«Ich bereue das überhaupt nicht»
Von Peter M. Birrer. Aktualisiert am 28.03.2011 44 Kommentare
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Peter Gilliéron, wie fühlt sich das 0:0 gegen Bulgarien mit etwas Abstand an?
Nicht viel besser als am Samstagabend. Die Ernüchterung ist gross. Aber ich richte den Blick vorwärts. Wir müssen schauen, dass wir die ganz kleine Chance doch noch packen. Gleichzeitig geht es jetzt auch um die Zukunft mit den vielen hoffnungsvollen Jungen.
Reden Sie von einem Neustart?
Es wäre falsch, alles auf den Kopf zu stellen. Wir wurden in den letzten Jahren verwöhnt. Ein Land wie die Schweiz kann nicht den Anspruch haben, dass es sich für jedes grosse Turnier qualifiziert.
Auftritte wie am Samstag sind trotzdem eine schwere Enttäuschung.
Ja, aber wir boten schon ähnliche Leistungen und siegten trotzdem. Fällt in der Schlussphase der Ball ins Tor und gewinnen wir 1:0, sähe es jetzt anders aus.
Was hat Sie am meisten enttäuscht?
Die ersten 20 Minuten. Da wähnte ich mich im falschen Film. Ich dachte: Wenn es jetzt «chlöpft», wird es . . .
. . . dunkel?
Sehr dunkel!
Mangelte es an der Einstellung?
Nein, das glaube ich nicht. Es hatte mit dem Unvermögen zu tun, in der Startphase eine Leistung abzurufen, wie sie ja zweifellos möglich wäre. Die zweite Halbzeit war doch um einiges besser.
Nur hilft das nicht, die Ausgangslage in der EM-Qualifikation besser zu machen.
Leider, die Hoffnung ist jetzt noch kleiner als vorher. Aber eben: Wenn am Schluss doch noch einer reinfällt . . .
Es ist kein Zufall, dass das Tor nicht gelang. Das zeigt die Statistik der letzten Monate.
Wir haben nicht viele Tore erzielt, das stimmt und zeigt zugleich, wo derzeit die grössten Probleme zu orten sind.
Mit der Vertragsverlängerung von Ottmar Hitzfeld wollten Sie ein Zeichen setzen. Bereuen Sie es, das gemacht zu haben?
Nein, ich bereue das überhaupt nicht. Der Entscheid, mit dem Trainer bis 2014 weiterzumachen, ist richtig. Wären wir nicht davon überzeugt, hätten wir nicht verlängert.
Bleiben die Resultate aber aus, erhöht das den Druck markant.
Es ist verständlich, dass es laute Diskussionen gibt. Aber diesem Druck können wir standhalten. Wir werden jetzt nicht alles über den Haufen werfen.
Welche finanziellen Konsequenzen hätte ein Verpassen der EM?
Wir haben Reserven, sie würden auch reichen, falls wir ein zweites grosses Turnier verfehlen sollten.
Wie viel Geld liegt auf dem Konto? Fünf, sechs Millionen Franken?
Über Geld spricht man nicht . . .
. . . man hat es . . .
. . . genau, aber Sie können rechnen: Ein Turnier bringt uns Einnahmen von zwei bis vier Millionen Franken. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 28.03.2011, 07:06 Uhr
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44 Kommentare
Der SFV berief sich jahrelang auf seine Linie, die mit Köbi Kuhn sorgsam ausgearbeitet wurde, und auf eine aktive Spielkultur setze. Das war teilweise erfolgreich und vorallem viel besser anzusehen. Seit der Ära Hitzfeld gilt das nichts mehr. Die Verlängerung bis 2014 heisst ja, dass man auf diesen Angsthasenfussball setzt. Und das mit teils gleichen Spielern, die mal ganz anders auftraten. Antworten
Unglaublich, wie Gilleron die Tatsachen nicht wahrhaben möchte. Jeder, der etwas von Fussball versteht sieht doch, dass Hitzfeld für die CH-Nati nicht der richtige Trainer ist. Er hat es feritg gebracht, die Mannschaft völlig zu verunsichern, das Team hat kein Gesicht, keinen Zusammenhalt auf dem Platz, die Reihen greifen nicht ineinander, das System ist das völlig falsche. Wacht auf und handelt!! Antworten

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