Hitzfeld.
Bild: Keystone

   

Ottmar Hitzfeld hat es in zwei EM-Qualifikationsspielen also mit seinem einstigen Schüler bei den Bayern, Lothar Matthäus, zu tun. «Die Verpflichtung von Matthäus kommt für die Schweiz zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt und ist für Hitzfeld sehr schlecht», mutmasst der ehemalige bulgarische Internationale Petar Aleksandrov gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet. Der ehemalige Torjäger, der in der Schweiz mit Aarau, Xamax und Luzern Torschützenkönig geworden war, gewann mit den Bulgaren an der Weltmeisterschaft sogar die Bronzemedaille. «Sie hängt bei mir zu Hause», sagt der Patriot.

Der 48-Jährige ist heute beim FC Luzern Assistent von Rolf Fringer, seinem alten Weggefährten, mit dem er 1993 für den FC Aarau den Meistertitel gewann. Aleksandrov begrüsst das Engagement des deutschen Rekordinternationalen Lothar Matthäus (150 Länderspiele). «Unsere Nationalspieler hatten vor den einheimischen Trainern überhaupt keinen Respekt mehr und machten, was sie wollten», schildert Aleksandrov den unhaltbaren Zustand im bulgarischen Fussball. Die Disziplin sei völlig abhanden gekommen. Deshalb hätten die Bulgaren in England beim 0:4 keine Chance gehabt und hätten sich im Heimspiel gegen Montenegro bei der 0:2-Niederlage geradezu blamiert.

Matthäus will Berbatov zurückholen

«Matthäus ist eine Respektsperson und ein ausgewiesener Fachmann», urteilt Aleksandrov. Und das werde ihm in seinem neuen Job in Bulgarien nur behilflich sein. «Wir werden keine Punktelieferanten ohne Gegenwehr mehr sein», verspricht er der Schweiz zwei harte Spiele. Unter der Regie eines deutschen Hardliners werde die Mannschaft wieder ganz anders auftreten. «Matthäus ist ein Motivationskünstler, er wird an den Stolz der Spieler appellieren», ist er sich sicher.

Aleksandrov kennt auch schon die erste Amtshandlung von Matthäus. «Er wird nach England fliegen und versuchen, Torjäger Dimitar Berbatov zu einem Comeback zu bewegen», sagt Aleksandrov. Der Stürmer von Manchester United hatte am 13. Mai seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt. «Wenn es einem gelingt, Berbatov noch einmal für die Nationalelf zu motivieren, dann Matthäus», sagt Aleksandrov.

Auch Sforza warnt die Schweiz vor Matthäus

Für die Schweiz sei es denkbar ungünstig, dass Montenegro mit dem Sieg in Bulgarien bereits sechs Punkte auf dem Konto habe. «Auch wir werden alles daran setzten, um noch einmal in den Kampf um den Barrageplatz einzugreifen», sagt Aleksandrov. Er könne sich durchaus vorstellen, dass Hitzfeld und die Schweiz in der Endabrechnung an Matthäus scheitern könnten. «Ich befürchte für Ottmar, dass es tatsächlich so kommen wird.»

GC-Trainer Ciri Sforza hat lange mit Matthäus bei den Bayern im Mittelfeld gespielt und kennt ihn bestens. «Er ist ein Fussballverrückter und versteht unheimlich viel von der Materie», sagt der ehemalige Internationale gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet. Er habe schon als Spieler wie ein Trainer gedacht und sich Gedanken über taktische Zusammenhänge gemacht. Matthäus könne mit seiner grossen Persönlichkeit und seiner immensen Erfahrung im bulgarischen Fussball durchaus wieder einiges bewegen. «Spiele gegen die Bulgaren werden unter Lothar in den restlichen EM-Qualifikationsspielen für die Gegner keine Selbstläufer mehr sein», warnt Sforza mit seiner Aussage auch die Schweiz. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 23.09.2010, 12:00 Uhr

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20 Kommentare

Urs P. Mueller-Moore

23.09.2010, 15:04 Uhr
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Peinlich, einfach nur peinlich - der FC Basel spielt gegen Roma und Hitzfeld gegen die Romas. Dass die Schweiz nur Gruppen-Dritter wird, stand bereits vor den Herren Loddar und Sforza fest. Ob diese Beiden allerdings das erste EM-Spiel in Polen/Ukraine bei ihren Teams ueberleben, stelle ich mehr als in Frage. Antworten


Thomas Kron

23.09.2010, 12:18 Uhr
Melden

Hmmm..Matthäus als Mesias für Bulgarien ?! Zu seinen Aktivzeiten war Matthäus sicher ein guter Spieler, keine Frage. Aber als Trainer ? Ich kann mich nicht erinneren wo er Erfolg als Trainer hatte...dass die Schweiz in der Quali scheitern kann ist sicher möglich...aber ob das dann an Matthäus liegen wird...kaum. Apropos Berbatov...keine Chance ! Der ist JETZT bei ManU in einer fantastischen Form ! Antworten



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Stand: 26.05.2012 17:02
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Stand: 25.05.2012 15:24
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