Sport

«Ich glaube, bis auf Lukas Podolski sind es alle...»

Gerüchte über schwule Profifussballer sind nicht neu – geoutet hat sich bisher keiner. Lucien Favres ehemaliger Captain Arne Friedrich wird oft mit solchen Gerüchten konfrontiert. Zu recht?

1/6 Lukas Podolski, Arne Friedrich und Bastian Schweinsteiger (v.r.) feiern nach der WM 2006 mit den Fans den 3. Rang an der heimischen Weltmeisterschaft.
Bild: Keystone

   

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22. Runde

17.02.Hoffenheim - Mainz 051 : 1
18.02.Bayer Leverkusen - Augsburg4 : 1
18.02.Hamburger SV - Werder Bremen1 : 3
18.02.1. FC Nürnberg - 1. FC Köln2 : 1
18.02.Kaiserslautern - Borussia Mönchengladbach1 : 2
18.02.Hertha Berlin - Borussia Dortmund0 : 1
18.02.SC Freiburg - Bayern München0 : 0
19.02.Schalke 04 - Vfl Wolfsburg4 : 0
19.02.Hannover 96 - VfB Stuttgart4 : 2
Stand: 19.02.2012 19:22

Rangliste

NameSpSUNG:EPkt
1.Borussia Dortmund22154347:1449
2.Borussia Mönchengladbach22144436:1346
3.Bayern München22143549:1445
4.Schalke 0422142650:2844
5.Werder Bremen22106637:3636
6.Bayer Leverkusen2297632:2934
7.Hannover 9622810427:2734
8.Vfl Wolfsburg22831127:4227
9.VfB Stuttgart22751033:3226
10.Hoffenheim2268824:2626
11.Hamburger SV2268827:3726
12.1. FC Nürnberg22741121:3225
13.Mainz 052259830:3624
14.1. FC Köln22731230:4324
15.Hertha Berlin22481025:3720
16.Kaiserslautern22391016:2818
17.Augsburg22391020:3718
18.SC Freiburg22461227:4718
Stand: 19.02.2012 19:25

23. Runde

24.02.Borussia Mönchengladbach - Hamburger SV- : -
25.02.Mainz 05 - Kaiserslautern- : -
25.02.VfB Stuttgart - SC Freiburg- : -
25.02.1. FC Köln - Bayer Leverkusen- : -
25.02.Vfl Wolfsburg - Hoffenheim- : -
25.02.Augsburg - Hertha Berlin- : -
25.02.Werder Bremen - 1. FC Nürnberg- : -
26.02.Bayern München - Schalke 04- : -
26.02.Borussia Dortmund - Hannover 96- : -
Stand: 01.01.1970 01:00
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In der der Sendung «Sportplatz» des Berliner ARD-Senders Rbb sprach der ehemalige deutsche Nationalspieler Arne Friedrich mit Moderator Dominik Vischer öffentlich über seine ihm angedichtete Homosexualität und auch über seinen ehemaligen Schweizer Trainer Lucien Favre.

«Es ist schon sehr komisch, wenn man im Internet Namen als Suchwörter eingibt und da steht dann direkt «schwul» dahinter. Ich bin seit zehn Jahren mit meiner Freundin Linn zusammen und bin sehr glücklich», wehrt er sich. Für ihn persönlich gebe es in dieser Hinsicht überhaupt keine Diskussion. Der Hintergrund: Gibt man die Suchbegriffe «Arne Friedrich schwul» in die Suchmaschine Google ein, erhält man über 70'000 Suchergebnisse.

Dass er, Lahm oder gar die halbe deutsche Nationalmannschaft immer wieder mit Gerüchten über Homosexualität in Verbindung gebracht werde und davon betroffen sei, nimmt Friedrich auch mit einem Schuss Humor. «Ich glaube, bis auf Lukas Podolski sind es alle...» Solche Gerüchte seien eben Dinge, «mit denen lebt man einfach», sagt er und fügt sogleich bei: «Ich habe keinen Spieler erlebt, von dem ich überhaupt meinen könnte, dass der schwul ist, aber wenn es so wäre, wäre das auch okay.» Friedrich vermutet allerdings, dass es mit Sicherheit schwule Fussballer gebe. Und dann sei es halt so. Er hält es allerdings für schwierig, wenn sich Profifussballer outen.

«Ich habe mich bei Lucien Favre entschuldigt»

«Es ist nicht einfach, gerade im Fussballgeschäft. Wenn man sich da outet, das würde schon auf einigen Gegenwind stossen. Ich weiss nicht, ob das so richtig wäre.» Mit schwulen Mannschaftskameraden hätte der gelernte Innenverteidiger jedenfalls kein Problem: «Jeder soll leben und leben lassen. Ich habe auch gute Freunde, die schwul sind.»

Im Interview spricht Friedrich auch über seinen ehemaligen Trainer Lucien Favre, mit dem er sich damals in ihrer gemeinsamen Zeit bei Hertha BSC überworfen hatte. Weil Friedrich von Favre in der Schlussphase der Meisterschaft, als es um den Titel ging, nicht mehr eingesetzt wurde, ging der Captain an die Öffentlichkeit und beschwerte sich in den Medien. «Das hätte ich nicht tun dürfen», sagt Friedrich im Nachhinein. Er habe sich bei Lucien Favre entschuldigt. Die Sache sei längst ausgeräumt. Man würde sich auch heute noch per SMS austauschen.

Friedrichs Vertrag beim VfL Wolfsburg wurde im September 2011 in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst. Jetzt sucht Friedrich einen neuen Verein. Der 32-Jährige stellt aber auch das Karriereende in Aussicht.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 26.10.2011, 13:27 Uhr

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